
Der FC Deisenhofen unterliegt dem Bayernliga-Spitzenreiter FC Pipinsried deutlich mit 1:5. Bis zur 27. Minute hielt das Heimteam gut mit – dann folgten ein Distanzschuss, zwei Abwehrfehler und ein weiteres Gegentor nach einem Abschlag.
Zunächst sah es nach einem Duell auf Augenhöhe aus, doch am Ende unterlag der FC Deisenhofen dem Bayernliga-Spitzenreiter FC Pipinsried mit 1:5 (0:1) deutlich – zu deutlich, wie FCD-Coach Andreas Pummer fand: „Vom Spiel her ist das Ergebnis zu hoch. Aber heute hat die Mannschaft gewonnen, die besser verteidigt hat.“
Es hätte auch anders laufen können. So forderten die Deisenhofner in der dritten Minute Elfmeter. „Der Verteidiger trifft Tobias Seidl beim Abschluss am Fuß“, schilderte Pummer die Situation aus seiner Sicht. Mit dem Start konnte er dennoch zufrieden sein. Die lange Zeit gefährlichste Aktion zeigte sein Team, doch Pipinsrieds Keeper Enrique Bösl parierte Noah Semmlers Direktschuss nach Zusammenspiel mit Georg Jungkunz (12.). „Wir waren bis zur 27. Minute sehr gut im Spiel, der Ball ist gut gelaufen“, lobte Pummer seine Mannschaft, die dann aber aus dem Nichts einen Treffer fing: Jaroud Kanze fasste sich aus der Distanz ein Herz, der Ball drehte sich immer weiter nach außen und schlug letztlich unerreichbar für FCD-Torwart Maximilian Obermeier ein. Mit der Führung im Rücken wirkte Pipinsried abgeklärt, bis auf eine Szene, als Keeper Bösl eine Flanke verfehlte, Salvatore Cavaleri aus spitzem Winkel aber nicht druckvoll genug aufs leere Tor köpfte, ein Verteidiger konnte zur Ecke klären (41.).
Gleich nach dem Wechsel legte Semmler für Jungkunz auf, der zog aus 18 Metern flach und platziert ab, doch Bösl parierte (49.). Pummer forderte aber schon kurz nach der guten Aktion: „Körpersprache!“ Tatsächlich wirkten die Gäste nun entschlossener, und dann bekamen sie auch noch Schützenhilfe: Tobias Nickl hatte einen gefährlichen Konter gut abgelaufen, spielte zurück zu Obermeier, der aber einen Tick zu lang zögerte und den Ball an Matthias Roithmayr verlor. Der legte auf für Nenad Petkovic. Dieser scheiterte im ersten Anlauf aus kürzester Distanz noch am sich entgegenwerfenden Nickl, sein Nachschuss aber saß (54.). Kurz darauf köpfte der aus dem Hintergrund heranrauschende Sebastian Keßler eine Flanke von Patrick Weihrauch ungehindert zum 0:3 ein (57.). „Wir haben uns für die zweite Halbzeit viel vorgenommen und machen dann zwei Geschenke. Das ist defensiv nicht Bayernliga tauglich, wie leicht wir die Gegentore kriegen“, ärgerte sich Pummer.
Seine Truppe steckte aber nicht auf: Der gut freigespielte Lukas Kretzschmar scheiterte an Bösl (69.), Jungkunz schoss nach schönem Solo Kretzschmar oder vielleicht auch FCP-Kapitän Benedikt Lobenhofer an, der Ball landete jedenfalls zum 1:3 im Netz (70.), Kretzschmar prüfte Bösl per Kopf (75.). Doch Kanze machte alle Hoffnungen auf eine erfolgreiche Aufholjagd zunichte (81.). „Auch wenn es ein guter Schuss war: Ein Abschlag vom Torwart wird verlängert und er steht frei,“ missfiel Pummer auch beim 1:4 das Abwehrverhalten. Die Blauhemden hatten weitere Chancen zu verkürzen, doch das letzte Tor erzielte wieder Pipinsried durch Alexander Seifert (90.+2). „Wir müssen aus unseren Fehlern lernen“, lautete Pummers Fazit. (um)
FC Deisenhofen - FC Pipinsried 1:5 (0:1) FC Deisenhofen: Obermeier - Jungkunz, Nickl, Groß, Vollmer, Gkasimpagiazov, Köber (63. Jung), Semmler (88. Weber), Seidl (70. Jost), Kretzschmar, Cavaleri (56. Schemat). Tor: 0:1 Kanze (27.), 0:2 Petkovic (53.), 0:3 Keßler (57.), 1:3 Kretzschmar (70.), 1:4 Kanze (81.), 1:5 Seifert (90.+2).