– Foto: Nicole Seidl

Spannende Ausgangssituation in der B-Klasse Hardt

Sowohl an der Spitze, als auch im Tabellenkeller viele Mannschaften nahe beieinander +++ zwei Spieltage mussten am siebten Spieltag schon abgesagt werden +++ Mingolsheim II auf Platz eins

Bereits am siebten Spieltag der Kreisklasse B Hardt mussten zwei Spiele coronabedingt abgesagt werden. Somit wird das Spielpensum bei einem eventuell Re-Start sogar noch größer. Einen Blick auf die gespielte Runde und den letzten Spieltag werfen die Trainer und Verantwortlichen und äußern ihre Einschätzung über eine mögliche Wiederaufnahme des Spielbetriebes.

TSV Wiesenta II
abg.
Karlsdorf II

Nicht vergönnt wurde dem TSV Wiesental II das letzte Spiel vor der Zwangspause, denn auf Grund eines Coronafalles beim FC Karlsdorf II musste die Partie abgesagt werden. Trainer Yasin Salmaz hat jedoch Verständnis für die Absage und äußert sich: „Natürlich ist es schade, dass das Spiel abgesagt worden ist. Wir waren vollbesetzt und nach dem Sieg gegen Neudorf heiß auf noch mehr, aber die Gesundheit geht vor. Ich wünsche den Spielern der Karlsdörfer eine schnelle Genesung. Das Virus wird uns wohl noch eine Weile beschäftigen.“
Mit neun Punkten nach sechs Spielen steht das Team auf einem guten achten Platz und hat auf Grund der Nachholpartie auch nach der Zwangspause alle Möglichkeiten, weiter Boden gut zu machen.

Auch auf Karlsdorfer Seite war das Team in den letzten Spielen gut aufgelegt und konnte aus fünf Spielen ganze acht Punkte einfahren. Die vorige Partie ging jedoch mit 0:3 an den Tabellenführer aus Mingolsheim II und so hätte die Karlsdorfer Reserve gerne nochmal gespielt dieses Jahr, doch machte ein Coronafall in der Mannschaft diesem Unterfangen ein Strich durch die Rechnung.
Mit Blick auf die bisherige Saison gibt er ein gemischtes Fazit ab: „Meiner Meinung nach haben wir mindestens zwei Punkte unnötig liegenlassen. Grundsätzlich ist es jedoch schwer, nach gerade einmal sechs Spielen irgendein Fazit zu ziehen. Ein Blick auf die Tabelle zeigt recht deutlich, dass wir an der Chancenverwertung noch viel Luft nach oben haben. Fünf Tore in sechs Spielen ist definitiv zu wenig. Mit sechs Gegentoren aus sechs Spielen stehen wir defensiv sehr gut da.“

Mingolsheim II
2:2
Stettfeld II

Auch wenn es gegen Stettfeld II nur zu einem Unentschieden gereicht hatte, kann Mingolsheim II unter der Regie von Oliver Jahnke die Tabellenführung trotzdem behaupten und sogar um einen Punkt ausbauen. Im Rückblick meint der Trainer: „Ich war nach dem Spiel nicht ganz sicher, ob Ich mit dem Ergebnis zufrieden sein soll oder nicht. Mit der ersten Halbzeit war Ich total einverstanden, hier wusste meine Mannschaft von Beginn an um die Wichtigkeit des Spiels. Wenn wir in der ersten Hälfte sogar noch das 3:0 machen, wäre das Spiel entschieden gewesen. Aber meiner jungen Mannschaft muss ich aber auch "Fehler" zugestehen. So geschehen kurz vor der Halbzeit, als wir den Gegner zwanzig Meter vor dem Tor ungehindert den Ball über die Abwehr chippen ließen und der Stürmer keine Probleme hatte, den Anschluss zu erzielen. Ich sprach in der Halbzeit an, dass wir nochmal so eine Halbzeit spielen müssen, um das Spiel zu gewinnen. Im Moment schaffen wir es aber leider nicht, über die komplette Spielzeit ein sehr gutes Spiel abzuliefern. Man muss aber auch anmerken, dass der Gegner in der zweiten Halbzeit gut gespielt hat und sich den Ausgleich mehr als verdient hatte. So war es dann halt "nur" ein Punkt, mit dem Ich aber nach 90 Minuten nicht ganz unzufrieden war, da wir einen Konkurrenten auf Abstand gehalten und am Ende sogar noch ein Punkt gegenüber dem zweiten gutgemacht haben.“ Außerdem fügt er hinzu: „Einen Satz muss ich aber noch über die Szene verlieren, in der mein Spieler mit Platzwunde vom Platz musste. Für mich hat der Ellenbogen in dieser Höhe nichts zu suchen. Und wenn ein Spieler noch verletzt wird, muss man auch über eine härtere Strafe als nur gelb nachdenken. Zumal Ich nicht einmal weiß, ob der Spieler von Stettfeld sich bei meinem entschuldigt hat.“
Zufrieden blickt er noch auf die bisherigen Leistungen zurück: „Wenn man nach sieben Spieltagen ungeschlagen ist und dabei als Tabellenführer vier Punkte Vorsprung hat, kann man schon sehr zufrieden sein. Es hat sich aber in der Vorbereitung abgezeichnet, in der teilweise 26-28 Spieler anwesend waren. Jeder einzelne Spieler wollte an die unglückliche Vorsaison anknüpfen. Ich bin total stolz, Trainer dieser Mannschaft zu sein. Wenn Ich sehe, wie gerade die jungen Spieler jedes Training dazu lernen wollen. Im Schnitt besuchten 19 Spieler das Training. Die Kameradschaft ist überragend. In diesem Zusammenhang möchte Ich meinen Spielführer Tanyel erwähnen, der zum richtigen Leader gereift ist, ohne alle anderen Spieler nicht unerwähnt zu nicht unerwähnt zu lassen. Verbesserungen gibt es im Fußball immer und wir werden auch immer weiter daran arbeiten, dass die Mannschaft noch konstanter spielt und wir über längere Zeit im Spiel selbstbewusst und stabil auftreten können. Für mich wäre es vernünftig dieses Jahr kein Spiel mehr auszutragen. Für mich wäre es vorstellbar, im Februar wieder zu spielen, wenn es die Wetterverhältnisse zulassen. Man muss sich vielleicht Gedanken machen, den Zeitraum einer Saison zu ändern.“

