2026-04-16T10:11:10.190Z

Ligavorschau

Gemeindederby in Haselmühl vs. Köfering ein Abstiegsendspiel

Das in Nachbarduellen wichtige Prestige tritt absolut in den Hintergrund, es geht einzig und allein um lebenswichtige Zähler +++ Luhe-Wildenau II in Edelsfeld zum Siegen verdammt, sonst drohen endgültig "Überstunden" +++ Rosenberg will mit Freudenberg Mitbewerber um Platz 2 abschütteln

von Werner Schaupert · Heute, 10:30 Uhr · 0 Leser
Ein Sieg im Derby gegen Haselmühl und der SV Köfering (helles Trikot) haucht den Hoffnungen, den Direktabstieg zu verhindern, neues Leben ein.
Ein Sieg im Derby gegen Haselmühl und der SV Köfering (helles Trikot) haucht den Hoffnungen, den Direktabstieg zu verhindern, neues Leben ein. – Foto: Markus Venzl

Hinein in den viertletzten Spieltag der Kreisliga Süd, wo sowohl am oberen, als auch am unteren Rand der Tabelle noch keine Vorentscheidungen gefallen sind, die ein oder andere allerdings am kommenden Wochenende fallen könnte. Sollte da beispielsweise der SV Köfering (14./11) das „Abstiegsderby“ beim ASV Haselmühl (13./15) verlieren, dann dürfte er dem Direktabstieg vermutlich bei dann sieben Punkten Rückstand vor den drei finalen Runden nicht mehr entkommen. Nach zuletzt vier Zählern allerdings ist man in Köfering selbstbewußt, will dem Ortsrivalen bis auf einen Zähler auf die Pelle rücken und damit den Kampf um Relegationsplatz 13 wieder richtig befeuern.

Ebenfalls eine Art „Endspiel im Daseinkampf“ hat der SC Luhe-Wildenau II (12./17 - in Edelsfeld) vor der Brust, bei einer Niederlage müsste man sich wohl mit der Thematik „Abstiegsrelegation“ intensiver auseinandersetzen und zusätzlich den Blick dann auch in den Rückspiegel richten.

Klettern wir auf den Stufen hinauf bis ins obere Drittel der Tabellenleiter, da sehen die Fans im Aicher Stadion zu Rosenberg ein Duell zweier Teams, die vorrangig um Platz 2 buhlen, Gastgeber TuS (2./43) hegt bei fünf Punkten Rückstand zu Primus SV Raigering sogar noch Hoffnungen, ganz oben zu landen am Schluss. Der Gast aus Freudenberg (5./38) würde bei einem Auswärtsdreier hingegen den Hüttenstädtern bis auf zwei Punkte auf die „Pelle“ rücken.

Nach drei Niederlagen in Folge ist die DJK auf Platz 6 zurückgefallen. Ein weiteres Abrutschen soll nun verhindert werden, um das bisher so beeindruckend Erarbeitete nicht noch weiter aufs Spiel zu setzen. Gegen die Gäste aus Kaolinstadt soll der Bock nun umgestossen werden. Im neuen Jahr noch unbezwungen, hat sich die Meyer-Crew von der Abstiegszone entfernen können und will mit Zählbarem endgültig das Ticket für die nächste Kreisligasaison lösen.

DJK-Spielercoach Thomas Kotzbauer: "Gegen Hirschau erwarte ich eine klare Reaktion meiner Mannschaft. Wir wollen zuhause ein komplett anderes Gesicht zeigen und von Beginn an so auftreten, wie wir es in den ersten 20 Minuten in Freudenberg bereits angedeutet haben. Entscheidend wird sein, diese Intensität und Konzentration über die gesamte Spielzeit hinweg auf den Platz zu bringen."

Gästespielercoach Andi Meyer: "Nach dem nächsten Sieg vom letzten Wochenende wollen wir den Schwung mitnehmen und den Klassenerhalt auch rechnerisch so schnell wie möglich unter Dach und Fach bringen. Um aus Ursensollen was mitnehmen zu können, müssen wir von Beginn an das Zweikampfverhalten im Vergleich zur letzten Woche verbessern. Auch wenn die Ergebnisse des Gegners in den letzten Wochen weniger positiv waren, lassen wir uns hiervon nicht blenden und wissen um die Stärke von Ursensollen. Nicht umsonst spielen sie nachwievor als Aufsteiger in der oberen Tabellenregion mit."

Seit dem vergangenen Wochenende alleiniger Tabellenzweiter, wollen sich die Hüttenstädter auf dem Relegationsplatz "festbeissen". Mit den Gästen kommt allerdings ein Gegner, der nach einem hohen Heimsieg gegen Ursensollen mit breiter Brust im Aicher Stadion antritt. Die drittbeste Heimelf prallt auf die drittbeste Auswärtsmannschaft, will heißen, ein Spiel auf Augenhöhe darf erwartet werden, in das der TuS wegen des Heimvorteils als leichter Favorit geht.

