
Aufstiegsträumen und Abstiegsangst in der Bezirksliga 1. Im Fokus steht das Top-Spiel zwischen der DJK Südwest und dem SSV Jan Wellem, bei dem es für beide Teams nach jüngsten Rückschlägen um die Ausgangslage im Titelrennen geht. Während Südwest die 1:5-Pleite aus der Vorwoche tilgen will, lechzt Jan Wellem nach einem Dreier, um den Anschluss an das Spitzentrio zu halten. Parallel dazu spitzt sich die Lage im Tabellenkeller zu: Der formstarke SC Schwarz-Weiß Köln empfängt den kriselnden CfB Ford Niehl zu einem Schicksalsduell.
Nach Nackenschlägen aus der Vorwoche treffen zwei Tabellennachbarn aufeinander, die vor allem eines eint: die Suche nach ihrer verloren gegangenen defensiven Stabilität. Der FC Hürth II empfängt den nur einen Punkt besser gestellten FC Rheinsüd Köln. Während die Hürther Reserve noch an den Folgen der 2:7-Niederlage in Zündorf kaut, steckt Rheinsüd in einer Formkrise – sechs Pflichtspielniederlagen in Serie haben die Krämer-Elf in die zweite Tabellenhälfte rutschen lassen.
Für Hürth-Coach Thomas Frohn war der Auftritt seiner Elf am vergangenen Sonntag ein Rätsel. Umso deutlicher fällt seine Erwartungshaltung für das anstehende Heimspiel aus. Er sieht die Partie als klassisches Duell auf Augenhöhe, in dem die Einstellung den Ausschlag geben kann. „Rheinsüd steht nur einen Punkt über uns. Dementsprechend erwarten wir wie in jedem Spiel ein sehr, sehr enges Spiel. Und ja, ich erwarte eine deutliche Reaktion zum letzten Sonntag von meiner Mannschaft“, so Frohn.
Bei Rheinsüd Köln brennt nach der sechsten Pleite in Folge zwar nicht der Baum, aber die Sorgenfalten bei Trainer Stefan Krämer werden tiefer. Er verzichtet auf taktische Spielereien oder eine detaillierte Gegneranalyse – für ihn zählt in der aktuellen Phase nur das eigene Auftreten. „Ich erwarte von der Mannschaft eine klare Reaktion auf die Leistung der letzten Woche. Wir brauchen uns gar nicht groß mit dem Gegner zu beschäftigen, solange wir nicht zu unseren Basics zurückfinden. Wir werden uns daher ganz auf uns selbst konzentrieren. Dabei ist jeder Einzelne gefordert, über die vollen 90 Minuten fokussiert seine Aufgaben zu lösen. Nur wenn wir diese Grundtugenden wieder auf den Platz bringen, werden wir auch wieder die entsprechenden Ergebnisse erzielen können“, erklärt Krämer unmissverständlich.
Beide Teams stehen am Sonntag unter Zugzwang, um nicht noch tiefer in den Abwärtsstrudel zu geraten. Wer findet zuerst die Balance zwischen Offensive und einer sattelfesten Abwehr? Für Rheinsüd geht es zudem darum, den "Fluch" der letzten Wochen endlich zu besiegen und den freien Fall in der Tabelle zu stoppen.
Der SV Bergfried Leverkusen ist aktuell das Phänomen der Bezirksliga Staffel 1. Mit sieben Siegen aus sieben Spielen im Jahr 2026 marschiert die Mannschaft von Stefan Müller unaufhaltsam durch die Rückrunde und hat sich mittlerweile auf Rang 6 vorgearbeitet. Am Sonntag empfängt der "Serientäter" den Türkischen FC Köln, der sich mitten im Überlebenskampf befindet.
