2026-03-13T07:45:35.464Z

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Gelingt dem VfR Warbeyen in Mönchengladbach das Fußball-Wunder?

Der VfR Warbeyen steht am Abgrund der 2. Bundesliga – und ausgerechnet jetzt wartet Borussia Mönchengladbach. Trainer Thomas Gerstner setzt trotz der fast aussichtslosen Lage auf ein Wunder. Doch reicht ein Hoffnungsschimmer, um die Wende einzuleiten?

von RP / Nils Hendricks · Heute, 09:30 Uhr · 0 Leser
Der VfR Warbeyen trifft auf Borussia Mönchengladbach
Der VfR Warbeyen trifft auf Borussia Mönchengladbach – Foto: Pascal Derks

Mit der Verpflichtung von Trainer Thomas Gerstner hat der VfR Warbeyen noch einmal ein klares Signal gesendet: Der Klassenerhalt in der 2. Bundesliga der Frauen ist noch nicht abgeschrieben. Doch die Realität droht das abgeschlagene Schlusslicht der Liga bald einzuholen. Nur noch sieben Spiele bleiben dem Aufsteiger, um die Abstiegsränge zu verlassen. Und ausgerechnet jetzt geht es zu Borussia Mönchengladbach.

Der Druck auf den VfR – aber auch auf die Borussia – wächst. Am vergangenen Wochenende hat die Konkurrenz im Tabellenkeller kräftig gepunktet. Mönchengladbach gehörte dazu und gewann mit 5:0 gegen den VfL Wolfsburg II, steht mit 21 Zählern aber nur knapp über dem Strich. Der VfR Warbeyen verlor zuletzt mit 1:3 gegen den SC Sand und hat schon 15 Punkte Rückstand auf den nächsten Gegner. Am Sonntag um 14 Uhr hoffen die Warbeyenerinnen auf einen Befreiungsschlag im Jahnstadion.

Trainer Thomas Gerstner warnt vor der fast aussichtslosen Lage

Thomas Gerstner kennt die prekäre Ausgangslage und dürfte sich keinen Illusionen hingeben. Um überhaupt noch eine realistische Chance auf den Klassenerhalt zu wahren, müsste sein Team wohl eine perfekte Serie hinlegen – angesichts der bisherigen Ergebnisse erscheint das nahezu ausgeschlossen.

„Wir müssen jetzt theoretisch sieben von sieben Spielen gewinnen, um in der Liga zu bleiben. Wenn man Realist ist, weiß man, wo die Reise hingeht“, sagt Gerstner. Dennoch verweist der neue Trainer einmal mehr auf die besondere Unberechenbarkeit der Sportart: „Im Fußball gibt es mehr Wunder als in anderen Lebensbereichen. Wenn wir am Sonntag alles dafür tun, können wir auch gegen Gladbach bestehen und drei Punkte holen. Das nächste Spiel ist immer das schwerste“, sagt Gerstner.

Ein Remis im Hinspiel als letzter Funken Hoffnung

Mit Blick auf die kommende Aufgabe gibt es einen kleinen Hoffnungsschimmer: Im Hinspiel gegen Borussia Mönchengladbach holte der VfR Warbeyen im Oktober einen seiner bislang sechs Saisonpunkte. Vor einer Kulisse von mehr als 550 Zuschauern trennten sich beide Teams 1:1, Giulia Bauer erzielte den Warbeyener Führungstreffer.

„Das Hinspiel hat gezeigt, dass etwas möglich ist“, sagt Gerstner. Der Warbeyener Trainer weiß aber auch um die Leistungssteigerung der Borussia in den vergangenen Wochen. Nach einer Niederlagenserie verschafften sich die Fohlen zuletzt mit dem Sieg gegen Wolfsburg II nicht nur wichtige Punkte im Abstiegskampf, sondern auch etwas Luft. Der Vorsprung auf die rote Zone beträgt jedoch weiterhin nur einen Zähler. Entsprechend wird das Team von Jonas Spengler – der Gladbacher Trainer hat seinen Vertrag kürzlich verlängert – alles daransetzen, mit einem Sieg gegen den VfR Warbeyen einen weiteren Schritt in Richtung Klassenerhalt zu machen.

Gladbach im Aufwind – Warbeyen unter Zugzwang

Um das zu verhindern, muss der VfR gegenüber der Niederlage gegen den SC Sand deutlich zulegen. Entsprechend hat Thomas Gerstner unter der Woche an einigen Stellschrauben gedreht. „Insbesondere nach Ballgewinnen müssen wir deutlich schneller umschalten. Gegen Sand hatten wir noch zu viele Ballverluste und sind dann wieder hinterhergelaufen. Außerdem haben wir nicht gut genug verschoben und waren zu weit von unseren Gegenspielerinnen entfernt“, sagt Gerstner, der auch am Sonntag wieder nach dem Motto „Alles oder nichts“ spielen lassen will.