Wie sein gegenüber aus Mingolsheim möchte Stettfelds Spielertrainer Paolo Lapolla eine Szene nicht unerwähnt lassen. Er wünscht: „Bevor ich meinen Spielbericht, abgebe würde ich gerne dem Spieler von Mingolsheim II, der sich bei einem Zweikampf im Gesicht verletzt, hat im Namen des Vereins und mir gute Besserung wünschen.“ Mit Blick auf das Spiel meint er: „Mingolsheim II war in der ersten Halbzeit verdient in Führung gegangen, da wir sehr umständlich gespielt haben und schlecht verteidigt haben. Der Anschlusstreffer war sehr wichtig. Die zweite Halbzeit geht ganz klar an uns. Wir haben uns gute Chancen erspielt, leider reichte es nur zu einem Punkt. Wenn der Schiri in der Nachspielzeit uns den Elfmeter gibt, wer weiß ob wir dann das Spiel noch gewinnen. Ich denke aber, das Unentschieden geht in Ordnung.“
Nicht viel zu meckern hat er mit der bisherigen Saisonleistung und so bilanziert er: „Mit der bisher gezeigten Leistung meiner Mannschaft bin ich zufrieden. Wenn wir uns bei unseren Gegentoren noch cleverer anstellen und diese besser verteidigen und vor dem gegnerischen Tor effektiver sind, wird es für die Gegner noch schwieriger. Dieses Jahr bin ich mir sicher, dass nicht mehr gespielt wird. Es wird leider wieder eine Weile dauern, bis wieder trainiert und gespielt werden darf.“

Büchenau
5:2
Huttenheim

Mit teils sehr schwankenden und wechselhaften Leistungen, die auch mit dem Verletzungspech zusammenhingen, ist der FSV Büchenau in der laufenden Saison etwas hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Mit einem mehr als deutlichen Sieg gegen Huttenheim hat der FSV jedoch ein Ausrufzeichen gesetzt. Dies sieht auch Coach Michael Walch so: „Nach dem Sieg gegen Huttenheim war doch allerorts Erleichterung zu spüren. Ich denke der Sieg geht alles in allem in Ordnung, er war jedoch ein bis zwei Tore zu hoch. Uns spielten die ersten beiden Treffer in die Karten, da sie binnen den ersten zwölf Minuten fielen. Nach dem 3:2 Anschlusstreffer wurde es nochmals knapp, doch mit dem 4:2 bogen wir auf die Siegerstraße ein. Es ergaben sich nun im Minutentakt Chancen auf beiden Seiten. Doch der Grund warum wir gewannen ist einfach der, dass wir effizienter im Verwerten der ersten Chancen waren. Aus vier Chancen machten wir drei, Huttenheim eben keine. Nach vorne ist Huttenheim eine bärenstarke Mannschaft, wenn Sie jetzt noch ihre Chancen nutzen, bleiben sie auf jeden Fall ein Aufstiegskandidat.“
Die Zwangspause kommt für den wiedererstarkten FSV zu Unzeit. Trotzdem äußert der Trainer Verständnis für die Unterbrechung der Runde: „Jetzt ist es also wieder passiert. Das Virus hat uns in den Händen. Was soll ich zu den ersten Spielen sagen? Es war alles dabei. Sehr schwache Spiele (0:3 gegen Karlsdorf), Verdiente Niederlagen wie in Stettfeld, starke Spiele (1:1 bei Hambrücken II) und Siege wie gegen Langenbrücken oder Huttenheim. Diese Bandbreite hat bei uns einen klaren Grund. Es ist dies die Tatsache, dass wir von Beginn des ersten Spieles der Vorbereitung in jeder Partie zum Teil Langzeitverletzte zu beklagen hatten. Manche meinten, ich würde zu viel jammern. Wenn ich Ihnen aber entgegne, dass sie mal neun Stammspieler über zwei, drei Wochen ersetzen sollen, dann äußern sie Verständnis. Wenn man nach sieben Spieltagen 27 Spieler einsetzen mussten, dann kann sich jeder für sich das Ganze einmal durch den Kopf gehen lassen. Unsere Erwartungen waren natürlich eine andere als der der Tabellenplatz hergibt, aber so ist es nun Mal. Wo sich die Mannschaft verbessern kann, vermag ich erst zu sagen, wenn ich über Wochen hinweg einmal so zu 90 Prozent denselben Kader zur Verfügung habe. Es ist eine Kopfsache, denn gegen die oberen sehen wir, außer gegen Stettfeld, gut aus, während wir wegen vermeintlich schwächere große Probleme haben. Ich persönlich denke nicht, dass vor März oder April weite gespielt wird. Das geben die Politik und die derzeitigen Zahlen nicht her. Fakt ist eben, dass die Gesundheit eines jeden einzelnen vorgeht und dies sollte die erste Prämisse sein. Warten wir ab, wie und ob es weitergeht, Wir sind auf jeden Fall gut vorbereitet.

