
Hannover 96 hat auch das zweite Testspiel im Trainingslager erfolgreich gestaltet. Gegen defensiv disziplinierte und tief stehende Duisburger setzte sich der Zweitligist mit 2:0 durch. Lange fehlte die Durchschlagskraft, doch in der Schlussphase belohnte sich das Team von Trainerstab mit zwei Treffern für eine dominante, kontrollierte Vorstellung.
Von Beginn an übernahm Hannover 96 die Spielkontrolle. Der Ball zirkulierte meist in der Hälfte des Drittligisten, der kompakt verteidigte und konsequent auf Umschaltmomente lauerte. Die erste große Gelegenheit hatte dennoch 96: Noel Aseko eroberte früh den Ball im Duisburger Aufbau, drang in den Strafraum ein, scheiterte aber am letzten Block von Alexander Hahn (6.).
Auch Daisuke Yokota prüfte MSV-Torwart Maximilian Braune früh, allerdings ohne größere Gefahr (11.). Trotz klarer Feldüberlegenheit blieb Hannover im letzten Drittel zu unpräzise. Der MSV verteidigte geschlossen, ließ kaum Lücken zu und kam selbst kurz vor der Pause zu seiner besten Chance: Nach einem Rückpass von Maximilian Dittgen zog Leon Müller aus rund 16 Metern ab, verfehlte das Tor aber knapp (40.). Mit einem torlosen Unentschieden ging es in die Halbzeit.
Nach dem Seitenwechsel intensivierte Hannover 96 das Offensivspiel. Zwei Eckbälle sorgten unmittelbar für Gefahr, doch sowohl Bastian Allgeier per Kopf als auch Virgil Ghita fanden ihren Meister im Duisburger Torhüter oder zielten zu zentral (47., 50.). Auch Duisburg meldete sich noch einmal an, als Christian Viet aus spitzem Winkel Nahuel Noll zur Parade zwang (52.).
Je länger die Partie dauerte, desto deutlicher wurde jedoch der spielerische Vorteil der Niedersachsen. Die Ballgewinne in der gegnerischen Hälfte häuften sich, die Abstände zwischen den Ketten wurden kleiner – der Druck wuchs.
Der verdiente Führungstreffer fiel schließlich in der 73. Minute. Alexander Vogel steckte den Ball präzise in die Tiefe, Benedikt Pichler blieb vor dem herauslaufenden Braune ruhig und schob überlegt zur Führung ein. Der Treffer wirkte befreiend. Hannover blieb dominant, Pichler vergab kurz darauf sogar die Chance auf das zweite Tor (84.).
Den Schlusspunkt setzte Kolja Oudenne: Nach einem starken Dribbling entlang der linken Grundlinie ließ er seinen Gegenspieler stehen und schob den Ball aus spitzem Winkel durch die Beine des Torhüters zum 2:0-Endstand (87.). Defensiv ließ 96 in der zweiten Hälfte kaum noch etwas zu und brachte den Sieg souverän über die Zeit.
Unterm Strich war es ein typisches Geduldsspiel gegen einen tiefstehenden Gegner. Hannover 96 steigerte nach der Pause Tempo und Präzision, erhöhte die Qualität der Torchancen und präsentierte sich defensiv stabil. Der zweite Sieg im Trainingslager bestätigt die positive Entwicklung – auch wenn die entscheidenden Lösungen erst spät gefunden wurden.