Der FVS Sulzfeld (rot) empfängt am Sonntag den TSV Angelbachtal.
Der FVS Sulzfeld (rot) empfängt am Sonntag den TSV Angelbachtal. – Foto: HZ

Ohne Druck im Aufstiegsrennen

Kreisklasse A Sinsheim +++ Sulzfelds Trainer Philipp Müller sieht andere in der Favoritenrolle +++ Am Sonntag kommt Angelbachtal zum Verfolger-Duell

Zumindest einen Sieg aus den ersten beiden Spielen hätte Philipp Müller gerne mitgenommen. "Dann wären wir ganz vorne dabei", rechnet der Trainer des FVS Sulzfeld vor. Wirklich sauer ist er deswegen aber nicht, auch wenn es gegen Zaisenhausen (2:2) und Adelshofen (1:2) insgesamt nur einen Punkt gab. Schließlich lief es in der Folge sehr erfolgreich für den A-Ligisten, der zehn der möglichen zwölf Zähler ab dem dritten Spieltag sammelte und im Pokal ins Viertelfinale eingezogen ist.

Dementsprechend frisch ist noch der Eindruck des 2:1-Siegs gegen den VfL Mühlbach von letzter Woche Donnerstag. Müller erinnert sich gerne zurück: "Pokal fühlen wir uns wohl, da haben wir vor Mühlbach mit Eppingen II einen weiteren Kreisligisten rausgeworfen." Möglichst lange soll der Tanz auf zwei Hochzeiten weitergehen und dabei würde ein Heimsieg am Sonntag enorm helfen.

Dann kommt der TSV Angelbachtal zum FVS. Es ist das Verfolger-Duell des Vierten gegen den Dritten und die Rückkehr des Angelbachtaler Spielertrainers. Michael Kuhmann, der dieses Amt zusammen mit Bernd Weiser ausführt, hat zu glanzvollen Sulzfelder Kreisliga-Zeiten den Taktstock im Mittelfeld geschwungen. Unter dem damaligen Trainer Gerd Doll war Sulzfeld quasi ein Dauergast in der Aufstiegsrelegation zur Landesliga.

Davon sind die Rot-Weißen derzeit ein gutes Stück entfernt, die Tendenz zeigt nach fünf Jahren A-Klasse langsam aber sicher wieder nach oben. "Wir haben eine durch die Bank junge Mannschaft, die einiges an Entwicklungspotenzial besitzt", blickt Müller einer rosigen Zukunft entgegen. Der 39-Jährige Defensivspezialist ist mit Abstand der erfahrenste Kicker, sein Co-Trainer Tobias Zakel gehört ebenso zu den Leitwölfen auf und abseits des Feldes. Am Sonntag muss der Co-Trainer aber von außen zusehen, ein Muskelfaserriss verhindert seinen Einsatz gegen den TSV. "Das ist ein sehr schmerzhafter Ausfall für uns", weiß der Cheftrainer, was er und die Mannschaft an ihrem spielenden Co. haben.

Zusätzlich fallen drei weitere Akteure aus, der breite Kader soll dies aber bestmöglich auffangen. Vor dem Gegner hat Müller großen Respekt und sagt: "Die Angelbachtaler sind super gestartet und schießen vor allem viele Tore." Ein Spiel ist die Weiser/Kuhmann-Elf sogar noch im Rückstand und hat trotzdem einen Zähler mehr als Sulzfeld.

Neben der eigenen jungen Mannschaft, gleich acht letztjährige A-Jugendspieler kicken mittlerweile für die beiden Herren-Mannschaften des FVS, macht Müller ein weiterer Aspekt große Hoffnung auf eine erfolgreiche Zukunft. "Die Trainingsbeteiligung ist überragend, wir haben im Schnitt zwischen 25 und 30 Leuten auf dem Platz", zählt er eine bemerkenswerte Statistik auf.

Für diese Saison sieht er aber mindestens eine Mannschaft klar im Vorteil, was das Aufstiegsrennen betrifft. "Für mich ist der SV Adelshofen der Topfavorit auf die Meisterschaft. Das haben sie schon letztes Jahr in den wenigen Spielen, die stattgefunden haben, bewiesen."

Aufrufe: 08.10.2021, 18:00 Uhr
red.Autor