TuS-Spielertrainer Dennis Kramer: "Nächster Spieltag, nächste schwierige Aufgabe. Mit Freudenberg kommt eine spielstarke und robuste Mannschaft zu uns ins Stadion, gleichzeitig für uns in dieser Saison der letzte Gegner aus dem oberen Bereich der Tabelle. Eine tolle Herausforderung, der wir uns gerne stellen werden. Wir wollen unseren zweiten Platz verteidigen und dafür gilt es, die Punkte bei uns in Rosenberg zu behalten."

Gästespielercoach Flo Neiß: "Die Stimmung ist nach dem überzeugenden Auftritt gegen Ursensollen sehr gut. Jetzt freuen wir uns in Rosenberg auf eine spannende Aufgabe. Das Hinspiel haben wir 5:1 verloren, von daher gibt's auch hier etwas gut zu machen. Wir können absolut befreit aufspielen, es sind bis auf die Langzeitverletzten auch alle Mann an Bord. Wir wollen den Schwung mitnehmen und auch in Rosenberg punkten, am liebsten dreifach."

Neun Punkte trennt die beiden Kontrahenten vor dem Aufeinandertreffen am Wochenende, das heißt, dass der Druck des Gewinnenmüssens klar auf Seiten der Gäste aus Oberwildenau liegt. Um dem nahenden Saisonende endgültig entspannt entgegensehen zu können, will der FCE natürlich den vollen Ertrag einfahren, deshalb stehen auch beim ihm die Zeichen auf Sieg. Für den SC zählt nur ein Dreier.

FCE-Trainer Martin Dehling: "Eigentlich eine ganz einfache Sache: Bei einem Sieg verabschieden wir uns aus dem Abstiegskampf, bei einer Niederlage sind wir wieder mittendrin. Möge der Bessere gewinnen!"

Gästetrainer Dieter Scheler: "Nach dem Punkt am vergangenem Wochenende in Rieden steht das nächste Auswärtsspiel in Edelsfeld an. Beide Mannschaften brauchen Punkte. Wir sicherlich mehr als Edelsfeld. Klar ist auch, dass es am Hahnenkamm nicht leicht wird. Trotzdem werden wir versuchen zu punkten."

Der Tabellendritte 1. FC Rieden gastiert am Sonntag um 15 Uhr bei der zweiten Vertretung des FC Weiden-Ost. Die Youngsters von Trainer Tim Schlesinger haben sich als Aufsteiger in ihrer neuen Umgebung bisher prächtig geschlagen und belegen einen hervorragenden siebten Platz. Besonders gegen spielstarke Teams können die Max-Reger-Städter glänzend Paroli bieten, was zuletzt auch Spitzenreiter SV Raigering bei der 0:1-Niederlage in Weiden zu spüren bekam. Vergangenes Wochenende kamen die Ostler allerdings nicht über ein 1:1-Unentschieden gegen Schlusslicht SV Köfering hinaus, der über viel Einsatz und Kampf in der Nachspielzeit noch das Tor zum mehr als verdienten Remis erzwingen konnte.

Der 1. FC Rieden ist seit 270 Minuten ohne eigenen Treffer und tritt nach drei Nullnummern in Serie auf der Stelle. Dank der Konkurrenz, die ebenfalls Federn lassen musste, konnte bisher nur der TuS Rosenberg an den Vilstalern in der Tabelle vorbeiziehen. Beim Auswärtsauftritt in Weiden soll endlich in der Offensive der Knoten platzen und natürlich will man auch im sechsten Spiel in Folge in der Restrückrunde ohne Gegentreffer bleiben. (Quelle: Vorschau Peter Gattaut, FCR)

FCR-Coach Julian Pospiech: "Wir treffen mit Weiden-Ost auf eine junge spielstarke Mannschaft. Wir müssen es wieder schaffen, unsere Chancen in Tore umzuwandeln, um diese engen Spiele wieder für uns zu entscheiden."

Nach dem Coup gegen den Ligaprimus aus Raigering war der Heimauftritt gegen das Schlußlicht aus Köfering weniger berauschend. Im dritten Heimspiel in Folge erwartet die junge Ostler-Truppe nun die Spitzenmannschaft aus Rieden, da wird es an Motivation sicherlich nicht fehlen, einem weiteren Favoriten auf eigenem Geläuf ein Bein zu stellen.

Ostler-Übungsleiter Tim Schlesinger: "Mit Rieden kommt erneut ein richtig guter Gegner zu uns nach Weiden. Er verfügt über starke Individualisten und eine gute Mischung aus Erfahrung und jungen Talenten. Nachdem sie nun drei Spiele in Folge 0:0 gespielt haben, ist uns bewusst, was auf uns zukommt."

Ein Derby mit Endspielcharakter ohne Zweifel wird den Fans am Sonntag geboten. Die Rechnung für beide Seiten ist einfach: Mit einem Heimsieg wird der ASV den Direktabstieg verhindern können, sollten die Gäste den Dreier mitnehmen, steigert sich die Spannung im Buhlen um Rang 13 nahezu ins Unermeßliche. Es ist angerichtet für einen Kampf auf Biegen und Brechen ums Überleben.