Nach der ersten Niederlage in der Saison gegen den FV Hambrücken II musste der FC Huttenheim sich auch in Büchenau geschlagen geben und hat somit seine gute Ausgangsposition aus den ersten Spielen verspielt. Dementsprechend angesäuert äußert sich Spielausschuss Salvatore Mazza: „Ich war von unserer Mannschaftsleistung enttäuscht, vor allem in Hälfte eins. Büchenau hat uns auf ihrem kleinen und kurzen Platz überrollt. Sie waren zielstrebiger, zweikampfstärker und vor allem lauffreudiger. Das haben wir schon einmal erlebt beim Pokalspiel in Langenbrücken. Wir hatten immer wieder Probleme mit ihren langen Bällen, die in die Schnittstelle unserer Abwehr gespielt wurden. Da standen wir oft falsch und so sind dann auch die drei Gegentore zustande gekommen. Wir hatten wenig bis nichts dem entgegenzusetzen. Erst als wir kurz vor der Pause den Anschluss schafften, sind wir aufgewacht. Dann hatten wir nach der Pause unsere stärkste Phase, in der wir dann sogar auf 3:2 verkürzen konnten. Da hatten wir sogar einige Chancen, um auszugleichen. Leider haben wir diese nicht nutzen können. Durch individuelle Fehler von uns konnte aber dann Büchenau wieder zwei Tore machen und somit war das Spiel so gut wie durch. Wir hatten zwar zum Ende des Spiels nochmal einige Torchancen die vergeben wurden. Doch wenn man das gesamte Spiel betrachtet, ist der Sieg von Büchenau verdient. Sie waren einfach das bessere Team und konnten ihre Chancen nutzen und machten zum richtigen Zeitpunkt die Tore. Eine Enttäuschung für mich, da ich mit einer anderen Reaktion unseres Teams gerechnet habe nach dem Spiel gegen Hambrücken II. Vorerst sollten wir nicht auf die Tabelle schauen, auch wenn wir weiterhin auf dem zweiten Tabellenplatz geblieben sind durch das Unentschieden von Mingolsheim II. Mit so einer Leistung haben wir aber im oberen Drittel der Tabelle nichts zu suchen.“
Zufrieden könnte er jetzt in die Zwangspause gehen, wären da die beiden Niederlagen zum Ende hin nicht gewesen. Hierzu meint er: „Es ist natürlich schade, dass wir vorläufig nicht mehr weiterspielen dürfen, doch ich denke, dass es die richtige Entscheidung ist. Die Infektionszahlen in den letzten Wochen sind unaufhörlich gestiegen, da war es eine Frage der Zeit, bis der Amateursport ruhen muss. Wir sind mit der bis jetzt absolvierten Saison soweit zufrieden. Nicht zufrieden waren wir mit den Leistungen in den letzten zwei Spielen vor der Unterbrechung. Davor sind wir richtig gut in die Saison gestartet und hatten einen guten Lauf. Ich kann mir leider nicht erklären, warum unsere Mannschaft so einen Leistungseinbruch in den beiden letzten Spielen hatte. Da stimmte einfach nichts. Kein Einsatz, kein Wille, keine Laufbereitschaft, kein richtiges Zweikampfverhalten. All das haben wir vermissen lassen und somit auch verdient diese beiden Spiele verloren. Wir müssen an unsere Leistung vom Anfang der Saison anknüpfen. Da konnte man unserem Fußball sehr gut anschauen. Wenn wir da wieder hinkommen, werden wir wieder siegen und ein Wörtchen mitreden um die vorderen Plätze. Wenn wir dies aber nicht schaffen, werden wir ins Niemandsland der Tabelle abrutschen. Unsere Liga ist ein Überraschungsei, da kann jeder jeden besiegen. Unterschätzen sollte man kein Team.“ Von einer Wiederaufnahme des Spielbetriebes in diesem Kalenderjahr geht er nicht aus, sondern prognostiziert: „Ich denke, dass wir dieses Jahr kein Spiel mehr absolvieren werden. Das kann ich mir einfach nicht vorstellen. Ich denke, dass wenn die Infektionszahlen und die Politik es zulassen, wir vielleicht Mitte Februar 2021 mit der Weiterführung der Saison beginnen sollten. Dazu muss der ein oder andere Spieltag unter der Woche nachgeholt werden. Ein paar Nachholtermine an Feiertagen hat sich ja der Verband freigehalten, da können auch die Nachholspiele gespielt werden. Dann könnte man die Saison rechtzeitig beenden. Wir werden abwarten müssen, wie sich die Pandemie entwickelt. Der Verband wird rechtzeitig bekanntgeben wann und wie es weitergeht.“ Außerdem fügt er hinzu: „Bleibt alle gesund und haltet euch an die Vorschriften. Nur zusammen werden wir da durchkommen.“

