
Leo Gabelunke schoss alle drei Tore für den Tabellenführer der Bezirksliga Ost. Am Ende gab es noch dramatische Szenen und eine Rote Karte.
Der VfB Forstinning kann auch Rückstand: Trotz eines schnellen 0:2 beim SV Miesbach holte sich der Tabellenführer der Bezirksliga, Gruppe Ost, am Ende mit 3:2 Toren noch den Sieg und alle drei Punkte. Damit verteidigte der nun in 22 Saisonspielen weiterhin ungeschlagene Spitzenreiter den Platz an der Tabellensonne vor dem FC Aschheim, der am gestrigen Sonntag ein 4:2 in Saaldorf folgen ließ. Das Fernduell um den Titel geht unvermindert weiter.
Nach einem eigentlich dominanten Start in die Partie lagen die VfBler plötzlich mit 0:2 in Rückstand. Trainer Gery Lösch bemängelte dabei die fehlende Zuordnung und verpasste Klärungsmöglichkeiten. Beim 1:0 für die Platzherren ließ die VfB-Defensive den Ball springen, Miesbachs Florian Haas traf schließlich trocken (13.). Und beim 2:0 köpfte Ricardo Pindado einen Flankenball von Maximilian Wiedmann ins Forstinninger Netz (17.).
Doch der VfB blieb ruhig, spielte seine Stärken aus und drehte die Partie. Zum Mann des Tages avancierte dabei Offensivakteur Leo Gabelunke mit gleich allen drei Treffern. Seine Torausbeute beschrieb der Edeltechniker selbst: „Beim 1:2 hat mich Dzemo (Sefidanoski) am 16er-Eck angespielt. Ich bin einen Schritt nach vorn und habe mit rechts ins kurze Eck getroffen. Das 2:2 war ähnlich. Nach einem Foul hat Dzemo den Ball im Liegen noch zu mir gebracht, und mit dem ersten Kontakt habe ich links unten getroffen. Und beim 3:2 ist der Ball nach einem Gewusel im Strafraum bei mir gelandet, und über den Innenpfosten ist der Ball dann ins Tor.“
So einfach kann also Fußball sein, Gabelunke erzielte seine Saisontreffer acht bis zehn in der 18., 32. und 63. Minute. „Leo hat natürlich einen Sahnetag erwischt“, lobte Lösch seinen Akteur, dessen Stärken im Dribbling und nun auch vermehrt im erfolgreichen Abschluss für die Mannschaft enorm wichtig sind.
Allerdings stand der Erfolg für Lösch bis zum Abpfiff auf Messers Schneide. „Über die 90 Minuten war der Sieg klar verdient. Aber Miesbach hat aufopferungsvoll gekämpft und uns das Leben schwer gemacht.“ Kurz vor dem Ende parierte Schlussmann Michael Heidfeld einen Hochkaräter von Gian-Luca Morena und hielt für Forstinning den Sieg fest.
Genesungswünsche sandte der Forstinninger Trainer an Miesbachs Torhüter Michael Wiesböck, der nach einem unglücklichen Zusammenprall kurzzeitig ohne Bewusstsein blieb und ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Spät in der Nachspielzeit kassierte Forstinnings Einwechselspieler Aleks Novakovic noch eine Rote Karte nach einem Gerangel mit seinem Gegenspieler.