Dass die Tabellensituation trügerisch sein kann, bewies der TFC erst am vergangenen Wochenende, als man dem Aufstiegsaspiranten SV Schönenbach ein 0:0 abtrotzte. Zudem erinnert man sich in Leverkusen nur ungern an das Hinspiel, das trotz Feldüberlegenheit nur mit einem 1:1-Remis endete.
Trotz der makellosen Bilanz im neuen Jahr warnt Bergfried-Coach Stefan Müller davor, den Gegner an seinem Tabellenplatz zu messen. Er fordert von seinem Team die gleiche Ernsthaftigkeit, die sie in den letzten Wochen so stark gemacht hat.
„Auf dem Papier ist die Favoritenrolle in diesem Fall tatsächlich klar verteilt – aber eben nur dort. Wir befinden uns aktuell in einer guten Phase, die sich die Jungs hart erarbeitet haben. Trotzdem können wir das sehr realistisch einordnen: Solche Serien sind immer nur Momentaufnahmen und müssen jedes Wochenende neu bestätigt werden. Mit dem TFC Köln erwartet uns eine sehr unangenehme Aufgabe. Die Mannschaft steht tabellarisch zwar unten drin, ist aber extrem schwer einzuschätzen, körperlich präsent und immer für Überraschungen gut", warnt Müller ausgiebig vor den Gästen. "Das 1:1 im Hinspiel hat bereits deutlich gezeigt, wie eng solche Partien sein können. Für uns geht es darum, bei uns zu bleiben, die nötige Intensität auf den Platz zu bringen und die Basics sauber umzusetzen. Wenn uns das gelingt, haben wir eine gute Chance auf den Sieg – wir wissen aber auch, dass wir dafür wieder an unser Limit gehen müssen. Wir gehen mit Respekt in die Partie, aber auch mit dem klaren Anspruch, unsere Serie fortzusetzen. Verzichten müssen wir am Wochenende definitiv auf Maik Maier, Enes Yürük und Cedrik Bergmann“, so Müller weiter.
Der TFC Köln reist als Außenseiter an, hat aber durch den Punktgewinn gegen Schönenbach gezeigt, dass er defensiv für Stabilität sorgen kann. Für die Kölner zählt im Kampf gegen den Abstieg jeder Zähler, und die Rolle des „Partycrashers“ scheint ihnen zu liegen.
Für Bergfried wird es darauf ankommen, trotz der Ausfälle geduldig zu bleiben und spielerische Lösungen gegen die Gäste zu finden. Sollte der achte Sieg im achten Rückrundenspiel gelingen, könnte Bergfried sogar noch einmal vorsichtig in Richtung der Top 5 schielen.
Nach dem deutlichen 7:2-Kantersieg gegen Hürth II reist Germania Zündorf mit breiter Brust zum TV Hoffnungsthal. Doch die Gastgeber (Platz 7, 34 Punkte) haben kein Interesse daran, den Aufbauhelfer für den Tabellen-14. zu spielen. Während Zündorf jeden Zähler braucht, um den Drei-Punkte-Rückstand auf das rettende Ufer zu verkürzen, schielt Hoffnungsthal nach dem jüngsten 2:1-Erfolg in Niehl wieder nach oben.
Die Historie verspricht eine intensive Partie: In den letzten Jahren waren die Aufeinandertreffen oft hitzig und eng – so auch das Hinspiel, das der TVH nur knapp mit 2:1 für sich entscheiden konnte.
