
Der VfL Osnabrück hat sein Heimspiel gegen den TSV Havelse verdient mit 2:0 gewonnen. Nach einer spielerisch überzeugenden, aber torlosen ersten Halbzeit belohnten sich die Lila-Weißen nach dem Seitenwechsel für ihren hohen Aufwand. Patrick Kammerbauer und Robin Meißner erzielten vor 14.037 Zuschauern an der Bremer Brücke die entscheidenden Treffer.
Cheftrainer Timo Schultz nahm im Vergleich zur Vorwoche vier Änderungen in der Anfangsformation vor. Theo Janotta, Tony Lesueur, Fridolin Wagner und Luc Ihorst rückten in die Startelf, während Frederik Christensen, Yigit Karademir und Julian Kania zunächst auf der Bank Platz nahmen. Den Kaderplatz des verletzten Bjarke Jacobsen füllte Bernd Riesselmann. Auf Seiten der Gäste veränderte Trainer Samir Ferchichi seine Startelf auf zwei Positionen.
Von Beginn an übernahm der VfL die Kontrolle und erspielte sich früh erste Abschlüsse. Kevin Wiethaup und Fridolin Wagner prüften TSV-Keeper Tom Opitz, der jedoch jeweils sicher parierte. Havelse zog sich weit zurück und setzte vor allem auf Standardsituationen, die für kurze Unruhe im Osnabrücker Strafraum sorgten, jedoch ohne nachhaltige Wirkung blieben.
Die größte Gelegenheit der ersten Hälfte hatte Luc Ihorst, als die Osnabrücker die hoch aufgerückten Gäste überspielten und der Angreifer allein auf das Tor zulief. Opitz reagierte jedoch aufmerksam und entschärfte die Situation (15.). Auch in der Folge erhöhte der VfL den Druck, insbesondere nach ruhenden Bällen. Theo Janotta und Lars Kehl kamen aussichtsreich zum Abschluss, doch der verdiente Führungstreffer blieb aus. So ging es trotz klarer Feldvorteile torlos in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel erwischten zunächst die Gäste den besseren Start. Lukas Jonsson musste nach einem Eckball aus kurzer Distanz eingreifen und hielt den VfL im Spiel. Anschließend fanden die Lila-Weißen jedoch schnell zurück zu ihrer spielerischen Linie und belohnten sich nach knapp einer Stunde.
Ausgangspunkt war ein präziser Diagonalball von Lars Kehl auf den zweiten Pfosten. Robin Meißner setzte sich im Kopfballduell durch und legte klug in den Rückraum ab, wo Patrick Kammerbauer den Ball direkt flach ins linke Eck zum 1:0 verwandelte (59.).
Mit der Führung im Rücken agierte der VfL nun noch souveräner. Defensiv ließ Osnabrück kaum noch etwas zu, offensiv blieb das Team zielstrebig. In der 78. Minute fiel die Vorentscheidung: Nach einem Ballgewinn schalteten die Lila-Weißen schnell um, Fridolin Wagner bediente Robin Meißner, der sich im Strafraum behauptete, seinen Gegenspieler ausspielte und den Ball unhaltbar ins rechte obere Eck schoss. Es war zugleich Meißners erster Treffer an der Bremer Brücke.
In der Schlussphase verwaltete der VfL den Vorsprung konzentriert. Den letzten Akzent setzte noch einmal Havelse, doch Jonsson parierte einen Freistoß in der Nachspielzeit stark und hielt die Null fest.
Mit dem verdienten 2:0-Heimsieg sammelt der VfL drei weitere Punkte und springt zumindest vorübergehend auf den zweiten Tabellenplatz. Am kommenden Samstag, den 14. Februar, wartet mit dem Auswärtsspiel beim F.C. Hansa Rostock das nächste Topspiel (Anpfiff: 14:00 Uhr).