
Es ist ein Spiel mit vielen Unbekannten, zumindest aus Sicht des VfL Wahrenholz. Vor dem Heimspiel am Sonntag (15 Uhr) gegen den Tabellendritten HSV Hankensbüttel ringt Trainer Marcel Neumann noch um Klarheit. „Ich kann jetzt noch gar nicht so viel sagen, weil wir aktuell so viele Fragezeichen haben, was das Spiel betrifft. Dementsprechend weiß ich noch gar nicht, mit welchem Kader ich auftreten werde.“
Die Unsicherheit zieht sich durch alle Bereiche. „Bezüglich Taktik kann ich auch noch nichts sagen, Ausrichtung und so weiter. Das weiß ich alles noch nicht.“ Erst das Abschlusstraining soll Aufschluss geben. „Da muss ich das Training heute Abend abwarten, wie es aussieht bei den Jungs.“
Die Personalsituation verschärft die Lage zusätzlich: „Es sind ein paar Fragezeichen, unter anderem Elias Janetzko. Norman Balke ist noch ein Fragezeichen, definitiv ausfallen werden Tim Pieper, Leon Lenglei, Noel Lass, bei Phil Taylor-Borchart ist auch noch ein Fragezeichen.“
Während Wahrenholz (7., 27 Punkte) zuletzt mit 0:2 bei VfB Fallersleben II unterlag, reist Hankensbüttel (3., 41 Punkte) mit Selbstvertrauen an. Der jüngste 3:0-Erfolg gegen SV Reislingen/Neuhaus unterstreicht die Ambitionen. Bereits das Hinspiel ging mit 2:1 an den HSV.
Neumann spart nicht mit Lob für den Gegner. „Sehr, sehr spielstarke Mannschaft, kennen sich seit vielen Jahren, spielen gut zusammen. Sehr, sehr offensiv gefährlich, stehen aber auch hinten sehr gut, sehr sicher. Richtige Top-Mannschaft geworden.“
Und weiter: „Für mich eine sehr, sehr starke Saison, obwohl es erst die zweite Saison in der Bezirksliga ist. Wenn nicht sogar herausragend, haben vielleicht sogar noch ein Wörtchen mitzureden, was den Aufstieg angeht.“
Die Ausgangslage ist damit klar: Außenseiter gegen Spitzenteam. „Dementsprechend wird es natürlich für uns eine ganz, ganz schwere Aufgabe.“
Doch im eigenen Stadion schöpft Wahrenholz Hoffnung. „Gerade zu Hause ein tolles Rahmenprogramm, Derby-Charakter.“ Die Marschroute ist trotz aller Ungewissheit formuliert: „Da wollen wir natürlich zusehen, dass wir die Räume eng gestalten, dass wir präsent sind in den Zweikämpfen und dass wir immer wieder auch schnell nach vorne kommen und offensiv gefährlich sein wollen.“
Vieles bleibt offen, doch eines steht fest: Wahrenholz will „nach dem Maximalen streben.“