Hambrücken II
1:0
Wiesental II

Äußerst knapp hat der FV Hambrücken II sein Heimspiel gegen den FV Wiesental II für sich entschieden können. Angesprochen auf die Aussage des Wiesentaler Trainers, dass der Sieg glücklich war, antwortet Coach Frank Schlegel: „Marco hat schon recht, sie hatten schon die ein oder andere Möglichkeit. Seine Jungs hätten in meinen Augen einen Punkt verdient gehabt. Leider machte ihr Torwart einen schweren Fehler, den wir dann endlich auch mal ausgenutzt haben. Meine Jungs kamen von Anfang bis zum Schluss einfach nicht richtig ins Spiel. Wiesental wollte an diesem Tag einfach mehr den Sieg als meine Jungs. Sie waren kämpferisch und einfach lauffreudiger als wir.“
Mit 13 Zählern aus sieben Partien hat die Landesligareserve noch immer alle Möglichkeiten, den Rest der Runde um den Aufstieg mitzuspielen. Trotzdem bemängelt der Trainer: „Leider konnten wir nicht ganz die Leistung aus den Pokalspielen mit in die Runde nehmen. Mit den Pokalspielen und den Vorbereitungspartien war ich sehr zufrieden, mit den unterschiedlichen Leistungen in der Runde bin ich es jedoch nicht so. Meine Jungs sind bestimmt spielerisch mit die besten in der Liga aber das alles bringt nichts, wenn man nicht die richtige Einstellung und Einsatz bringt und den Zweikämpfen aus dem Weg geht. Wenn sie das noch verinnerlichen, dann sind sie auf dem richtigen Weg.“ Außerdem blickt er in die Zukunft: „In welcher Art und Weise es weitergeht, kann ich nicht sagen. Wir und wahrscheinlich alle anderen Vereine haben alles getan, um den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten. Alles andere liegt nicht in unserer Hand. Wenn die Zahlen wieder fallen, wird es bestimmt auch wieder weitergehen.“ Zudem richtet er gegen Ende seiner Ausführung einen Gruß aus: „Bleibt Gesund, auf das wir uns alle bald wieder auf dem Sportplatz wiedersehen werden.“

