– Foto: Dominik Claus

Hellas will die Kurve bekommen

KOL Darmstadt/Groß-Gerau: Rüsselsheimer mit durchwachsener Hinrunde / Abstieg soll vermieden werden

Hellas Rüsselsheim blickt auf eine ernüchternde Hinserie zurück. Man belegt den 14. Platz in der Kreisoberliga Darmstadt/Groß-Gerau, was am Saisonende die Abstiegsrelegation bedeuten würde. Im Winter-Check von FuPa spricht der Sportliche Leiter Nikolaos Saridis über den bisherigen Saisonverlauf, den Plan für die Zukunft und erklärt, was so schnell wie möglich verbessert werden muss.

Wie zufrieden seid ihr mit der abgelaufenen Halbserie?

Bei Hellas Rüsselsheim ist man mit der Hinrunde nicht wirklich zufrieden. So sagt der sportliche Leiter Nikolaos Saridis: "Wir sind mit der abgelaufenen Halbserie nur bedingt zufrieden. Es gibt einige Stellschrauben, die es zu optimieren gilt. Spielerisch sah das phasenweise aber schon recht ordentlich aus, und wir konnten unseren gewünschten Stil umsetzen."

Was lief in der ersten Saisonhälfte gut, und wo gibt es noch Verbesserungsbedarf?

Saridis sieht bei seiner Mannschaft keine größeren Probleme im spielerischen Bereich. Seiner Meinung nach mangelt es seinen Jungs das ein oder andere mal an der nötigen Mentalität. "Gerade die Spiele gegen Wolfskehlen, die SG Arheilgen, Traisa und Groß Gerau haben gezeigt, dass die Mannschaft sehr guten Fußball spielen kann. Die Mentalität und der unbedingte Siegeswille müssen in jedem Spiel zu sehen sein. Das muss unser Anspruch sein", fordert Saridis.

Wie ist Euer Verletztenstand? Hattet Ihr diesbezüglich Pech oder meist die volle Kaderstärke?

In Bezug auf Verletzungen hatte Hellas Rüsselsheim in der Hinrunde viel Pech. "Die Verletztenliste war diese Saison besonders lang, sodass wir nie die volle Kaderstärke zur Verfügung hatten. Vor allem zu Saisonbeginn musste unser Trainer Hüseyin Top improvisieren. Es fielen zeitgleich mit Enzo Bongiorno und Kapitän Nektarios Kutsidis zwei erfahrene Abwehrspieler aus", erklärt Saridis und fügt an: "Unser Langzeitverletzter Paul Hommel ist nach seinem Kreuzbandriss wieder auf einem guten Weg, in den Trainingsbetrieb einzusteigen."

Gibt es Veränderungen im Team?

Hellas Rüsselsheim hat weder Zu- noch Abgänge für den Winter zu vermelden.

Wie lauten eure Ziele für den Rest der Saison 2019/20?

"Wir möchten den direkten Klassenerhalt in der Kreisoberliga schaffen und weiterhin erfolgreichen Offensiv-Fußball spielen", sagt Saridis und gibt seiner Mannschaft somit eine klare Aufgabe für die Rückrunde mit.

Gibt es ein Spiel, auf das Ihr Euch noch besonders freut? Und wenn ja, warum?

"Wir freuen uns auf jedes Spiel in der Liga. Die Partien gegen Wolfskehlen werden heiß geführt und sind hochinteressant", so der sportliche Leiter.

Wer war für euch bislang die positive Überraschung?

Als positive Überraschung sieht man bei Hellas vor allem die KSG Brandau. Gleichzeitig ist man von den dominanten Auftritten des 1. FCA 04 Darmstadt beeindruckt und schätzt sie als klaren Titelfavoriten ein.

Von welcher Mannschaft hättet ihr dagegen mehr erwartet?

Saridis nennt keine konkreten Beispiele, sondern sagt allgemein: "Mannschaften die am Ende der Tabelle stehen, haben sich sicherlich mehr erhofft."

Welcher Spieler in eurer Liga hat euch bislang am meisten beeindruckt?

"Es gibt viele gute Spieler in der KOL DA/GG, und hier einen herauszuheben fällt schwer", erklärt Saridis.

Tipp der FuPa-Redaktion

Hellas hat keine einfache Hinserie hinter sich. Aufgrund vieler Verletzungssorgen und fehlender Willensstärke belegt man den Abstiegsrelegationsplatz. Schaut man sich die Tabellensituation jedoch etwas genauer an, wird schnell deutlich, dass noch alles drin ist für Hellas. Der direkte Tabellennachbar auf Platz 13 ist punktgleich mit Rüsselsheim und der Tabellenneunte nur sechs Zähler entfernt. Schafft es Rüsselsheim in der Rückrunde, den eigenen Stil dauerhaft zu etablieren und mit einer gewissen Willensstärke zu paaren, wird der Klassenerhalt gesichert werden.

Aufrufe: 4.2.2020, 07:30 Uhr
Nikolaos Saridis / Louis HindelangAutor

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