
Im Heimspiel der Landesliga Hannover zwischen dem 1. FC Wunstorf und dem SV Iraklis Hellas Hannover hat der Tabellenvierte eine 0:2-Niederlage hinnehmen müssen. Nach dem Rückschlag bei der SSG Halvestorf-Herkendorf in der Vorwoche verlor Wunstorf erneut gegen eine Mannschaft aus dem unteren Tabellendrittel.
„Das Beste an diesem Samstag war aus Sicht des 1. FC Wunstorf das Wetter. Sportlich mussten wir uns nach vielen Auswärtsspielen auch im Heimspiel gegen den SV Iraklis Hellas mit 0:2 geschlagen geben. Eine Niederlage, die schmerzt, weil sie erneut sinnbildlich für die letzten Wochen steht“, erklärte Trainer Naim Gasmi.
Die Gäste erwischten den besseren Start und nutzten ihre erste Gelegenheit konsequent. Nach einem individuellen Fehler traf Umut Yildirim bereits in der 8. Minute zum 0:1.
Wunstorf hatte danach mehr Ballbesitz, kontrollierte weite Phasen der Partie und kam immer wieder in das letzte Drittel. Dort fehlten jedoch Tempo, Durchschlagskraft und klare Abschlüsse. So blieb es bis zur Pause beim Rückstand.
Nach dem Seitenwechsel reagierte Wunstorf mit einem Doppelwechsel. In der 55. Minute kamen Zeki Dösemeci und Silas Schulenburg ins Spiel. Die Gastgeber wurden zielstrebiger, gewannen im Mittelfeld mehr Kontrolle und traten insgesamt entschlossener auf. Im Angriffsdrittel fehlten jedoch weiterhin die Lösungen.
Statt des Ausgleichs fiel die Entscheidung auf der anderen Seite. In der 77. Minute nutzte Evangelos Papaefthimiou einen weiteren individuellen Fehler zum 0:2. Damit war die Partie entschieden.
Durch die erneute Niederlage hat der 1. FC Wunstorf aus den vergangenen fünf Spielen nur fünf von 15 möglichen Punkten. „Das Verrückte ist, dass wir seit Wochen eine richtig gute Trainingsintensität haben, wir uns ordentlich vorbereiten und mit einem klaren Plan in die Spiele gehen aber wir kriegen es aktuell nicht auf den Platz. Wir bringen uns gut ins letzte Drittel, wir haben viel Ballbesitz, aber dann treffen wir zu oft die falschen Entscheidungen. Zu wenig Tempo, zu viel Klein-Klein, schlechte Positionierungen, zu wenig Tiefgang und am Ende zu wenige Abschlüsse. Gefühlt sterben wir aktuell in Schönheit!“, sagte Gasmi.
Auch die Fehlerquote ärgerte den Trainer. „Zwei individuelle Fehler entscheiden das Spiel. Und gegen eine Mannschaft mit Spielern wie Evangelos oder Umut bekommst du dafür direkt die Quittung. Die brauchen nicht viele Chancen und genau das ist aktuell der Unterschied aktuell.“
Mit Blick auf die Offensive ergänzte Gasmi: „Was mich dabei besonders ärgert ist, dass meine Mannschaft viel investiert, belohnt sich aber aktuell zu selten. Uns fehlt momentan im letzten Drittel die letzte Konsequenz. Da fehlt die letzte Intensität, der absolute Wille, auch mal etwas zu erzwingen. Wir wollen oft zu sauber, zu schön, zu perfekt spielen. Aber Fußball ist im Strafraum nicht immer schön, manchmal musst du ihn einfach mal reinhauen und dabei hinten gradlinig verteidigen.“