2026-03-05T07:49:35.839Z

Allgemeines

„Gefühlt war für uns mehr drin als der eine Punkt“: Remis zwischen Bad Tölz und Königsdorf

SV Bad Tölz und TSV Königsdorf trennen sich 1:1 Unentschieden

von Patrick Staar · 06.05.2024, 15:24 Uhr · 0 Leser
Eiskalt vor dem Königsdorfer Keeper: Der Tölzer Klaus Siebenäuger (li.) überwindet TSV-Torhüter Kilian Haltmair zum 1:0.
Eiskalt vor dem Königsdorfer Keeper: Der Tölzer Klaus Siebenäuger (li.) überwindet TSV-Torhüter Kilian Haltmair zum 1:0. – Foto: Patrick Staar

Der SV Bad Tölz und TSV Königsdorf trennen sich 1:1-Unentschieden. Ein umstrittener Pfiff bringt die Punkteteilung.

TSV Königsdorf - SV Bad Tölz 1:1 (0:1) – Ein fußballerischer Leckerbissen war es nicht, was das TSV-Königsdorf und der SV Bad Tölz gestern Nachmittag zeigten. Die Partie war 90 Minuten lang geprägt von Zweikämpfen, Torchancen waren Mangelware. „Gefühlt war für uns mehr drin als der eine Punkt“, kommentiert TSV-Trainer Markus Baki.

Sein Team habe eigentlich auf Konter spielen und Freistöße verhindern wollen, erläutert Muck Riedmüller, der seinen Vater als SV-Trainer vertrat. „Leider sind wir nicht richtig in die Räume reingekommen und konnten uns wenig raus spielen.“ Nur ein einziges Mal schafften es die Tölzer, die Königsdorfer Abwehr zu knacken: Simon Essendorfer spielte einen Steilpass zu Klaus Siebenäuger, der den Alleingang eiskalt zum 1:0 abschloss (10.). Danach neutralisierten sich die beiden Teams.

Freistoß aus 25 Metern bringt den Ausgleich

Zum Ausgleich führte eine umstrittene Szene: Hüseyin Kocyigit leistete sich etwa 25 Meter vor dem Tor ein Foulspiel. Gesten- und wortreich beteuerte Kocyigit seine Unschuld, doch Schiedsrichter Tobias Barth ließ sich nicht erweichen. So schlug Markus Schlickenrieder einen Freistoß in den Tölzer Strafraum, und Paul Schlott lenkte den Ball zum 1:1-Ausgleich ins Tor (53.). Riedmüller wollte dem Schiedsrichter keinen Vorwurf machen: „Seine Linie war eher kleinlich, da kann er das schon pfeifen. Der Schiedsrichter hat trotzdem einen guten Job gemacht.“ Auch insgesamt war Riedmüller mit dem Spiel zufrieden: „Wir waren gut im Spiel und gut in den Zweikämpfen. Wir können mit dem Punkt zufrieden sein.“ Dass kein Gegentreffer fiel, sei maßgeblich das Verdienst von Verteidiger Lukas Hintermeier gewesen: „Über rechts ist bei Königsdorf wenig gegangen, er hat einen richtig guten Job gemacht.“

Martin Baki sah sein Team spielbestimmend: „Wir waren oft im letzten Drittel, aber wir haben dann oft die falschen Entscheidungen getroffen oder der letzte oder vorletzte Kontakt war unsauber. So haben wir manche Torchance schon in der Entstehung liegen lassen – aber wer weiß, für was der Punkt noch gut ist.“

Warngauer drehen gegen Höhenrain spät das Spiel

Lange Zeit sahen die Höhenrainer wie die sicheren Sieger aus, doch in der Schlussphase verspielten sie den verdienten Erfolg und verloren mit 1:2. „Das waren die einzigen beiden Warngauer Chancen aus dem Spiel heraus“, ärgert sich der Höhenrainer Trainer Klaus Heller.

Sein Team sei hervorragend ins Spiel gekommen, und nach zehn Minuten spitzelte Simon Oberrieder eine Flanke zur 1:0-Führung ins Netz. Danach vergab Lukas Reinhart eine Riesenchance zum 2:0, als er völlig freistehend den Warngauer Torhüter anschoss. Die Gastgeber kamen nur durch Eckbälle und Freistöße zu Torchancen. Nach dem Seitenwechsel begann der FSV wieder stark, erarbeitete sich Torchancen, die beste vergab Adrian Lech.

„Danach haben fußballerisch nachgelassen, waren zu passiv und hatten nicht mehr viel Ballbesitzphasen“, stellte Heller fest. Er mutmaßte: „Vielleicht sind die Kräfte geschwunden.“ Da die Abwehr sicher stand, brannte bis zur 83. Minute nichts an. Dann gelang Warngaus Andi Scheuck durch einen satten Schuss der Ausgleich. „Eine super Aktion“, sagte Heller. Und dann gelang dem eingewechselten Felix Höger auch noch das 2:1, obwohl er von zwei Höhenrainern bedrängt wurde.

Spielgemeinschaft mit Aufholjagd in der 2. Halbzeit

Hochzufrieden“ war SG-Trainer Massimo Foraterra nach dem Sieg seiner Mannschaft beim ASC Geretsried. Deren Trainer Cem Acikbas stufte es als „bittere Niederlage“ ein, vor allem aufgrund der guten ersten Halbzeit. Da war die ASC-Welt noch in bester Ordnung: „Wir haben gut Druck gemacht und wenig zugelassen,“ sagt Acikbas über den Auftritt seiner Elf. Foraterra sah sowohl Licht als auch Schatten bei seiner Elf. „Die ersten 20 Minuten waren gut, danach haben wir es laufen lassen,“ sagt der Übungsleiter.

Folgerichtig ging dann der ASC kurz vor der Pause durch einen Freistoß von Phil Malzacher in Führung (43.). „Das war ein bisschen blöd“ , findet Foraterra. Nach dem Seitenwechsel drückten die Zeller wieder mehr auf das Gas und konnten alsbald den Ausgleich erzielen: Florian Pertold nahm aus gut 35 Metern Maß und setzte den Ball direkt unter den Querbalken (51.). „Danach war es ein offenes Spiel,“ befand ASC-Trainer Acikbas, denn beide Parteien hatten Chancen auf die erneute Führung. Die gelang dann den Gästen, nachdem der ASC ihnen durch einen Fehler im Spielaufbau den Ball vor die Füße spielte – der eingewechselte Johannes Kanzler vollstreckte (83.). Die Geretsrieder machten nun komplett auf, das Risiko zahlte sich jedoch nicht aus. Stattdessen traf Torhüter Kevin Rehmann bei einem Zeller Konter seinen Gegenspieler im Strafraum am Fuß, somit gab es Strafstoß. Den parierte Rehmann zwar, den Abpraller versenkte aber Michael Müller zum 3:1-Endstand (90.) für die Gäste. (cga/pr)