Trotz der schwankenden Ergebnisse der Gäste warnt Hoffnungsthals sportlicher Leiter Maciek Gawlik davor, Zündorf nur anhand der Tabelle zu bewerten. Für ihn ist die Germania ein gefährlicher Gegner, der um sein Überleben kämpft. „Die Duelle gegen Zündorf waren in den letzten Jahren immer knapp und oft auch hitzig. Sportlich ist Zündorf schwer einzuschätzen: Vor zwei Wochen haben sie hoch verloren, am letzten Spieltag dann wieder sehr deutlich gewonnen. In der Truppe stecken gute Fußballer, und ich bezweifle, dass der aktuelle Tabellenplatz ihr wahres Leistungsvermögen widerspiegelt. Sie kämpfen ums Überleben und werden alles in die Waagschale werfen. Wir dürfen daher kein Stück nachlassen oder denken, das liefe von alleine – denn dann wird Zündorf extrem gefährlich.“
Obwohl die Top 5 der Liga bereits enteilt scheinen, hat Hoffnungsthal die Saison noch lange nicht abgehakt. Gawlik betont die gute Moral innerhalb der Truppe und setzt klare Ziele für den Endspurt. „Wie jeden Sonntag wollen wir das Spiel gewinnen. Letzte Woche haben wir zwar nicht unsere beste Leistung gezeigt, aber trotzdem gewonnen. Das spricht für die Moral des Teams und zeigt, dass wir die Saison nicht herschenken, sondern weiter Gas geben wollen. Genau das erwarte ich auch am Sonntag. Ich bin guter Dinge, dass die drei Punkte bei uns bleiben. Vielleicht kommen wir mit etwas Glück noch näher an die Top 5 heran, auch wenn diese schon ein gutes Stück entfernt sind. Dennoch wäre der inoffizielle Titel „Best of the rest“ für uns ein toller Erfolg – auch wenn Konkurrenten wie Bergfried eine sensationelle Rückrunde spielen. Wir wollen da sein und so viele Punkte wie möglich sammeln.“
Es ist ein wegweisendes Spiel im Tabellenkeller: Der SC Schwarz-Weiß Köln (Platz 12, 23 Punkte) empfängt den CfB Ford Niehl (Platz 13, 22 Punkte) und die könnten die Vorzeichen gegensätzlicher kaum sein: Während die Schwarz-Weißen mit drei Siegen in Folge im Aufwind sind und sich zuletzt mit einem 5:1 in Heiligenhaus eindrucksvoll zurückmeldeten, befindet sich Niehl im freien Fall. Seit fünf Spielen wartet der CfB auf einen Punktgewinn, in der gesamten Rückrunde gelang noch kein einziger Sieg.
Mit einem Heimsieg könnte SW Köln den Vorsprung auf die Abstiegsränge deutlich ausbauen. Für Niehl hingegen geht es darum, den Absturz auf einen Abstiegsplatz zu verhindern – Verfolger Zündorf lauert nur noch drei Zähler dahinter. Das Hinspiel war mit einem 3:2 für Niehl eine knappe Angelegenheit, für die die Kölner nun Revanche nehmen wollen.
SW-Trainer Sven Müller strotzt vor dem Duell vor Zuversicht. Nicht nur die Ergebnisse stimmen, auch personell entspannt sich die Lage pünktlich zum Saisonendspurt massiv. „Das ist ein absolutes Abstiegskampf-Duell, in dem es für beide Seiten um alles geht. Wir wollen unsere starke Form unbedingt bestätigen: Mit zuletzt drei Siegen in Folge und insgesamt vier Siegen aus den letzten sechs Partien haben wir ordentlich Schwung aufgenommen. Wir wollen gewinnen, um uns weiter aus dem Keller freizuschwimmen. Dafür sind wir voll da. Endlich können wir wieder aus dem Vollen schöpfen. Im Gegensatz zur Vorwoche kehren drei gesperrte Spieler zurück, zudem ist ein Urlauber wieder zum Team gestoßen. Mit aktuell 22 Mann im Training ist die Intensität hoch und die Stimmung hervorragend. Die Jungs haben richtig Bock auf dieses Spiel und sind heiß darauf, den nächsten Dreier einzufahren. Wir haben aus dem Hinspiel definitiv noch eine Rechnung offen und werden alles in die Waagschale werfen, um den Platz als Sieger zu verlassen.“
Auf der anderen Seite ist sich Niehls Trainer Yannick Zierden der Schwere der Aufgabe bewusst. Für ihn zählt nur die Leidenschaft, um den Negativtrend endlich zu stoppen und den ersten Dreier des Jahres 2026 einzufahren.