Viel vorgenommen hatte sich der FV Wiesental II für das Auswärtsspiel in Hambrücken. Dementsprechend enttäuscht blickt Coach Marco Gerhardt auf das Spiel zurück, welches seine Mannschaft aus seiner Sicht unglücklich verlor: „Die knappe 0:1 Niederlage gegen Hambrücken II ist sehr bitter und ein Spiegelbild der bisherigen Saison. Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Die Jungs haben alles reingeworfen, standen defensiv weitestgehend gut und haben auch offensiv Akzente gesetzt. Es war ein Spiel auf Augenhöhe, doch leider wiedermal mit dem besseren Ende für den Gegner. Ich denke eine Punkteteilung war im Bereich den Möglichen, vielleicht wäre diese auch verdient gewesen, aber zurzeit läuft einiges gegen uns. Wenn Du oben stehst gewinnst Du solche Spiele, aber wenn man unten steht dann eben nicht. Defensiv mussten wir erneut improvisieren, da neben Innenverteidiger Nico Gerhardt auch kurzfristig Jan Schlochtermeyer und Tino Heiler nicht zur Verfügung standen. Ansonsten hatten wir alle Stammspieler an Bord. Doch bereits nach zwei Minuten der erste Nackenschlag. Sebastian Lehn verletzte sich bei einem normalen Zweikampf schwer am Knie und musste frühzeitig durch Sebastian Knöll ersetzt werden. Diese lange Verletzungsunterbrechung brachte uns etwas aus der Konzentration, denn kurz danach lagen wir durch zwei individuelle und überflüssige Abwehrfehler mit 0:1 in Rückstand. Der weitere Spielverlauf ist schnell erzählt. Die Partie war bis zur Schlussminute völlig offen, sehr umkämpft und mit diversen Chancen auf beiden Seiten. Doch beide Teams scheiterten diverse Male an den glänzend aufgelegten Torhütern Schimmel bzw. Wittemaier. Am Ende pfiff Schiri Hoffmann die faire als auch spannende Partie "überpünktlich" nach gespielten 90 Minuten ab. Eigentlich sage ich bezüglich Schiedsrichterentscheidungen nichts, auch am Sonntag gab es die ein oder andere Situation, die nach meinen Augen zu Ungunsten für uns ausgelegt wurde. Da wir das Spiel per Kamera aufgenommen hatten, wurde meine sonntägliche Wahrnehmung im Nachhinein auch bestätigt. Aber wir müssen und werden es akzeptieren, der Schiedsrichter ist alleine, hat keine Linienrichter, und muss alles in Sekundenschnelle entscheiden. Aber wofür ich kein Verständnis habe ist, dass man die Spielzeit auslegt, wie man gerade Lust hat. Die erste Halbzeit wurde nach 44 Spielminuten abgepfiffen, obwohl es bei der Behandlung von Sebastian Lehn eine vierminütige Spielunterbrechung gab. Die zweite Halbzeit wurde dann beim Stand von 1:0 pünktlich nach 45 Minuten abgepfiffen. Hier gab es einige Spielerwechsel und auch weitere kurzzeitige Spielunterbrechungen. In Büchenau hatten wir den gleichen Schiedsrichter, da wurden in der zweiten Halbzeit vier Minuten nachgespielt und wir kassieren in der 93. Spielminute noch das 2:2. Von der damals völlig überzogenen roten Karte für David Bagci möchte ich gar nicht sprechen. Trotz alledem sind wir am Ende selbst schuld. Wir machen in der Defensive zu viele unerklärliche Fehler und vorne können wir teils beste Chancen nicht verwerten. Ich hatte schon vor der Runde gesagt, dass es um den Abstieg gehen würde. Teils wurde ich dafür intern belächelt, doch ich hatte Recht. Manche haben sich aufgrund der guten Vorsaison etwas blenden lassen. Die jungen, sowie die älteren Zwölferbuben versuchen ihr Bestes, aber sie müssen noch viel dazu lernen. Der Abgang von Routinier und Abwehrchef Klaus Dietrich konnte bisher nicht kompensiert werden. Wir müssen die Derbyniederlage schnell abhaken und so blöd wie es auch klingt nach vorne schauen.“
Gewohnt ausführlich und detailliert äußert er sich des Weiteren zum bisherigen Saionverlauf: „Mit lediglich vier Punkten aus bisher sieben gespielten Meisterschaftsspielen können wir nicht zufrieden sein, das ist völlig klar. Alle Spiele waren aber zumeist auf Augenhöhe und wurden durch Kleinigkeiten entschieden, leider meist mit dem besseren Ende für den Gegner. Auch die 0:4 bzw. 0:3 Pleiten gegen den neu aufgestellten FC Forst II sowie Tabellenführer TuS Mingolsheim 2 waren enger, als es das Ergebnis aussagt. Da war durchaus was drin für uns. Genauso hätten wir aber das Spiel gegen Stettfeld II, welches wir am Ende 5:0 gewinnen konnten, auch verlieren können. Am meisten schmerzt die 1:2 Niederlage gegen den SV Philippsburg II, denn diese war ohne Wenn und Aber mit eine der unnötigsten Niederlagen meiner fast siebenjährigen Amtszeit. Gefühlte 80 % Ballbesitz, 15 zu drei Torschüsse, Alutreffer, verschossener Elfmeter, Eigentor, da kam alles zusammen. Eigentlich sind es genau diese drei Punkte die uns fehlen, mit allen anderen Punktverlusten kann ich mehr oder weniger leben, denn wir hatten ein richtig schweres Auftaktprogramm. Wir hatten beide Aufstiegsaspiranten FSV Büchenau und FV Hambrücken II am Rande einer Niederlage, doch das Team brachte sich selbst um den verdienten Lohn. Wir machten in den bisherigen Partien vieles richtig, investierten viel, waren konditionell in einem Topzustand, hatten teils klarste Torchancen, machten dann aber Woche für Woche individuelle, eklatante sowie spielentscheidende Abwehrfehler. Im Nachhinein muss man sagen, das der Abgang von Routinier Klaus Dietrich, der als Abwehrchef den Laden organisierte, nicht richtig kompensiert werden konnte. Personell hatten wir außerdem etwas Probleme und mussten daher wöchentlich die Aufstellung auf diversen Positionen verändern. In der Abwehr mussten beide fest eingeplanten Innenverteidiger Nico Gerhardt und Jan Schlochtermeyer viermal ersetzt werden. Des Weiteren fehlten aus diversen Gründen meist weitere wichtige Stammspieler. Da wir mit 27 Mann aber über einen sehr großen Kader verfügen, konnten wir trotz des Fehlens dieser wichtigen Stammspieler zumeist eine schlagkräftige Truppe aufbieten, die für mich das Potential inne hatte, jedem Gegner Paroli zu bieten. Die junge FV Truppe machte dies auch, aber wohl aufgrund der vielen Wechsel gab es aber doch ein paar Abstimmungsprobleme, die am Ende auch zu einigen Gegentoren führten. Verbesserungspotential gibt es in diversen Bereichen. Im läuferischen und konditionellen Bereich ist alles in Ordnung. Wir müssen mehr im spielerischen Bereich arbeiten, wir brauchen mehr Ruhe am Ball, mehr Kommunikation, bessere Zuteilung bei Standards und vor allem muss die defensive Fehlerquote reduziert werden. Mit durchschnittlich 17 Spielern in 31 Einheiten, ist auch die Trainingsbeteiligung vollkommen in Ordnung, da kann man arbeiten. Persönlich denke ich, dass bis März kein Trainings- oder Spielbetrieb mehr stattfinden kann. Wie dann der weitere Saisonverlauf vonstattengeht, bleibt abzuwarten.“ Außerdem gibt er zu Protokoll: „Wir hoffen, dass unsere Langzeitverletzten Daniel Speth, Nico Gerhardt, Cevdet Simsek und Maik Kauz bis zum Re-Start wieder fit sind.“

