
Kastel. Als Sechster mit 29 Punkten zählen die Fußballer der FVgg. Kastel 06 zum Kreisoberliga-Vorderfeld. Der am 8. März mit dem Spiel bei der Spvgg. Igstadt beginnende Saisonendspurt wird nun zur Abschiedstournee von Chefcoach Christian Neumann. Er hatte im November 2025 seinen Ausstieg in Kastel zum Ende der laufenden Runde angekündigt – nach dann elf Spielzeiten. Mit Roberto D‘Angelo bildet Neumann ein harmonisches Derby. Doch auch D‘Angelo wird nach dem letzten Spiel am 31. Mai beim TuS Nordenstadt vorn Bord gehen. Denn der Verein wird sich in der Coachingzone der ersten Mannschaft komplett neu aufstellen, das bestätigt 06-Chefin Gabriele Klinkel.
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Fündig geworden sind die Kasteler im Raum Mainz. Stephan Lampert, beim TuS Marienborn Trainer der Bezirksklassen-Zweiten des TuS und Teammanager der Verbandsliga-U19, wird - auf den Fußball bezogen - im Sommer die Rheinseite wechseln, um auf der Sportanlage In der Witz seine Philosophie als Chefcoach einzubringen. „Er hat uns mit klaren Vorstellungen total überzeugt. Der gesamte Vorstand ist davon überzeugt, dass er der Richtige ist“, verweist Gabriele Klinkel auf den einhellig gefassten Entschluss für Stephan Lampert. Der 51-Jährige lege auf eine enge Verzahnung mit der zweiten Mannschaft wert, werde sein Augenmerk darüber hinaus auf den Nachwuchs richten. Die B-Jugend des jüngeren Jahrgangs bildet derzeit vom Alter den geringsten Abstand zu den Männerteams. Im Verlauf der kommenden Jahre ist demnach mit Blutauffrischung aus den eigenen Reihen zu rechnen. So, wie es im Sommer 2025 mit den aufgerückten A-Jugendlichen geschehen ist, die in der 06-Zweiten stark vertreten sind.
Stephan Lampert werde drei Trainingseinheiten pro Woche anbieten. Speziell, um Schichtarbeitern oder Spielern, die bei einer der Einheiten am Dienstag oder Donnerstag verhindert sind, eine Option zu bieten. Aber auch für Akteure des Unterbaus und Jugendspieler gelte dieses Angebot. „Wir wollten mal jemanden haben, der nicht aus dem Kreis Wiesbaden stammt. Er kann das bei uns ganz unbedarft angehen“, streicht Gabriele Klinkel heraus. Stephan Lampert werde einen Co-Trainer mitbringen. Die Entscheidung, wer es sein wird, ist noch offen.
Roberto D‘Angelo sei einhergehend informiert worden, dass sich die Wege im Sommer trennen. „Wir gehen im besten Einvernehmen auseinander. Auf ihn kann man sich immer verlassen, menschlich ein ganz toller Typ“, weiß die 06-Vorsitzende D‘Angelos Engagement sehr zu schätzen, zumal es auch in den organisatorischen Bereich hineinreiche. Somit wird es für Neumann und seinen Partner ein gemeinsames Finale. Mit dem Ziel, sich bestmöglich zu verschieden. Ehe unter Lampert eine neue Ära beginnt, die mit einer schrittweisen Verjüngung der Ersten einhergehen soll. Dazu brauche es aber auch erfahrene Spieler im Kader, betont Gabriele Klinkel.