
Die SpVgg Unterhaching tritt am Samstag gegen die zweite Mannschaft des FC Augsburg an. Überschattet wird die Partie von Berichten über ausstehende Gehaltszahlungen und den Abgang von mehr als 15 Mitarbeitern.
Nach dem jüngsten Punktgewinn beim Spitzenreiter FC Memmingen wartet auf die SpVgg Unterhaching an diesem Samstag die nächste anspruchsvolle Aufgabe. Um 14 Uhr gastiert die zweite Mannschaft des FC Augsburg im Hachinger Sportpark. Die Fuggerstädter stehen mit elf Punkten aus sechs Spielen auf Rang fünf, Haching hat nach fünf Partien acht Zähler auf dem Konto.
Dass die Augsburger eine spielstarke Mannschaft mitbringen, weiß auch Hachings Trainer Janik Frensch. „Der FC Augsburg II hat eine sehr gute U23, die viel Qualität auf den Platz bringt. Sie sind spielerisch stark, haben Tempo in ihren Aktionen und stehen zu Recht im oberen Tabellenbereich“, sagt Frensch. Für seine Mannschaft komme es deshalb darauf an, „von Beginn an wach zu sein, die Intensität anzunehmen und unser Spiel mit Klarheit durchzubringen“. Über die komplette Spielzeit müsse sein Team konzentriert arbeiten, fordert der Hachinger Coach.
Mut machen dürfte den Gastgebern die Bilanz gegen die Augsburger Reserve. Von den vergangenen zehn Duellen gewann die Spielvereinigung neun, einmal gab es ein Unentschieden. Auch das bislang letzte Aufeinandertreffen im März entschieden die Hachinger mit 1:0 für sich.
Personell kann Frensch weitgehend aus dem Vollen schöpfen. „Personell sieht es im Großen und Ganzen gut aus. Timon Obermeier fällt weiterhin aus, ansonsten steht uns derselbe Kader wie schon zuletzt im Pokal zur Verfügung“, berichtet der Trainer.
Allerdings wird die Partie von den zuletzt aufgekommenen Berichten über die finanzielle Situation der Spielvereinigung überschattet.
Die „SZ“ berichtete in dieser Woche von erheblichen finanziellen Engpässen und ausstehenden Gehaltszahlungen. Demnach sollen zudem mehr als 15 Mitarbeiter und Trainer den Verein verlassen haben. Präsident Manfred Schwabl weist dem Bericht zufolge freilich darauf hin, dass Kündigungen im Verein nichts Außergewöhnliches seien und man da nichts hineininterpretieren solle. Die Aktionärsversammlung am 17. September wird für mehr Klarheit sorgen.
Sportlich wollen die Hachinger diese Themen möglichst ausblenden. Nach dem 0:0 in Memmingen und dem Weiterkommen im Toto-Pokal beim FC Dingolfing soll nun im eigenen Stadion wieder ein Dreier her. Einfach wird das gegen die spielstarke Augsburger U23 allerdings nicht.
„Wir wissen, dass wir gegen so einen Gegner über 90 Minuten konzentriert arbeiten müssen“, sagt Frensch. Genau das wird am Samstag die entscheidende Aufgabe sein – damit zumindest auf dem Rasen wieder positive Schlagzeilen geschrieben werden.