FC Forst II
abg.
VfR Kronau II

Wie drei andere Mannschaften in der Klasse blieb es auch dem FC Forst II verwehrt, den siebten Spieltag zu bestreiten. Coronabedingt musste das Heimspiel gegen Kornau abgesagt werten. Verständnisvoll äußert sich Coach Marcel Gentner: „Mit der kurzfristigen Spielabsage müssen wir leben. Aufgrund der aktuellen Situation blieb den verantwortlichen Personen nichts Anderes übrig Daher stellt sich die Frage, ob die Absage gerechtfertigt ist nicht, wir müssen es so akzeptieren.“
Tabellenmäßig steht der FC Forst II zwar auf dem siebten Platz, doch mit einem Spiel weniger und zwei Punkten Rückstand auf Rang zwei kann der FC mit einem Sieg im Nachholspiel ordentlich Boden in der Tabelle gut machen und sogar noch oben anklopfen. Der Übungsleiter ist erwartungsgemäß mehr als einverstanden mit der bisherigen Runde: „Aktuell bin ich mit der Saison und der Mannschaft sehr zufrieden. Mit dem siebten Tabellenplatz und einem Spiel weniger sind wir aktuell voll im Soll. Daher gibt es nicht viel zu nörgeln, jedoch hat uns unsere mangelhafte Chancenverwertung bestimmt zwei bis vier Punkte gekostet und mich viele Nerven. Defensiv dagegen machen wir es aktuell überragend. Es passt im Moment echt vieles, auch die Zusammenarbeit in der Aktivität zwischen den Trainerteams und auch mit der A- Jugend und Ihrem Trainer Jochen Schlegel. Auch der kompletten Mannschaft muss man ein Lob machen, wie sie Woche für Woche im Training arbeitet. Selbst die Spieler, welche im Moment bei 23 Spielern im Kader etwas wenig Spielzeit bekommen, sind immer präsent und für das Team da. Daher hoffen wir, dass es bald weitergehen kann.“

Nach vier Niederlagen zum Auftakt und einem Trainerrücktritt hat sich der VFR Kronau II wieder gefangen und konnte in den letzten beiden Spielen immerhin jeweils einen Zähler erkämpfen. Dies hätte Sportvorstand Mark Geckler auch gerne gegen Forst versucht, doch machte ihm Corona einen Strich durch die Rechnung. Trotzdem verbittet er sich jede Diskussion über die Absage: „Über die Sinnhaftigkeit der Absage brauchen wir nicht reden, wir leben nun mal in einer Zeit, die von Corona bestimmt wird. Es ist klar, dass der Virus irgendwann in jeden Lebensbereich eindringt, deshalb war es nur eine Frage der Zeit, bis es zu Spielabsagen kommt.“
Jetzt lässt er die bisherigen Auftritte Revue passieren: „Wir haben gegen Stettfeld, Büchenau und Karlsdorf richtig schlecht gespielt und daher auch zurecht dreimal verloren. Unsere beste Leistung, über 90 Minuten betrachtet, zeigten wir im Derby gegen den TUS, leider haben wir uns dort für den starken Auftritt nicht belohnt und sehr unglücklich verloren. Nach dem Trainerwechsel kam mehr Ruhe in die Mannschaft und wir spielten dann zweimal Remis, was in Ordnung geht, weil wir jeweils nur 45 Minuten gut spielten. Somit hat man gesehen, dass wir durchaus mithalten können, sofern wir mit der richtigen Einstellung in das Spiel gehen.

Wir haben eine gute Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern in der Mannschaft und auch Spieler dabei, die eine Mannschaft führen und guten Tagen auch den Unterschied ausmachen können. Am wichtigsten ist es jedoch als Einheit aufzutreten und gemeinsam als Team zu kämpfen. Jeder sollte sich auf seine Leistung und Einstellung auf dem Platz konzentrieren und weniger nach dem Drumherum schauen. Wenn die Jungs das verinnerlichen, dann kommen wir auch vom Tabellenende weg.“ An Spekulationen über den Re-Start möchte er sich nicht beteiligen. Er fordert jedoch: „In dieser Hinsicht sind wir Vereine leider das letzte Glied in der Kette und können da überhaupt nichts beeinflussen. Da müssen wir leider fast alles so hinnehmen, wie es die Entscheider bei Bund, Land und Verband vorgeben. Was ich mir allerdings wünschen würde, wäre mehr Flexibilität bei der Termingestaltung, dass hier eventuell die Kreise mehr Freiheiten bekommen. Ich hoffe, dass wir Vereine dann gehört werden, wenn es zu einer Entscheidung über eine Wiederaufnehme der Saison geben wird.“