„Für beide Mannschaften ist es das Spiel der Saison. Die vergangenen Duelle waren stets hitzig und knapp, und Schwarz-Weiß tritt nach dem klaren Sieg am letzten Spieltag mit entsprechend breiter Brust zu Hause an. Wir kennen die Situation jedoch genau, wissen, was uns erwartet und was wir investieren müssen, um endlich die ersten drei Punkte in der Rückrunde einzufahren.“
Der April könnte für die SpVg Rheindörfer zum Monat der Wahrheit werden. Als Tabellenvierter ist die Mannschaft von Sebastian Tillmann das Team der Stunde: Im Kalenderjahr 2026 noch ungeschlagen, strotzen die Gastgeber nach dem Lauf vor Selbstvertrauen. Am Sonntag empfangen sie den Heiligenhauser SV, der nach der herben 1:5-Heimpleite gegen Schwarz-Weiß Köln auf Wiedergutmachung brennt.
Während die Rheindörfer den Druck auf das Spitzentrio Deutz, Schönenbach und Südwest maximal hochhalten wollen, geht es für den HSV darum, den Negativtrend nach dem „gebrauchten Tag“ der Vorwoche sofort zu stoppen. Das Hinspiel endete zwar 3:0 für die Kölner, doch beide Trainer warnen davor, dieses Ergebnis als Maßstab zu nehmen.
Rheindörfer-Coach Sebastian Tillmann zeigt trotz der eigenen Erfolgsserie großen Respekt vor dem Aufsteiger aus dem Bergischen. Für ihn ist die Partie ein Schlüsselspiel, um im Aufstiegsrennen ein echtes Wörtchen mitzureden.
„Mit Heiligenhaus erwartet uns ein unangenehmer Gegner, der als Aufsteiger bislang eine sehr gute Saison spielt und völlig zurecht im gesicherten Mittelfeld steht. Sie haben einen Trainer, der hervorragende Arbeit leistet und seine Mannschaft stets präzise auf den jeweiligen Gegner einstellt. Zudem verfügen sie über Spieler in ihren Reihen, die ihre Qualitäten bereits auf deutlich höherem Niveau unter Beweis gestellt haben. Darauf müssen wir vorbereitet sein. Es wird definitiv ein schweres Spiel, ähnlich wie schon im Hinspiel, dessen Ergebnis aus meiner Sicht etwas täuscht, da wir dort keine gute Leistung gezeigt haben. Wir wissen also genau, was uns erwartet, und haben richtig Lust auf diese Herausforderung. Der April ist für uns ein richtungsweisender Monat, weshalb wir dieses Heimspiel nun unbedingt gewinnen wollen.“
HSV-Trainer Andy Esins sieht sein Team nach der Klatsche gegen SW Köln in der Rolle des Underdogs – und will genau daraus Kapital schlagen. Er kündigt für Sonntag weitreichende Veränderungen an. „Uns erwartet eine sehr komplexe Aufgabe gegen einen Gegner, der eine extrem starke Rückrundenperformance zeigt. Die Rheindörfer haben direkten Bezug zu den Aufstiegsrängen, was uns jedoch in die Karten spielt, da der Druck damit ganz klar bei ihnen liegt. Nach dem Rückschlag am letzten Sonntag müssen wir ein wesentlich konzentrierteres Spiel abliefern, in dem Leidenschaft und Aufopferung eine zentrale Rolle spielen werden. Wir werden sowohl personell als auch strukturell Änderungen vornehmen und setzen darauf, dass dieser neue Plan deutlich besser aufgeht als in der Vorwoche.“
Setzen die Rheindörfer ihren Marsch Richtung Top 3 unbeirrt fort, oder gelingt dem HSV mit einem neuen taktischen Korsett der Coup im Kölner Norden?
