Alexander Kraatz, Jerome Ehweiner, Tobias Marz und Raif Yamann erzielten die Treffer für Union Klosterfelde im Spiel gegen Preussen Eberswalde.
Alexander Kraatz, Jerome Ehweiner, Tobias Marz und Raif Yamann erzielten die Treffer für Union Klosterfelde im Spiel gegen Preussen Eberswalde. – Foto: Britta Gallrein

Union Klosterfelde ballert Preussen Eberswalde vom Feld

Schützenfest zum Schluss.

Mit einem deftigen Sieg gegen Preussen Eberswalde verabschiedet sich Brandenburgligist Union Klosterfelde in die Corona-Pause.
Es war eine Menge los, auf und neben dem Spielfeld beim Barnim-Derby in der Brandenburgliga zwischen Union Klosterfelde und den Gästen von Preussen Eberswalde. Genau gesagt: Durchschnittlich klingelte es in der ersten Spielhälfte alle 7,5 Minuten im Tor. Trotzdem gab es nur ein beherrschendes Thema auf dem Sportplatz an der Mühlenstraße: der bevorstehende Corona-Lockdown im Amateursport. Viele Zuschauer waren gekommen, um noch einmal live dabei zu sein.

Klosterfelde überzeugte diesmal mit einer Eigenschaft, die zuletzt oft fehlte: Effektivität. Tobias Marz erzielte das 1:0. Danach bewies Alexander Kraatz einmal mehr, warum er ein Top-Freistoß-Spezialist ist. Einen Schuss kurz vor der Strafraumgrenze zirkelte er an der Preussen-Mauer und an Ersatz-Keeper Markus Lanzrath vorbei in die Maschen.

Es sollte nicht der einzige Patzer des unsicher wirkenden Nachwuchs-Keepers an diesem Abend werden, der allerdings auch oft von seinen Vorderleuten im Stich gelassen wurde. Jerome Ehweiner traf zum 3:0, bevor der stets agile Kohei Suzuki auf 3:1 verkürzen konnte. Doch Raif Yamann und ein Eigentor von Preussens Steven Zimmermann, das jedoch Tobias Marz zugesprochen wurde, besiegelten das Schicksal der Preussen.

In Halbzeit zwei ließ Union die Zügel etwas schleifen. Preussens Marcin Krystek konnte auf 5:2 verkürzen, mehr gelang den Eberswaldern aber nicht mehr.

"Die Effizienz vorm Tor und der geschlossene Wille haben uns heute zum Sieg verholfen", freute sich Unions Trainer Norman Jechow. "Natürlich ist es für uns ganz wichtig, dass wir mit den drei Punkten in die Pause gehen. Denn ansonsten hätte es ganz, ganz finster ausgesehen. Jetzt geht man mit einem ruhigeren Gedanken in die Zwangspause." Denn von Rang 14 geht es dank der drei Punkte für Union nun hoch auf Platz acht, auch wenn andere Teams noch bis zu zwei Spiele weniger absolviert haben.

Bei Eberswalde fehlten Goalgetter Ceif Ben-Abdallah, der Stamm-Keeper sowie zwei gesperrte Spieler. Das wollte Trainer Torsten März aber nicht als Entschuldigung gelten lassen. "Wir waren nicht wach genug, standen nicht dicht genug am Gegenspieler", analysierte Preussen-Coach Thorsten Maerz. Er verabschiedet sich nach dem Spiel von der Mannschaft. Ab Januar wird Matthias Kandula die Preussen als Coach übernehmen. "Und vorher werden wir bestimmt nicht spielen", ist Maerz überzeugt.

Alle Daten und Fakten zum Match sowie die Wahl zum Mann des Tages: Spielbericht

Aufrufe: 02.11.2020, 06:00 Uhr
Britta GallreinAutor

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