
Sauer war Julian Stöhr, Trainer des KFC Uerdingen, nach der mitunter indisponierten Leistung seiner Mannschaft am Sonntag in Büderich nicht. Enttäuschung trifft es eher – und das ist eigentlich noch schlimmer. Es sei gut, dass nur wenige Tage nach dieser ersten Niederlage der Ball schon wieder rollt. Am Mittwochabend empfängt der KFC den SV Biemenhorst in der zweiten Runde des Niederrheinpokals in der Grotenburg. Anpfiff ist um 20 Uhr.
Von der positiven Atmosphäre, die nach dem 6:1-Erfolg über den SV Biemenhorst vor knapp zwei Wochen rund um die Grotenburg herrschte, ist nicht mehr viel übrig. So geht der KFC Uerdingen deutlich angeschlagen in das Pokalspiel – und das nicht nur im übertragenen Sinne nach der Pleite gegen Büderich, sondern auch wortwörtlich. Im Vorfeld des Spiels hatte Trainer Julian Stöhr erklärt, dass gleich mehrere Spieler leichte Verletzungen mit sich herumtragen und dementsprechend auch am Mittwochabend nicht zur Verfügung stehen werden.
So muss der KFC Uerdingen die abgesprochene Torwartrochade vorziehen, denn Rafael Hester wird definitiv ausfallen. Für ihn wird Jonas Holzum zwischen die Pfosten zurückkehren, der auch beim 6:1 in der Liga gegen Biemenhorst im Tor stand. „Es ist mehr eine Vorsichtsmaßnahme“, betont Stöhr mit Verweis darauf, dass Hester seinen Körper sehr gut kenne und man lieber kein Risiko eingehen möchte, um einen längeren Ausfall zu verhindern. Auch Maximilian Dimitrijevski wird am Mittwochabend fehlen, er musste schon in Büderich in der ersten Halbzeit angeschlagen raus und konnte seitdem nicht trainieren.
Fragezeichen in Richtung Startelf gibt es auch bei Publikumsliebling Alexander Lipinski. Er habe bereits in den vergangenen Tagen im Schongang trainieren müssen, stand dann in Büderich aber über 90 Minuten auf dem Platz. Gut möglich, dass Lipinski von der Bank kommen wird. Dort wird möglicherweise auch Anthony Oscasindas Platz nehmen müssen. Er konnte in den ersten Einheiten nach dem Büderich-Spiel nicht trainieren.
Auch ohne die verletzungsbedingten Ausfälle, so berichtet es Stöhr, habe er mit dem Trainerteam schon vor dem Spiel in Büderich entschieden, auf mehreren Positionen Wechsel vornehmen zu wollen. „Das haben sich die Jungs, die zuletzt nicht so viel gespielt haben, auch verdient“, sagt der Coach. Sie haben nun auch unter Wettkampfbedingungen die Möglichkeit, sich zu zeigen und für weitere Spiele zu empfehlen.
In Sachen Qualität erwartet der Coach keine Einbußen. Das Vertrauen in den breiten Kader sei groß – ebenso die Motivation. Manche wollen etwas aus dem Büderich-Spiel wieder gutmachen, andere sich für weitere Einsätze in den Fokus spielen.