Der Spitzenreiter Deutz 05 empfängt den SC Brühl im Duell der Gegensätze. Während Deutz nach dem 2:2 gegen Jan Wellem drei Zähler braucht, um den knappen Vorsprung auf Schönenbach zu wahren, ist das Kapitel Bezirksliga für Brühl bereits abgeschlossen.
Trotz der deutlichen Tabellensituation warnt Deutz-Coach Hannes Diekamp davor, die Partie als Selbstläufer abzutun. Zu oft stolperte der Favorit in dieser Saison bereits über Kellerkinder. Für Brühl geht es hingegen primär darum, die Moral der jungen Truppe zu schützen und sich achtbar aus der Liga zu verabschieden.
Deutz-Trainer Hannes Diekamp mahnt zur vollen Konzentration. Er erinnert an die Punktverluste gegen Teams wie Ford Niehl oder den TFC, um jegliche Überheblichkeit im Keim zu ersticken.
„Auf dem Papier ist das gefühlt ein Spiel, das man eigentlich nur verlieren kann. Wenn man sich jedoch anschaut, dass wir gegen Ford Niehl und den TFC – die ebenfalls unten drin standen oder stehen – Punkte haben liegen lassen, wird deutlich: Wir müssen diese Partie mit hundertprozentiger Konzentration und Intensität angehen. Nur dann werden wir die drei Punkte bei uns behalten. Sollten wir das nicht tun, kann es wieder ein sehr ungemütlicher Sonntag werden. Ich bin allerdings sehr guter Dinge, dass wir aus den anderen Spielen gelernt haben und die richtige Einstellung mitbringen, um am Sonntag die drei Punkte mitzunehmen.“
Brühls Trainer Taner Durdu geht mit einer bewundernswerten Offenheit in das Duell. Er sieht die Realität klar und fokussiert sich bereits auf die Zeit nach dem Abstieg, während er versucht, seine Spieler vor einem weiteren Debakel wie gegen die Rheindörfer (1:7) zu bewahren.
„Das wird eine extrem harte Aufgabe für uns, bei der es eigentlich nicht viel zu sagen gibt: Deutz steht auf Platz eins, wir auf Platz 16. Unser Ziel muss es sein, das Ergebnis moralisch so lange wie möglich offen zu halten und hinten die Null zu verteidigen. Vielleicht werden wir unterschätzt oder Deutz agiert etwas überheblich. Entscheidend ist für uns vor allem, dass wir mental stabil bleiben und nicht komplett untergehen, da zu viele hohe Niederlagen fatal für die Moral und die persönliche Entwicklung unserer jungen Spieler sind. Aktuell können wir unser maximales Level über 60 bis 70 Minuten abrufen, mehr ist momentan einfach nicht drin. Wir planen daher bereits fest für die nächste Saison in der Kreisliga A. Für den Neuaufbau im nächsten Jahr ist klar, dass wir einige neue Spieler benötigen.“
Top-Spiel-Wochen für den SSV Jan Wellem! Nach dem 2:2 gegen Spitzenreiter Deutz 05 wartet am 23. Spieltag direkt der nächste Kracher: Die Reise führt zur DJK Südwest Köln. Für beide Teams ist die Marschroute klar: Verlieren verboten, wenn man im Aufstiegsrennen nicht abreißen lassen will. Besonders Südwest steht nach der schmerzhaften 1:5-Abreibung in Frielingsdorf unter Beobachtung – war es nur ein Ausrutscher oder steckt Sand im Kölner Getriebe?
Das Hinspiel endete mit einem Sechs-Tore-Remis, was für den Sonntag erneut ein offensives Highlight verspricht. Jan Wellem schielt mit einem Sieg darauf, den Rückstand auf die DJK auf zwei Zähler zu verkürzen.
