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FV Ravensburg: "Wir müssen lernen, abgezockter zu werden" (mit Videos)

Ravensburg kassiert in der Nachspielzeit den Ausgleichstreffer

von Matthias Kloos · 08.11.2025, 20:30 Uhr · 0 Leser
– Foto: Imago Images

Der FV Ravensburg hat am 16. Spieltag der Oberliga Baden-Württemberg beim FSV 08 Bietigheim-Bissingen einen greifbar nahen Auswärtssieg aus der Hand gegeben. In einer Partie, die über weite Strecken kontrolliert wirkte, führte der Tabellenvierte bis tief in die Nachspielzeit, ehe der Ausgleich zum 2:2 fiel. „Die Enttäuschung ist natürlich groß“, sagte Trainer Rahman Soyudogru nach dem Abpfiff. „Wenn man so kurz vor Schluss führt, will man das Spiel unbedingt über die Zeit bringen und gewinnen.“

Die Videohighlights gibt es hier:



Zuvor hatte seine Mannschaft einen frühen Rückschlag gut verarbeitet. Nach dem 0:1 durch Daniele Gabriele in der 12. Minute, der eine flache Hereingabe von außen aus kurzer Distanz verwertete, glich Bleart Dautaj umgehend per Foulelfmeter aus. Ravensburg ließ sich davon nicht beeindrucken und blieb im Spielaufbau zielstrebig. In der 35. Minute war es erneut Gabriele auf Vorlage von Mark Bleise, der die Gäste erneut aus wenigen Metern vor dem Tor in Führung brachte. Erst spät gelang den Hausherren der Ausgleich durch Onesi Kuengienda (90.+3), eine Flanke verwandelte er sehenswert per Direktabnahme zum 2:2.

Soyudogru betonte, der Auftritt seiner Mannschaft habe insgesamt überzeugt. „Wir haben uns heute erneut einige klare Torchancen herausgespielt und über weite Strecken sehr gut verteidigt.“

Verschenkter Sieg in der Nachspielzeit

Dennoch stand am Ende nur ein Punkt. „Wir haben erneut einen Elfmeter verursacht und kurz vor Schluss wieder ein Gegentor kassiert und dass wir trotz zahlreicher Torchancen nicht das dritte Tor erzielt haben.“ Wie schon bei der Niederlage gegen Nöttingen war damit die Nachspielzeit entscheidend.

Tabellensituation bleibt stabil

Trotz des erneuten späten Rückschlags bleibt der FV Ravensburg in der Tabelle im oberen Bereich und nimmt nun Rang vier ein. Soyudogru ordnet dies wie folgt ein: „Natürlich hätten wir gerne mehr Punkte, aber insgesamt stehen wir gut da. Die Tabelle ist eng und jeder Punkt kann am Ende entscheidend sein.“

Dabei sei nicht alles kritisch zu sehen. Der Coach sieht weiterhin einen stabilen Kern in seiner Mannschaft und verweist auf die Entwicklung der vergangenen Wochen. „Wir wissen, dass wir uns immer weiterentwickeln müssen, aber die Basis stimmt.“

Trainer fordert mehr Abgezocktheit

Gleichzeitig formulierte er klar, woran gearbeitet werden müsse. „Vor allem die Ruhe und Klarheit in der Schlussphase. Wir müssen lernen, in solchen Situationen abgezockter zu werden.“ Für ihn ist dabei der Weg entscheidend: „Ich bin überzeugt, dass wir das gemeinsam hinkriegen werden.“