ASV-Trainer Dominik Schuster: "Wir dürfen uns durch die zuletzt hohe Niederlage keinesfalls aus dem Konzept bringen lassen. Die Wochen davor waren gut und da müssen wir wieder hinkommen. Die Mannschaft wird alles dafür geben, am Sonntag siegreich vom Platz zu gehen."

Am kommenden Sonntag (15:00 Uhr) steigt das wohl brisanteste Gemeindederby der letzten Jahre: Der SV Hubertus Köfering gastiert beim direkten Konkurrenten ASV Haselmühl. ​Die Ausgangslage ist an Dramatik kaum zu überbieten. Während Köfering vor zwei Wochen noch abgeschlagen schien, hat das neue Trainer-Trio Boes/Grau/Heller die „Mission Klassenerhalt“ mit vier Punkten aus zwei Spielen wieder zum Leben erweckt. Der Rückstand auf Haselmühl und den Relegationsplatz beträgt nur noch vier Zähler. ​„Wir haben uns dieses Endspiel hart erarbeitet“, sagt Sportvorstand Christopher Ernst. „Der Sieg in Luhe und der Last-Minute-Punkt in Weiden haben gezeigt, was mit Moral und Leidenschaft möglich ist. Jetzt fahren wir mit breiter Brust zum ASV. Wir wissen: Bei einem Sieg sind wir bis auf einen Punkt dran und alles ist wieder völlig offen.“ ​Für den SVK ist die Marschroute klar: Mit dem Schwung der letzten 180 Minuten will man den Gemeindekonkurrenten stürzen und die Rote Laterne endgültig in Schlagdistanz bringen. Die Fans können sich auf einen heißen Tanz einstellen, bei dem es für beide Teams um die nackte Existenz in der Kreisliga geht. ​Ernst stellt klar: „Es ist ein Derby, es ist ein Finale. Wir werden alles auf dem Platz lassen, um die drei Punkte nach Köfering zu entführen.“ (Quelle: Vorschau SV Köfering)

Zwei Heimspiele hat der FVV noch zu bestreiten, dabei kreuzt mit Raigering und Rieden gleich zwei Mal "hoher Besuch" auf. Im Bestreben, mit Zählbarem den Klassenerhalt vorzeitig in trockene Tücher zu legen, wird man schon gegen den favorisierten Ligaprimus alles in die Waagschale werfen, um ihm ein unangenehmer zu sein. Schon ein Punkt wäre gegen den Meisterschaftsfavoriten Nummer 1 eine feine Sache. Die Gäste wissen, was sie erwartet, sie reisen allerdings in die Garnisonsstadt, um nichts anderes, als drei Punkte ins Heimgepäck zu schnüren. Es gilt, die Verfolger auf Abstand zu halten.

FVV-Spielertrainer Tobi Graßler: "Mit Raigering kommt der Tabellenführer, die Rollen sind damit klar verteilt. Doch egal, wer uns gegenübersteht: Wir brauchen Punkte und werden mit einfachen Mitteln alles daransetzen, etwas Zählbares mitzunehmen."

Gästetrainer Martin Kratzer: "Vilseck hat keine gute Runde gespielt nach dem Winter. Ist ein wenig unverständlich, weil sie eine gute Mannschaft haben. Grundsätzlich können sie jeden Gegner schlagen und vor allem gegen Teams, die das Spiel machen, sind sie sehr unangenehm. Da sie jetzt ein wenig Druck spüren auf die Relegationsplätze, brauchen sie dringend Punkte im Heimspiel. Das heißt für uns, wir müssen gut vorbereitet sein auf die aggressive Spielweise von Vilseck, Zweikämpfe annehmen und schnell und mutig nach vorne spielen. Ich erwarte ein sehr schweres Spiel, freue mich aber auf viele und sehr nette Vilsecker Fans."

Im Niemandsland der Tabelle angesiedelt, geht die Vilstalelf ohne Druck ins Match mit der Spitzenmannschaft aus Königstein. Die hat nach einer dreiwöchigen "Kunstpause" - verursacht auch durch einen ausmergelnden, eng gestrickten Spielplan - am letzten Wochenende zurück in die Erfolgsspur gefunden und will natürlich im Kampf um Platz 2 keinen Boden verschenken. So stehen die Zeichen beim Gast auf Sieg, alles andere darf nicht zählen. Die Gastgeber wären wohl schon mit einer Punkteteilung zufrieden.

SVS-Spielertrainer Alex Greger: "Wir erwarten zum Heimspiel mit Königstein eine sehr gute Mannschaft, die mit Sicherheit noch um den Aufstieg mitspielen möchte. Dementsprechend erwarte ich ein schwieriges Spiel, in dem wir uns keine Fehler erlauben dürfen. Außerdem müssen wir mit unseren Chancen konsequenter umgehen, sonst wird es schwer zu punkten."

Gästetrainer Roland Winkler: "Am Sonntag geht für uns zu einem megaschweren Auswärtsspiel. Wir wissen schon um die Stärken der Schmidmühler und haben auch Respekt. Allerdings haben wir auch was am Köcher und werden versuchen die Punkte mit nach Königstein zu nehmen."