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"Gefeiert wurde sehr viel – eigentlich bis Dienstag noch"

FuPa stellt Meister vor: Die SG Gäufelden feiert die Meisterschaft in der Kreisliga B6 Stuttgart/Böblingen und teigt in die Kreisliga A auf.

von red · 11.06.2026, 07:30 Uhr · 0 Leser
– Foto: SG Gäufelden

Die Saison in der Kreisliga B6 Stuttgart/Böblingen ist beendet und die SG Gäufelden steht an der Tabellenspitze. Mit 54 Punkten sicherte sich das Team die Meisterschaft und den Aufstieg in die Kreisliga A vor den Sportfreunden Kayh. SG-Spielertrainer Pascal Buyer zieht eine emotionale, aber sachliche Bilanz über einen besonderen Reifeprozess, den großen Zusammenhalt und die kommenden Pläne für die Saison 2026/2027.

Ein hauchdünner Vorsprung an der Tabellenspitze

Die Zahlen der abgeschlossenen Saison dokumentieren ein denkbar knappes Rennen an der Spitze. Nach 22 Spieltagen beendet die SG Gäufelden die Spielzeit auf dem ersten Platz. Die Bilanz von 17 Siegen, drei Unentschieden und zwei Niederlagen sowie ein Torverhältnis von 88:28 brachten dem Team letztlich 54 Punkte ein.

Nur einen Zähler dahinter folgen die Sportfreunde Kayh, die nach 22 Spielen auf 16 Siege, fünf Unentschieden und eine Niederlage bei einem Torverhältnis von 64:21 und 53 Punkten kommen. Dieser minimale Unterschied entschied über den direkten Aufstieg in die Kreisliga.

Ausgiebige Feierlichkeiten nach einer unerwarteten Wende

Der Erfolg löste im Lager des Meisters großen Jubel aus. „Gefeiert wurde sehr viel – eigentlich bis Dienstag noch“, beschreibt Pascal Buyer gegenüber FuPa die ausgelassene Stimmung im Team. Am Dienstag kam die Mannschaft noch zu einer besonderen Zusammenkunft zusammen. „Wir hatten noch eine kleine ‚Trainingseinheit‘, wenn man das überhaupt noch Training nennen kann. Da waren wir fast nochmal vollzählig zusammen und konnten gemeinsam reflektieren, dass wir das Ding tatsächlich geholt haben. Das war schon ein ganz besonderer Moment für uns alle.“

Dabei kam der finale Sprung auf Platz eins durchaus überraschend, da das Team bereits mit der Relegation geplant hatte. Pascal Buyer gibt offen zu: „Wenn ich ehrlich bin, haben wir nicht wirklich damit gerechnet. Die Termine für die Relegation hatten wir eigentlich schon fest eingeplant. Dass theoretisch noch eine kleine Chance auf Platz eins bestand, war uns natürlich bewusst, aber dass Kayh dort tatsächlich noch Punkte liegen lässt, kam dann doch überraschend.“

Der Reifeprozess einer jungen Mannschaft als Schlüssel

Obwohl das Zustandekommen am Ende überraschte, stand das große Ziel von Anfang an fest. „Grundsätzlich war uns klar, dass im zweiten Jahr einiges an Arbeit auf uns zukommt. Wir haben eine sehr junge Mannschaft, die viele Erfahrungen erst sammeln musste. Trotzdem war unser Ziel von Anfang an, Meister zu werden, was wir auch in unserer Präsentation vor Saisonbeginn festgehalten haben!“, betont der Spielertrainer.

Den Ausschlag für den Erfolg gab letztlich die Entwicklung des Kaders während der Saison. Pascal Buyer erklärt: „Ausschlaggebend war definitiv der Reifeprozess, den die Mannschaft durchlaufen hat. Wir haben im Vergleich zur Vorsaison einen riesigen Schritt gemacht – sowohl spielerisch als auch als Team. Natürlich gab es immer noch Momente, in denen man gemerkt hat, dass wir eine junge Mannschaft sind, aber insgesamt sind wir deutlich reifer geworden und haben viele Situationen besser gelöst.“

Außergewöhnlicher Zusammenhalt und der richtige Mix

Als Stärke der Mannschaft stellte sich der interne Zusammenhalt heraus. Pascal Buyer untermauert dies mit einem konkreten Beispiel aus dem Saisonfinale: „Unsere größte Stärke ist ganz klar der Zusammenhalt. Das hat das gesamte Wochenende nochmal gezeigt. Wir waren beispielsweise auf der Hochzeit unseres Kapitäns Rico Lehrer mit rund 30 bis 35 Leuten vertreten und standen trotzdem am nächsten Tag wieder nahezu vollzählig beim Spiel auf dem Platz.“

Neben dem Teamgeist überzeugte die sportliche Zusammensetzung des Kaders. „Dazu kommt, dass wir eine junge, hungrige Mannschaft mit schnellen Spielern sind, gleichzeitig aber auch die nötige Erfahrung im Team haben“, so Pascal Buyer. Diese Struktur war von langer Hand geplant: „Genau diesen Mix aus Jung und Alt wollten Lukas und ich von Anfang an schaffen – und das ist uns wirklich gut gelungen.“

– Foto: SG Gäufelden

Wahrnehmung des Aufstiegsrechts und die verdiente Abschlussfahrt

Mit dem Titel ist der sportliche Aufstieg in die Kreisliga A verknüpft, und der Verein wird diesen Schritt auch konsequent gehen. Auf die Frage, ob das Aufstiegsrecht wahrgenommen wird, entgegnet Pascal Buyer kurz und entschlossen: „Ja, natürlich werden wir das Aufstiegsrecht wahrnehmen.“

Bevor die neue Liga wartet, soll der Erfolg jedoch noch gemeinsam zelebriert werden, auch wenn die Planungen durch die Ungewissheit der Relegation verzögert wurden. „Final geplant ist noch nichts, aber dass wir noch gemeinsam etwas machen werden, ist klar. Durch die mögliche Relegation war das Ganze natürlich schwierig zu organisieren. Die Mannschaft hat sich auf jeden Fall eine gemeinsame Abschlussfahrt verdient“, erklärt Pascal Buyer.

Kaderplanungen im Zeichen der Kontinuität

Hinter den Kulissen laufen bereits die Weichenstellungen für die Zukunft, wobei der Meister vor allem auf Konstanz und ein eingespieltes Gefüge setzt. „Bis auf den Abgang von Adriano bleibt der Kader aktuell komplett zusammen. Wir wollten uns bewusst nicht zu stark verändern. Zwei bis drei Spieler sind noch in Planung. Insgesamt wollen wir der eingeschworene Haufen bleiben, der wir in dieser Saison waren“, führt Pascal Buyer aus.

Das neue Saisonziel für die Spielzeit 2026/2027

Für die neue Saison 2026/2027 in der neuen Umgebung gibt der Spielertrainer eine realistische, aber fokussierte Richtung vor. Es gilt, den eingeschlagenen Weg fortzuführen, ohne dabei die Bodenhaftung zu verlieren. Pascal Buyer blickt voraus: „Unser Ziel wird es erstmal sein, uns in der Liga zu etablieren. Wir wollen weiterhin als Mannschaft wachsen, Erfahrungen sammeln und den Weg gemeinsam weitergehen.“