Philippsburg II
3:4
Langenbrücke

Ein Wechselbad der Gefühle erlebten die Spieler des SV Philippsburg II gegen den TSV Langenbrücken. Nach einer frühen Führung gaben die Mannen von Kai Zieger das Spiel relativ leichtfertig aus der Hand, nur um dann kurz vor Schluss nochmal den Anschluss zum 3:4 zu erzielen. Dies war dann jedoch auch der Endstand und so musste der Trainer die Niederlage mit folgenden Worten kommentieren: „Ich bin immer noch sehr angefressen, was das Spiel gegen Langenbrücken angeht und werde mich deswegen kürzer fassen als sonst. Wir müssen in der ersten Halbzeit mindestens 3:0 führen, denn wir waren in der ersten Hälfte die klar bessere Mannschaft. Der verschossene Elfmeter hat aber scheinbar einen kleinen Knicks mit in die zweite Hälfte genommen. Einen Leistungsunterschied zwischen der ersten Mannschaft von Langenbrücken und uns gab es meiner Meinung nach jedoch nicht zu sehen. Langenbrücken machte aber nach dem Seitenwechsel zwei schnelle Tore zum 1:2 und 1:3. Dann machst du das 2:3 und bekommst zehn Minuten später wieder das 2:4. Wir haben uns trotzdem nicht aufgegeben und leider zu spät das 3:4 gemacht. Vor allem habe ich noch nie, weder als Spieler noch als Trainer, erlebt, dass es fünf Elfmeter gab und diese alle berechtigt waren!“
Trotzdem kann er zufrieden sein, wenn er die bisherige Saisonleistung betrachtet. Diesbezüglich analysiert er: „im Großen und Ganzen bin ich zufrieden mit der Leistung, wir haben uns gut in der B-Klasse eingefunden. Nur unser punktestand könnte/müsste besser sein, wir haben mindestens vier Punkte verschenkt! Wir müssen, wenn es wieder möglich ist, an unserer Chancenverwertung arbeiten und an der Defensivarbeit, da wir zu viele unnötige Gegentreffer kassiert haben. Wie und wann weitergespielt werden darf, kann glaube ich keiner sagen. Mein Gefühl sagt mir leider, dass wir dieses Jahr kein Spiel mehr absolvieren werden. Ob und wie es nächstes Jahr weitergeht, steht in den Sternen. Hauptsache ist, es bleiben alle gesund und natürlich würde ich mich freuen, wenn wir spätestens im Februar wieder aufs Feld dürfen!

17:16 Tore lautet die Bilanz des TSV Langenbrücken nach dem siebten Spieltag. Somit fielen im Durchschnitt knapp fünf Treffer. Dies ist der zweithöchste Wert der Liga und somit ist bei Spielen des TSV Langenbrücken immer Spektakel geboten. Dies war auch beim 3:4 Auswärtssieg in Philippsburg nicht anders. Übungsleiter Dirk Gummert hätte jedoch nichts dagegen, wenn es auch mal etwas ruhiger zugeht, wie er erzählt: „Mir wäre ein dreckiges 1:0 oder 2:0 auch mal Recht, denn solche Spiele kosten auch Nerven. Ein bisschen mehr Stabilität wäre gut, auch wenn in diesem Spiel der Schiedsrichter mit einigen kuriosen Entscheidungen zum Ausgang beigetragen hat. Es wäre für uns absolut wünschenswert, wenn wir auch mal ein Spiel ohne Gegentore zu Ende spielen können. Hier haben wir auf der Sollseite einen definitiv zu hohen Betrag stehen.“
Dies sollte jedoch gegen Forst II nicht mehr sein, da die Runde bekanntlich unterbrochen wurde. Jedoch war in den letzten Spielen ein deutlicher Aufwärtstrend zu erkennen, wie der Trainer bescheinigt: „Der bisherige Verlauf der Runde lässt sich eigentlich recht kurz beschreiben. Nach einem ersten Sieg folgten drei Niederlagen, dann drei Siege. Die Wendung hat uns natürlich gutgetan und wir hätten aus diesem Lauf heraus natürlich gerne weitergespielt. Über die Entwicklung der Mannschaft bin ich echt froh, und ich muss ihnen dafür an dieser Stelle auch ein großes Lob aussprechen. Wenn sich das so fortsetzt und wir gleichzeitig n der Stabilität unsrer Defensive arbeiten, kann ich mir durchaus vorstellen, weiter oben mitzuspielen. Allerdings ist meine Befürchtung, dass es in diesem Kalenderjahr keine Spiele mehr geben wird. In Anbetracht der Situation gilt es jetzt erstmal, gesund zu bleiben. Drücken wir die Daumen, dass es bald gelingt, etwas gegen die Pandemie tun zu können, um den Spielbetrieb im nächsten Jahr wieder fortsetzen zu können.“

