
Der FC Langengeisling empfängt heute den Tabellenführer. Die brutale Hinspiel-Niederlage ist noch nicht vergessen worden.
Doppelbelastung für den FC Langengeisling in der Bezirksliga Nord: Der Tabellenelfte empfängt am heutigen Donnerstag um 18.15 Uhr Spitzenreiter SV Nord München-Lerchenau und muss bereits am Samstag um 14 Uhr im Derby gegen die SpVgg Altenerding erneut ran.
„Das ist schon brutal, so etwas gibt es ja nicht mal bei den Profis. Aber wir wollen nicht jammern und nehmen das so an“, sagt Geislings Trainer Maximilian Hintermaier, der auf keinen Fall mit seiner Mannschaft zum Meistermacher für Nord herhalten will: „Da haben wir gar keinen Bock drauf.“ Zumal die Geislinger mit der Truppe von Peter Zeussel und Karl-Heinz Lappe aus dem Hinspiel noch eine Rechnung offen haben. „Das 7:1 war schon eine brutale Watschn“, erinnert sich Hintermaier nur höchst ungern an das Debakel Ende Juli letzten Jahres und erklärt: „Wir gehen mit breiter Brust in das Spiel. Nach den letzten Wochen haben wir einfach ein brutales Selbstvertrauen. Es ist schon Wahnsinn, was Punkte mit einer Mannschaft machen.“
Verzichten muss der Coach auf den beruflich verhinderten Stammkeeper Michael Hierl, und auch David Riederle fällt wegen Urlaubs aus. Auf der anderen Seite ist Benedikt Kreischer wieder an Bord, Sebastian Schubert konnte ja trotz seiner Augenoperation beim 0:0 gegen Freising schon wieder mitwirken.
„Gegen Freising haben wir echt ein gutes Spiel gemacht, vor allem in der ersten Halbzeit. Momentan passen einfach die Abläufe. So müssen wir auch gegen Nord auftreten. Der Schlüssel liegt definitiv in der Defensive, da müssen wir wieder so gut stehen wie gegen Freising. Und da meine ich nicht nur die Kette, sondern die ganze Mannschaft.“
Mit 70 Treffern stellen die Gäste, die sich für die kommende Saison mit dem Ex-Löwen Nico Karger aus Pipinsried verstärkt haben, den mit Abstand stärksten Sturm der Liga. Dominik Besel (24 Treffer), der die Torschützenliste der Liga anführt, und Ex-Profi Lappe (15) haben zusammen satte 39 Tore erzielt – da kommt also richtig Arbeit auf die Gastgeber zu.
Trotz der zuletzt sechs Siege und des Unentschiedens gegen Freising ist die Abstiegsgefahr für Geisling noch nicht gebannt. Hintermaier: „Wenn man mir vor acht Wochen gesagt hätte, dass wir jetzt 37 Punkte haben, hätte ich das sofort unterschrieben. Aber es ist schon verrückt, wie viele Punkte man in dieser Liga braucht, um sicher in der Klasse zu bleiben. Das gibt es sonst kaum.“Tipp: 3:3