2026-03-31T13:53:34.397Z

Spielbericht

Gegen alle Widerstände – HSV siegt im Spitzenspiel

von Hambacher Spielverein 1919 e.V. · Heute, 17:18 Uhr · 0 Leser
Freuen sich über den Dreier beim engsten Verfolger: Die Spieler des HSV
Freuen sich über den Dreier beim engsten Verfolger: Die Spieler des HSV – Foto: Hambacher Spielverein

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Mit einem 3:2- Auswärtserfolg kehrt der „kleine HSV“ aus Hambach aus Nord-Düren zurück und wehrt damit den direkten Angriff des engsten Verfolgers, der SG Türkischer SV Düren II, nahezu mit dem Schlusspfiff ab.

„Wir hatten heute mit vielen Widrigkeiten zu kämpfen. Viele Unterbrechungen, Diskussionen ohne Ende und fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen auf beiden Seiten“ räumte HSV-Trainer Chris Böhme einen nervenaufreibenden Sonntagmittag ein, der von einer durchgehend aufgeheizten Atmosphäre begleitet wurde.

Sportlich erwischte der HSV einen gelungenen Start mit einem verheißungsvollen Beginn: „Wirklich schöne Spielzüge haben wir da gezeigt“ konnte Böhme der ersten Spielphase seiner Mannschaft viel Positives abgewinnen. Alfred Al Dawalibi setzte sich an der Eckfahne gegen mehrere TSV-Verteidiger durch und fand mit seinem gefühlvollen Chip-Ball am langen Pfosten den eingelaufenen Krupp, der nur noch die Fußspitze zur Führung hinhalten musste.

Nicht wenige hatten aber bereits Al Dawalibis Flanke im Netz zappeln sehen und damit auch den Vorbereiter als Torschützen erkannt – jedenfalls war der Treffer von heftigen Protesten begleitet, da die Heimelf lautstark eine (zumindest aus HSV-Sicht nicht nachvollziehbare) Abseitsstellung erkannt haben wollte.

Die verbale Vehemenz sollte sich aber wenig später doch noch zu Ungunsten des Tabellenführers verfangen. Erneut initiierten die Blau-Weißen über den starken Radtke eine wunderschöne Verlagerung, die der aufgerückte Mülheims mit einem Flankenlauf bis zur Grundlinie fortsetzte. Die Verwertung der anschließenden wohl temperierten Hereingabe stellte dann für den eingelaufenen Leon Schlößer keine große Aufgabe mehr dar (20.).

Inmitten der großen Jubeltraube mischte sich aber dann der Unparteiische mit einer komplett kuriosen Abseitsentscheidung, die wohl eher seinen Ursprung in den vorangegangenen Diskussionen zum Hambacher Führungstreffer hatte und somit in die Kategorie „Konzessionsentscheidung“ fiel. Verstehen konnte es niemand.

Mit dieser Entscheidung kam aber etwas Sand ins HSV-Getriebe. Nach dem einen oder anderen Abschlussversuch der TSV-Reserve war es dann in der Folge Y. Karabulut, der kurz vor dem Pausenpfiff nach einer Ecke aus dem Gewühl heraus zum 1:1 – Pausenstand traf.

Nach dem Seitenwechsel bestimmten viele Unterbrechungen den Spielverlauf. Der Unparteiische hatte alle Hände voll zu tun, in der nun jetzt deutlich an Fahrtwind aufgenommenen Partie die Übersicht zu behalten – dies leider nicht immer zur Zufriedenheit beider Mannschaften und Fan-Lager.

Insgesamt blieb der HSV aber am Drücker und war auch die deutlich aktivere sowie beweglichere Mannschaft. Mit den Einwechslungen von A. Görres, T. Strüver und M. Attardo brachte der Spitzenreiter frischen Wind in die Partie. So war es letztgenannter der in der heißen Spielphase eine schöne Einzelaktion mit einem strammen Abschluss in die lange Ecke abschloss (83.).

Gefühlt die Entscheidung – dachte man zumindest. Die Heimelf, die zuvor bereits über viele Standardsituationen immer wieder für große Alarmstimmung im HSV-Sechszehner sorgen konnte, schaltete nach einem in der Luft gewonnen Hambacher Torabstoß schnell um, sodass E. Pljakic nach einem tiefen Pass prompt zum 2:2 – Ausgleich traf (86.).

Der Schock war aber schnell verdaut: Timo Strüver würde über die Außenbahn schön in Szene gesetzt und drang in den Sechszehner ein- seine Hereingabe wurde aber von einem klaren Handspiel unterbunden. Der fällige Pfiff blieb allerdings zunächst aus.

Mit der Schlussaktion zeigte der Referee aber dann doch noch auf den Punkt und traf so vermutlich erneut eine Konzessionsentscheidung. Andreas Görres wurde nach Zuspiel im Sechszehner in einer undurchsichtigen Situation zu Fall gebracht – Foulelfmeter.

Der eingewechselte Strüver ließ sich vom Punkt und somit in seiner Königsdisziplin nicht lange bitten und versenkte die Kugel zum 3:2 – Spielendstand abschließend im Netz (93.).