2026-02-20T12:29:42.904Z

Allgemeines

FV Olympia Laupheim: "Blau-Weiß zählt wieder was!"

FuPa-Teamcheck: FV Olympia Laupheim will an den guten Saisonstart anknüpfen und auch mit einem guten Zusammenhalt den Klassenerhalt früh klar machen

von Matthias Kloos · 08.01.2026, 14:00 Uhr · 0 Leser
– Foto: Alexander Sättele @helden

Der FV Olympia Laupheim überwintert mit 30 Punkten auf Rang vier der Landesliga, Staffel 4. Trainer Andreas Spann spricht über eine ordentliche Hinrunde mit Schwankungen, junge Spieler im Entwicklungsprozess, eine intensive Wintervorbereitung – und den Anspruch, sich aus dem Abstiegskampf herauszuhalten.

Solide Ausgangslage mit Luft nach oben

Mit 30 Punkten aus 17 Spielen belegt FV Olympia Laupheim zur Winterpause den vierten Tabellenplatz. Neun Siege, drei Unentschieden und fünf Niederlagen ergeben eine Bilanz, mit der Trainer Andreas Spann grundsätzlich leben kann. „Wir sind mit der Punkteausbeute zufrieden“, sagt er, schränkt aber ein: „Allerdings haben wir zum Ende zu wenig Punkte geholt und ein paar Prozente nicht geliefert.“ Genau darin liege der Ansatzpunkt für die Rückrunde. „Wir müssen noch konstanter am Limit uns bewegen und immer alles in die Waagschale werfen. Wir müssen uns jeden Punkt hart verdienen“, betont Spann.

Kaderbreite als Stärke

Ein wesentlicher Faktor für die stabile Platzierung war die personelle Situation. „Wir haben eine gute Konkurrenzsituation im Kader. So konnten wir Abwesenheiten auffangen“, erklärt der Trainer. Entscheidend sei auch das Innenleben der Mannschaft gewesen: „Hinzu kam ein guter Zusammenhalt und das entsprechende Ergebnis- und Spielglück.“ Diese Mischung habe es dem Team ermöglicht, „eine gewisse Zeit auf dieser Wolke zu schweben“.

Junges Team, klare Lernfelder

Trotz der ordentlichen Hinrunde sieht Spann klare Entwicklungsfelder. „Wir haben noch Potenzial bei der absoluten Kompromisslosigkeit – ob vorne oder hinten“, sagt er. Gerade weil die Mannschaft jung sei, dürfe sie sich nie zufriedengeben. „Wir dürfen nie zufrieden sein und weniger machen. Das muss die Mannschaft verinnerlichen.“

Hallenturnier als kleiner Dämpfer

Dass Entwicklung nicht linear verläuft, zeigte sich auch in der Halle. Bei den Hallenkreismeisterschaften in Biberach schied der FV Olympia etwas überraschend bereits in der Zwischenrunde aus, nachdem im vergangenen Jahr noch Platz zwei erreicht worden war.

Strukturiert in die Vorbereitung

Die Wintervorbereitung beginnt offiziell am 19. Januar. Schon früher wird die Grundlage gelegt. „Ab dem 05.01. machen wir eine Laufchallenge, damit wir schon ein paar Meter in den Beinen haben“, erklärt Spann. Die Vorbereitung sei insgesamt kürzer als im Sommer. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Trainingslager: „Wir fliegen dieses Jahr in die Türkei. Hier wollen wir die letzten Grundsteine schleifen vor Saisonstart.“

Ziele zwischen Klassenerhalt und Perspektive

Sportlich formuliert Spann seine Ziele bewusst differenziert. „Wir wollen anknüpfen an den Saisonstart und auch die jungen Spieler weiter heranführen und zu mehr Spielzeiten helfen.“ Ein früher Klassenerhalt würde dabei helfen. „Wenn wir doch länger im oberen Drittel dabei sein dürfen, dann wollen wir das natürlich halten und bestätigen.“

Kaum Bewegung im Kader

Auch personell bleibt es ruhig. „Außer ein Abgang – Jonathan Hirsch – gibt es nichts zu vermelden“, sagt Spann. Für ihn ist das ein positives Zeichen: „Das zeigt auch, dass es im Team stimmt und jeder sich mit unseren Aufgaben identifizieren kann.“ Sein Fazit klingt wie ein Selbstverständnis: „Blau-Weiß zählt wieder was!“

Klare Einschätzung der Liga

Im Titelrennen sieht der Trainer wenig Zweifel. „Türkspor marschiert durch“, sagt Spann über Türkspor Neu-Ulm. „Die spielen monetär und fußballerisch in einer eigenen Liga.“ Dahinter rechnet er mit „zwei bis drei Teams“, die um Platz zwei kämpfen. Der Blick nach unten ist warnend: „Unten wird es ein heißer Tanz.“ Zwar gebe es „zwei bis drei Teams, die schon tief drin sind“, doch „die anderen beiden Plätze werden von sechs bis acht Teams heiß umkämpft sein“. Das klare Ziel für Laupheim lautet deshalb: „Hier wollen wir möglichst nicht eins davon sein.“