Rheinhausen II
3:2
SG Neudorf II

Im Kellerduell zwischen der Rheinhausener Kreisligareserve und der SG Graben/Neudorf behielt die Mannschaft von Ronald Fruh denkbar knapp die Oberhand. Erleichtert fasst der Coach zusammen: „Es war unglaublich wichtig für uns, in diesem Spiel einen Dreier einzufahren. Wir haben gut begonnen. Ab der 15. Minute war dann ein Bruch in unserem Spiel. Da wir nicht in die Zweikämpfe kamen, waren die beiden Gegentore die logische Konsequenz. Glücklicherweise konnten wir noch vor der Halbzeit verkürzen. In der zweiten Halbzeit zeigte sich die Mannschaft dann wie ausgewechselt. Folgerichtig kamen wir dann in der 49 Minute zum Ausgleich und in der 58. Minute konnten wir durch einen Flugkopfball von Rouvinho Bundschuh in Führung gehen. Kämpferisch war ich mit den Jungs super zufrieden und wir ließen kaum Chancen zu. Leider verpassten wir es, den Sack frühzeitig zu zuzumachen. So hatten wir immer Angst, noch ein unglückliches Tor zu bekommen. Nach dem Schlusspfiff war daher die Freude extrem groß.“
Mit diesen drei Punkten gegen einen direkten Konkurrenten konnte sich der kleine TSV etwas Luft im Abstiegskampf verschaffen. Obwohl solche Erfolgserlebnisse in der absolvierten Runde bisher rar gesät waren, zeigt sich Fruh dennoch angetan von der Leistung und Einstellung seines Kaders: „Bisher bin ich größtenteils mit den absolvierten Spielen und dem Erreichten zufrieden. Wir hatten eine gute Vorbereitung. Leider fängt dann die Verletztenmisere an. Schwere Verletzungen wie bei Marc Becker sind in unserem Kader nicht zu kompensieren. Dazu immer wieder Leute, die kleinere Verletzungen haben und kurzfristig ausfallen. Und wenn es dann etwas kälter und nasser wird, kommen dienstags die Absagen fürs Training. Aber das ist bei einer klassischen Zweiten nun mal so. Positiv hervor heben möchte ich unseren Kapitän Matthias Metz und seinen Stellvertreter Aaron Müller. Beide sind ein Vorbild in Sachen Trainingsfleiß und Wettkampfhärte. Mit der Punkteausbeute bin ich nicht zufrieden, gegen Fost II, Kronau II und Langenbrücken hätten mindestens vier Punkte mehr herausspringen müssen. Dann wären wir im gesicherten Mittelfeld. Einzig gegen Hambrücken und Huttenheim waren wir chancenlos. Da konnten wir zwar 60 Minuten mithalten, aber nicht über die volle Spieldauer. Insgesamt bin ich aber zufrieden mit den Jungs. Die Stimmung und der Zusammenhalt sind vorbildlich.“ Mit Blick auf die Unterbrechung fügt er hinzu: „Wann wieder gespielt werden kann, ist für mich momentan schwer abzuschätzen. Wir stehen ja erst am Anfang der zweiten Welle. Aber da bin ich auch ehrlich, es gibt wichtigeres als Fußball. Wir alle lieben zwar den Sport, aber mache Leute und Branchen haben ganz andere Probleme. Wichtig ist das die Vereine, welche einen großen Beitrag in unserer Gesellschaft leisten, halbwegs unbeschadet aus dem Ganzen herauskommen.“

Trotz einer frühen 2:0 Führung hat Graben/Neudorf nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge das Auswärtsspiel nicht gewinnen können und musste in Rheinhausen die dritte Niederlage in Folge schlucken. Dementsprechend bedient fasst Coach Michael Feuerstein den Spielverlauf zusammen: „Die ersten 30 Minuten haben wir guten Fußball gespielt und sind verdient mit 2:0 in Führung gegangen. Durch eine Unaufmerksamkeit haben wir den Anschlusstreffer bekommen. Ab da an haben wir komplett den Faden verloren und die Köpfe hängen lassen. Somit hatte auch Rheinhausen den Sieg verdient gehabt. Ich sehe, dass wir ein mentales Problem haben, denn wir spielen gut und verlieren das Spiel.“
Als Vorletzter kann der Trainer natürlich nicht zufrieden sein. Nach vier Punkten aus sieben Spielen hat er folgende Gründe ausgemacht: „Unser Leistung der bisherigen Spiele ist nicht nach Wunsch gelaufen. Wir wussten, dass es schwierig wird, aus zwei Teams eine Einheit zu bilden. Besonders an der Konstanz müssen wir arbeiten. Auch unsere Taktik und Passquote sind Verbesserungsfähig. Wir müssen nach Vorgaben arbeiten.“ Keine Chance räumt er einem Rundenstart noch in diesem Kalenderjahr ein: „Ich denke, dass die Runde erst wieder im Jahr 2021 fortgesetzt wird. Dann wird es halt mehrere englische Wochen geben. Mir persönlich als alter Fußballer macht das nichts aus. Ich will die Runde definitiv zu Ende spielen.“

Aufrufe: 23.11.2020, 12:09 Uhr
Dennis SpechtAutor

Verlinkte Inhalte