
Der FC Fetih-Kisdorf hat im Kellerduell der Landesliga Holstein gegen den FC Dornbreite Lübeck ein 1:1 erkämpft – und doch überwog nach Abpfiff die Enttäuschung. Vor 73 Zuschauern entwickelte sich ein Spiel, das früh Fahrt aufnahm, aber in der Folge viele Antworten schuldig blieb.
Dabei begann die Partie aus Sicht der Gastgeber optimal: Bereits in der 11. Minute brachte Lennart Iven Hoee sein Team in Führung. Doch die Freude währte nur kurz – nur zwei Minuten später glich Jano Göllner für die Gäste aus (13.). Zwei Nadelstiche, die zugleich den gesamten Spielverlauf vorwegnahmen: viel Bemühen, wenig Ertrag.
Trainer Nico Brehm sah dennoch viele positive Ansätze bei seiner Mannschaft, haderte aber mit der fehlenden Konsequenz: „Das war eine ansprechende Leistung, mit der wir Trainer zufrieden sind. Wir haben unseren Ballbesitz sauber bis ins letzte Drittel ausgespielt, auch wenn die Automatismen dort noch nicht sauber genug greifen.“
Gerade im letzten Drittel fehlte die letzte Präzision – ein Problem, das sich durch die gesamte Partie zog. Entsprechend fiel auch das Fazit des Trainers aus: „Dennoch wäre mehr als ein Punkt möglich gewesen. Am Ende fühlt es sich eher nach zwei verlorenen als nach einem gewonnenen Punkt an.“ Mit Blick auf die kommende Aufgabe gegen Eichede richtet Brehm den Fokus bereits nach vorne: „In der kommenden Woche geht es gegen Eichede – da wollen wir es besser machen.“
Auf der anderen Seite zeigte sich auch der FC Dornbreite Lübeck nicht wirklich zufrieden. Trainer Sascha Strehlau ordnete das Spiel nüchtern ein und sprach von einer Partie ohne große Höhepunkte: „Moin. In einem Spiel auf mäßigem Landesliga-Niveau trennen wir uns friedlich 1:1.“
Zwar attestierte er seiner Mannschaft die richtige Einstellung, doch auch hier fehlte die entscheidende Durchschlagskraft: „Einstellung stimmte bei uns, es fehlte der letzte Pass um uns auf die Siegerstraße zu bringen.“ Und auch das nötige Spielglück war nicht immer auf Seiten der Gäste – im Gegenteil: „Auf der anderen Seite hatten wir auch Glück.“
So bleibt für beide Teams ein Punkt, der in der Tabelle nur bedingt weiterhilft. Während Dornbreite im gesicherten Mittelfeld verharrt, bleibt Kisdorf weiter tief im Tabellenkeller. Strehlaus Blick richtet sich daher bereits auf die nächste Chance: „Nun heißt es Mund abwischen, Dienstag geht es weiter und da haben wir die nächste Chance endlich einen Sieg zu holen.“
FC Fetih-Kisdorf – FC Dornbreite Lübeck 1:1
FC Fetih-Kisdorf: Lion Samuel Falk, Ben Dreger, Lars Höche, Luis Hinzmann, Lasse Drews, Marco Möller, Mustafa Dikdere (78. Robin Behrens), Michael Brehm, Jonas Rübner (73. Konstantin Korella), Lennart Iven Hoee, Julius Schult - Trainer: Nico Brehm
FC Dornbreite Lübeck: Nico Heyden, Leon Will (78. Ben Komla Afelete Galley), Simon Leu, Fynn Auschra, Janis Hansen, Gianluca Jay Messina, Marc Hinze (86. Marijan Lalic), Jeremy-Colin Micah Emmanuel Adeoye, Jano Göllner (90. Sverre Joel Wilke), Pleurat Bajgora, Tyler Stadler (67. Volodymyr Pryiomov) - Trainer: Kevin Wölk
Schiedsrichter: Sebastian Marx - Zuschauer: 73
Tore: 1:0 Lennart Iven Hoee (11.), 1:1 Jano Göllner (13.)