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Generalprobe geglückt: FV Ravensburg überzeugt im letzten Härtetest

Der Oberligist gewinnt torreiches Testspiel beim Verbandsligisten SC Pfullendorf deutlich mit 5:2 und sammelt wichtiges Selbstvertrauen für den Pflichtspielauftakt.

von red · 14.02.2026, 18:00 Uhr · 0 Leser
– Foto: Pressefoto-Bildredaktion Eibne

Es war mehr als nur ein gewöhnliches Vorbereitungsspiel. Für den FV Ravensburg markierte die Begegnung beim SC Pfullendorf aus der Verbandsliga Südbaden den entscheidenden Wendepunkt zwischen der kräftezehrenden Vorbereitung und dem Ernst des sportlichen Überlebens in der Oberliga Baden-Württemberg. Unter Trainer Rahman Soyudogru suchte die Mannschaft nach jener Form, die es braucht, um in der kommenden Woche gegen den Primus der Liga zu bestehen. Dass es am Ende ein deutliches 5:2 für die Ravensburger wurde, unterstreicht die Ambitionen, mit denen der Verein aus der Winterpause tritt.

Ein Auftakt nach Maß in der Fremde

Der Rhythmus der Oberschwaben schien von der ersten Minute an zu stimmen. Die Mannschaft von Rahman Soyudogru übernahm sofort die Initiative und drängte den tiefer klassierten Gegner in dessen eigene Hälfte. Bereits in der 6. Spielminute bot sich die erste große Gelegenheit zur Führung, als der Schiedsrichter auf den Punkt zeigte. Daniele Gabriele übernahm die Verantwortung und verwandelte den Foulelfmeter zum 0:1.

Dieser frühe Treffer gab der Mannschaft die nötige Sicherheit. Die Dominanz der Ravensburger hielt an, und so war es nur folgerichtig, dass Kevin Wistuba in der 21. Minute auf 0:2 erhöhte. Es schien zu diesem Zeitpunkt ein einseitiger Nachmittag zu werden, an dem der Klassenunterschied zwischen dem Oberligisten und dem Verbandsligisten deutlich zutage trat.

Phasen der Instabilität und die prompte Antwort

Doch der Fußball schreibt oft seine eigenen, emotionalen Wendungen, und die Souveränität des FV Ravensburg geriet kurzzeitig ins Wanken. Im Gegenzug nach dem zweiten Treffer gelang dem SC Pfullendorf durch Tim Konrad in der 22. Minute der Anschlusstreffer zum 1:2. Dieser Moment der Unkonzentriertheit wirkte wie ein kleiner Weckruf zur Unzeit. Die Partie verlor nach dem Seitenwechsel zunächst an Klarheit, was die Gastgeber bestraften.

In der 52. Minute war es David Fritz, der ebenfalls per Foulelfmeter den Ausgleich zum 2:2 erzielte. Für die Ravensburger war dies eine emotionale Zerreißprobe in dieser Generalprobe. Doch die Reaktion der Mannschaft erfolgte prompt und zeugte von einer gereiften Mentalität: Nur fünf Minuten später stellte Matteo Grabherr in der 57. Minute die Führung zum 2:3 wieder her und brachte sein Team zurück in die Spur.

Die endgültige Entscheidung in der Schlussphase

In der finalen Phase des Spiels bewies der FV Ravensburg den längeren Atem und die höhere Qualität im Abschluss. Die Erleichterung war spürbar, als Yannik Wolff in der 80. Minute das 2:4 erzielte und damit den Widerstand der Pfullendorfer endgültig brach. Den Schlusspunkt einer ereignisreichen Partie setzte erneut Matteo Grabherr, der in der 84. Minute mit seinem zweiten Treffer des Tages das 2:5 markierte.

Dieser klare Erfolg im letzten Testspiel dient als emotionales Fundament für die kommenden Aufgaben. Es war der notwendige Sieg, um mit breiter Brust in die verbleibenden Tage der Vorbereitung zu gehen, bevor die Punktejagd in der Liga wieder beginnt.

Der Blick auf das erste Pflichtspiel im Jahr 2026

Die Zeit der Experimente ist nun endgültig vorbei. Mit dem Abpfiff in Pfullendorf hat die Mannschaft den Fokus bereits auf den kommenden Samstag gerichtet. Am 21.02.2026 um 15 Uhr wird es ernst im heimischen Stadion. Es ist nicht irgendein Spiel, es ist das erste Pflichtspiel im Jahr 2026.

Die Sehnsucht nach echtem Wettbewerb und der Atmosphäre des Ligabetriebs ist bei allen Beteiligten riesig. Der Sieg in der Generalprobe hat die Erwartungen steigen lassen, doch der nächste Gegner spielt in einer ganz anderen Kategorie als der heutige Kontrahent. Die Oberliga kehrt mit einer Wucht zurück, die der Mannschaft alles abverlangen wird.

Der Tabellenführer fordert die Oberschwaben heraus

Die Aufgabe könnte kaum monumentaler sein: Der VfR Mannheim gibt seine Visitenkarte in Ravensburg ab. Als aktueller Tabellenführer reist der Gegner mit der Empfehlung einer Spitzenmannschaft an. Für den FV Ravensburg bedeutet dies, dass jeder Fehler, der heute gegen Pfullendorf noch ohne dauerhafte Folgen blieb, am nächsten Samstag bestraft werden könnte.

Die emotionale Aufladung dieses Duells ist enorm, da ein erfolgreicher Start in das neue Fußballjahr richtungsweisend für den weiteren Verlauf der Saison in der Oberliga Baden-Württemberg sein wird. Es ist das Duell David gegen Goliath, bei dem die Ravensburger beweisen wollen, dass sie gegen die Elite der Liga bestehen können.