2026-03-13T07:45:35.464Z

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Gautinger SC kämpft gegen Abstieg: Neuer Trainer glaubt an die Wende

Fußball-Kreisklasse 1

von Tobias Empl · Heute, 10:38 Uhr · 0 Leser
Voller Einsatz ist für Gauting, wie hier von Timo Leigh (l.) im Derby gegen Pentenrieds Tibor Dörmer, jetzt in jedem Spiel gefragt.
Voller Einsatz ist für Gauting, wie hier von Timo Leigh (l.) im Derby gegen Pentenrieds Tibor Dörmer, jetzt in jedem Spiel gefragt. – Foto: Photographer: Andrea Jaksch

Der Gautinger SC steht auf dem Relegationsplatz. Trainer Benedikt Junker will mit Kampfgeist die Wende schaffen und den Klassenerhalt sichern.

Die Rückrunde soll es mal wieder richten beim Gautinger SC. Wie schon häufiger in den vergangenen Spielzeiten, sind die GSC-Kicker in der ersten Saisonhälfte nicht an ihr Leistungsmaximum herangekommen und müssen sich nun im Frühjahr steigern. Mit nur 13 Punkten aus 13 Hinrunden- und bisher zwei Rückrundenspielen ist Gauting aktuell Drittletzter der Kreisklasse 1. Am Saisonende hieße das: Abstiegs-Relegation.

Der Rückstand auf das rettende Ufer beträgt vor dem Pflichtspielauftakt am kommenden Sonntag gegen den FC Puchheim (14 Uhr) allerdings nur drei Punkte, und der neue Trainer Benedikt Junker traut seiner Mannschaft die nötige Steigerung ohne Wenn und Aber zu.

„Ich bin davon überzeugt, dass wir nach der Winterpause mehr Punkte holen werden als davor“, sagt Junker, der im Winter die Nachfolge des beruflich bedingt zurückgetretenen Franz Gaul angetreten hat.

Junker betont, dass sein Vorgänger ihm alles andere als einen Scherbenhaufen anvertraut hat: „Ich habe eine gut funktionierende Mannschaft übergeben bekommen. Das Team ist schon gut eingespielt und das Mannschaftsgefüge ist super.“ Der Kader, in den nun auch noch einige Jugendspieler integriert wurden, sei groß genug, und es herrsche ein gesunder Konkurrenzkampf. Mit der Vorbereitung zeigt er sich zufrieden, auch wenn nicht alles komplett nach Plan lief. Da die Gautinger nur über Rasenplätze verfügen, mussten sie wie jedes Jahr etwas improvisieren.

Mal wurde in der Halle trainiert, mal auf dem Kunstrasen des TSV Gräfelfing. „Leider ist es nicht leicht, im Winter einen Kunstrasenplatz zu finden“, sagt Junker. Umso ärgerlicher war es, dass dann auch noch zwei Testspiele ausfielen, einmal wegen starken Schneefalls, ein weiteres Mal, da der geplante Gegner nicht genügend Spieler zusammenbekam. Dennoch habe man aus den Möglichkeiten das Beste gemacht und könne nun auch seit zwei Wochen wieder auf Rasen trainieren, erklärt der 40-Jährige.

Ein traditioneller Höhepunkt der Gautinger Wintervorbereitung ist das Trainingslager am Gardasee, diesmal in Desenzano. Davon zeigte sich der Coach hellauf begeistert. „Ich habe schon einige Trainingslager miterlebt, aber das war mit Abstand das beste. Die Organisation war super, der Platz war top, wir konnten viele taktische Dinge trainieren und auch an unserer Physis arbeiten.“ Zwar hätten seine Spieler auch die Abende genossen, dies sei aber nicht auf Kosten der Trainingsqualität gegangen. „Am nächsten Morgen waren alle wieder pünktlich und fit auf dem Trainingsplatz.“

Die Zeit konnte Junker zudem dafür nutzen, in Einzelgesprächen zu eruieren, warum die Mannschaft trotz guter Anlagen erst drei Spiele gewonnen hat. Oft habe es hintenraus an Konzentration und Zielstrebigkeit gemangelt. Das soll sich ab sofort ändern. „Auch wenn es spielerisch mal nicht so läuft, müssen wir immer bis zum Schluss kämpfen und alles raushauen“, fordert der Trainer und kündigt an: „Egal welcher Gegner kommt: Wir werden ihm das Leben schwer machen.“ Er werde auch an der Seitenlinie alles dafür geben, um die Mannschaft anzutreiben. Junker sagt: „Ich bin am Platz sehr emotional und werde versuchen, nicht nur der zwölfte, sondern der zwölfeinhalbte Mann zu sein.“