
Wenn der SV Schmölln am Wochenende im Spitzenspiel auf Jena-Zwätzen trifft, steht vor allem ein Spieler besonders im Fokus: Leon Gentsch. Der Angreifer befindet sich aktuell in überragender Form, erzielte in den letzten vier Spielen acht Tore und steht insgesamt bei 19 Treffern aus 19 Saisonspielen. Damit ist er einer der entscheidenden Faktoren dafür, dass sich Schmölln in der Rückrunde zurück ins Aufstiegsrennen gespielt hat. Im Vorbericht spricht er über die Gründe für die starke Rückrunde, seinen Wechsel nach Schmölln, den möglichen Aufstieg sowie über den kommenden Gegner.
Dass Schmölln nach einer durchwachsenen Hinrunde wieder ganz oben mitmischt, hat für Gentsch vor allem personelle Gründe. In der ersten Saisonhälfte musste die Mannschaft immer wieder auf verletzte Spieler verzichten, wodurch Konstanz im Spiel fehlte. „Wir hatten in der Hinrunde viele Ausfälle durch Verletzungen und dadurch selten eine konstante Breite im Kader. Die Stimmung war immer gut, aber irgendwann kannst du die Ausfälle nicht mehr auffangen“, erklärt er. In der Rückrunde habe sich die Situation dann deutlich verbessert, da viele Spieler zurückgekehrt seien. „Jetzt können wir im Training und im Spiel wieder aus den Vollen schöpfen. Dadurch bekommen wir auch als Team mehr Konstanz in unsere Abläufe.“
Für Gentsch selbst war der Wechsel nach Schmölln im Nachhinein genau die richtige Entscheidung. Er habe hier die Möglichkeit bekommen, sich sportlich weiterzuentwickeln und fühle sich im Verein sehr wohl. „Der Schritt aus Altenburg raus und nach Schmölln zu wechseln war das, was ich gebraucht habe, um nochmal auf ein besseres Level zu kommen. Ich habe mich super eingelebt und fühle mich sehr wohl“, so der Torjäger.
Auch wenn er kurz davor steht, seine Torquote aus der Vorsaison wieder zu erreichen oder sogar zu übertreffen, stehen für ihn persönliche Statistiken nicht an erster Stelle. Viel wichtiger seien Gesundheit und der Erfolg der Mannschaft. „Mein persönliches Ziel ist erstmal, verletzungsfrei zu bleiben, denn Gesundheit ist das Wichtigste. Dann will ich der Mannschaft so gut es geht zu Siegen verhelfen – mit Toren, Vorlagen oder guten Aktionen. Einfach alles für das Team reinhauen, denn die Mannschaft und der Verein stehen im Vordergrund.“ Langfristig wolle er dennoch das Maximum aus sich herausholen: „Ich will weiter hart an mir arbeiten und einfach sehen, in welchen höheren Ligen ich mich noch etablieren kann.“
Mit einem Sieg gegen Jena-Zwätzen könnte Schmölln im Aufstiegsrennen weiter Boden gutmachen. Das Thema Meisterschaft ist deshalb natürlich präsent, auch bei Gentsch selbst „Die Meisterschaft und der Aufstieg sind auf jeden Fall ein Thema. Ich würde mit Schmölln sehr gern den Schritt Richtung Thüringenliga machen“, sagt er, warnt aber gleichzeitig: „Wir müssen von Spiel zu Spiel schauen und unsere Leistung jede Woche aufs Neue auf den Platz bringen. Hier kann jeder jeden schlagen und wir dürfen uns auf unserer kleinen Serie nicht ausruhen.“
Mit Jena-Zwätzen wartet am Wochenende allerdings ein starker Gegner, der ebenfalls mit viel Selbstvertrauen anreisen wird. Für Schmölln wird es vor allem auf Einsatz, Zweikampfstärke und Konsequenz vor dem Tor ankommen. „Wir müssen von Anfang an dagegenhalten und in den Zweikämpfen präsent sein. Wichtig wird sein, dass wir als Mannschaft geschlossen auftreten, zielstrebig spielen und unsere Chancen vorne konsequent nutzen. Dann ist auf jeden Fall etwas Zählbares drin für uns“, so Gentsch. Fest steht: Wenn Schmölln das Topspiel gewinnen will, wird auch wieder viel von ihrem Torjäger abhängen. Setzt Leon Gentsch seine aktuelle Serie fort, könnte er im Spitzenspiel erneut zum entscheidenden Mann werden.