
Fast wie bei Olympia sind die Walking Wonders jetzt in das Stadion beim Mallorca Football Tournament in Santa Ponca eingelaufen – und olympisch sahen die elf mitgereisten Geh-Fußballspielerinnen der Fusseberg Kickers Helpenstein auch ihr Abschneiden bei ihrer ersten Teilnahme an dem internationalen Turnier – dabei sein ist alles!
„Wir haben an dem Samstag alle acht Gruppenspiele hintereinander absolviert und standen schon um 7 Uhr auf dem Platz“, erzählt Gründungsmitglied Susanne Schlagmann-Titze von dem intensiven Wochenende. Am Ende wurden die Debütantinnen zwar Letzter – mit einigen unentschiedenen Spielen und immerhin einem eigenen Tor sind die Sportlerinnen aber trotzdem mit dem Ergebnis zufrieden. „Wir haben unser Bestes gegeben und sehr viel Spielpraxis mitgenommen, aber die anderen Teams spielten einfach auf einem anderen Niveau,“ so Susanne Baumann, ein Walking Wonder der ersten Stunde. Die Mannschaften aus Frankreich, Polen, den Faröer-Inseln oder Großbritannien waren durchgehend gut aufgestellt, durchschnittlich deutlich jünger und kamen teilweise vom Fußball.
„Wir spielen erst seit einem Jahr, und tatsächlich war das erste Spiel dort unser allererstes Spiel gegen eine Frauenmannschaft“, erklärt Anja Zander-Ervenich. Dass sie bei ihrer Premiere dennoch nicht „gnadenlos untergegangen sind“ macht auch Trainer Markus Vidahl stolz: „Die Damen waren sehr nervös beim ersten Spiel, sodass sie gleich unglücklich gegen den späteren Turniersieger 0:5 verloren haben. Danach haben sie sich aber in jedem Spiel gesteigert.“
Begleitet wurden die Damen von der Walking-Football-Herrenmannschaft der Fusseberg Kickers. „Wir haben als Gruppensieger in einer Achtergruppe abgeschlossen und mussten uns erst in der KO-Runde im Viertelfinale ein Team aus Polen geschlagen geben“, berichtet Co-Trainer Winfried Titze.
Mitgenommen haben die weiblichen Wonders auf jeden Fall viel Motivation für das zukünftige Training: „Hinten haben wir schon ganz gut gestanden und immerhin dreimal ‚nur‘ zu eins verloren,“ analysiert Schlagmann-Titze. Es fehle aber noch ein bisschen „die Power, um nach vorne durchzubrechen“. Ihre pinken Trikots, mit denen die Mannschaft die Stiftung Brustkrebs Deutschland unterstützt und sich für die Bekämpfung und Prävention der Erkrankung einsetzt, seien sehr gut angekommen.
Nach dem Turnier ist vor dem Turnier. Und so wollen die Frauen, die das erste rein weibliche Team im Walking Football im Fußballverband Niederrhein (FVN) sind, im nächsten Jahr in Santa Ponca wieder angreifen. „Es ist noch viel Luft nach oben, aber unserer Stimmung hat das keinen Abbruch getan“, so Sonja Holzschneider. Mit einigen Touren über die spanische Insel und dem Anfeuern beim Endspiel der Frauen habe man „ohne Ende Spaß“ gehabt und ist nun bereit, mit dem Training wieder voll durchzustarten.