
Sebastian Gebhart wechselt vom SV Heimstetten zum FC Schwaig und arbeitet für die Münchner Skillers Academy. Dort begleitet er Fußballer auf dem Weg an Colleges in den USA. Ein Interview.
Die Fußballer vom FC Schwaig basteln längst an der neuen Bayernliga-Saison. Ein spannender Neuzugang ist der 26-jährige Sebastian Gebhart. Wie berichtet, kommt er vom Ligakonkurrenten SV Heimstetten. Wir haben uns mit ihm auch über seinen beruflichen Werdegang unterhalten.
Sie arbeiten für die Münchner Skillers Academy. Was machen Sie dort?
Ich bin Standortleiter und Sales-Manager. Da wir ein Start-up sind, verschwimmen die Aufgabenbereiche oft ein wenig, was den Job so abwechslungsreich macht. Neben der Organisation von Camps und dem Sales-Bereich bin ich auch im Agency-Bereich tätig und begleite Fußballer auf dem Weg an Colleges in den USA. Die Academy verbindet Eliteförderung, Scouting, Entertainment. Wir bieten Fußballcamps, individuelles Training und fördern junge Spieler sowohl sportlich als auch persönlich. Gleichzeitig arbeiten wir mit Profivereinen zusammen und übernehmen Scouting-Aufgaben. Das Ganze verbinden wir stark mit Social Media.
Sie kommen ursprünglich aus Rosenheim.
Ich habe bei 1860 Rosenheim mit dem Fußball begonnen. Danach durfte ich im Nachwuchsleistungszentrum von 1860 München spielen und unter anderem in der U17- und U19-Bundesliga auflaufen sowie erste Erfahrungen im Profibereich sammeln.
Sie haben mit einem Fußballstipendium einige Jahre in den USA verbracht.
Darauf bin ich durch einen ehemaligen Mannschaftskollegen aufmerksam geworden, der diesen Weg selbst gegangen und heute auch bei Skillers tätig ist. Ich habe gesehen, dass es neben dem klassischen Weg im Profifußball in Deutschland auch einen sehr spannenden Plan B gibt, bei dem man Fußball und Ausbildung perfekt kombinieren kann. Die Zeit in den USA war für mich richtig cool und unglaublich prägend. Dort ist alles sehr professionell auf die Athleten abgestimmt. Ich konnte dort auch meinen Masterabschluss machen.
Wie unterscheidet sich der Fußball dort von dem in Deutschland?
Der Fußball dort ist deutlich physischer und intensiver. Das liegt auch an den Regeln, weil es unbegrenzte Wechsel gibt und häufig mit Netto-Spielzeit gespielt wird. Dadurch ist das Spiel oft länger und sehr intensiv.
Wie sind Sie auf den FCS aufmerksam geworden?
Tatsächlich bin ich über Spieler auf ihn aufmerksam geworden. Robert Rohrhirsch kenne ich noch aus der Zeit in Amerika, auch mit Tim Schels hatte ich bereits durch den Fußball in den USA Kontakt. Deshalb habe ich schon früh viel Gutes gehört. Am Ende hat Robert den Kontakt zum Trainer hergestellt, die Gespräche waren von Anfang an sehr positiv. Ich hatte das Gefühl, dass der Wechsel sportlich und menschlich sehr gut passt.
Ihre Lieblingsposition?
Auf jeden Fall die des rechten Außenverteidigers, weil ich dort sowohl offensiv als auch defensiv meine Stärken einbringen kann. Ich habe aber auch schon viel auf der linken Seite oder als Innenverteidiger gespielt.
Wie haben Sie den FC Schwaig als Gegner erlebt?
Immer als sehr unangenehme und spielstarke Mannschaft. Das Team tritt geschlossen auf, arbeitet viel füreinander und hat definitiv Qualität.