DJK-Coach Daniel Errens hat die Pleite vom letzten Wochenende schnell zu den Akten gelegt. Er sieht das Duell gegen Jan Wellem als perfekten Gradmesser, um die „DJK-Energie“ wieder zu entfachen. „Wir haben die Partie in Friedlingsdorf mittlerweile aufgearbeitet und abgehakt. Wir schauen bewusst nach vorne und lassen uns nicht aus der Bahn werfen, denn in dieser Phase ist es entscheidend, einen kühlen Kopf zu bewahren und an die eigene Stärke zu glauben", so Errens, der hinzufügt: "Jan Wellem ist für mich eines der absoluten Top-Teams der Liga, vielleicht sogar das beste, auch wenn sie tabellarisch noch nicht dort stehen, wo sie hinwollen. Sie haben in der Rückrunde viele Punkte gutgemacht. Wir wissen, dass wir sowohl defensiv als auch offensiv eine Top-Leistung abrufen müssen, um sie in Schach zu halten. Wir freuen uns auf diese Phase der Saison, für die wir monatelang hart gearbeitet haben. Es geht jetzt um die Wurst, und wir wollen dieses Spiel genießen – aber mit dem notwendigen Engagement und der Intensität.“
Auf der Gegenseite sieht David Gsella seine Mannschaft auf dem richtigen Weg. Trotz der mageren Punkteausbeute aus den letzten beiden Spielen stimmt ihn die Leistung gegen den Tabellenführer optimistisch für den Auswärtstrip nach Köln.
„Aus den letzten beiden Partien haben wir leider nur einen Punkt geholt, wobei man sagen muss: Gegen Deutz hat die Leistung wirklich gestimmt. Besonders die zweite Halbzeit war gut, und genau dort müssen wir am Sonntag anknüpfen. Wir müssen von Beginn an den Willen abrufen, dieses Spiel unbedingt gewinnen zu wollen. Wir fahren mit dem klaren Ziel dorthin, drei Punkte mitzunehmen. Uns ist bewusst, dass uns ein sehr guter Gegner erwartet, der nach der 1:5-Niederlage am letzten Wochenende vor eigenem Publikum auf Wiedergutmachung aus sein wird. Davor müssen wir gewarnt sein. Wie so oft wird der eine oder andere fehlen – Hendrik Lohmar fällt definitiv aus. Nichtsdestotrotz werden wir am Sonntag eine Top-Elf auf dem Platz haben.“
Nach dem beeindruckenden 5:1 gegen die DJK Südwest Köln hat der SV Frielingsdorf Blut geleckt. Am kommenden Spieltag wartet mit dem SV Schönenbach direkt der nächste dicke Brocken. Während Schönenbach das torlosen Remis gegen den Türkischen FC Köln sofort vergessen machen will, reist Frielingsdorf mit der breiten Brust an.
Frielingsdorfs Trainer Andreas Dreiner sieht seine Mannschaft nach der Gala am vergangenen Sonntag in einer hervorragenden psychologischen Verfassung. Er setzt darauf, dass sein Team den Respekt vor großen Namen endgültig abgelegt hat.
„Wir fahren mit einem guten Gefühl zu einem Top-Team. Auch wenn das Hinspiel verloren ging, haben wir damals schon gezeigt das wir eine gute Rolle gegen Schönnenbach spielen können. Das wollen wir auch im Sonntag bestätigen. Wir wollen mit dem gleichen Mut und mit der gleichen Einstellung wie gegen Südwest agieren und mitspielen. Wenn uns das gelingt, können wir auch gegen den nächsten grossen Brocken was holen“, so Dreiner gegenüber FuPa.
Für den SV Schönenbach steht viel auf dem Spiel. Punktgleich mit Tabellenführer Deutz darf sich das Team keine weiteren Punktverluste erlauben, wenn der Traum vom Titel nicht platzen soll. Das 0:0 gegen den TFC war eine Warnung: Will man als Sieger vom Platz gehen, muss man die sich bietenden Chancen konsequenter nutzen als zuletzt.