– Foto: Frank Burghart

Kraichtal-Showdown im Tabellenkeller

Münzesheim II mit letzter Chance? +++ Rinklingen bei Büchig II klarer Favorit +++ SVG-Duell in Gölshausen

Am 19. Spieltag richten sich in der Kreisklasse B Kraichgau alle Blicke in den Tabellenkeller. Dort treffen sich Münzesheim II und Menzingen II zum absoluten Showdown. Daneben trifft Büchig Ii im Lokalduell auf Rinklingen, während die TSV-Verfolger Östringen II und Bretten II mit Heimaufgaben betraut sind.

Bretten II
1:0
Untergromb. II

Speziell in der zweiten Halbzeit sorgte der VfB Bretten II am vergangenen Sonntag für Furore. In Gondelsheim erhöhte die Elf von Dominic Prüfer die 2:0-Pausenführung auf ein 7:0-Schützenfest. Demensprechend war der Trainer blendend gelaunt: „Ja, der Sonntag war wirklich sehr angenehm für mich. Ein absolut souveräner Auftritt meiner Mannschaft und ein hoch verdienter Sieg. Wir hatten von der ersten Minute an das Spiel unter Kontrolle und sehr viel Ballbesitz. In der Anfangsphase kamen wir zwar nicht zwingend vors gegnerische Tor, was sich mit zunehmender Spielzeit aber änderte. Folglich erzielten wir zwei sehr schön herausgespielte Treffer zur hochverdienten Pausenführung. Mit dem dritten Treffer kurz nach der Pause war dann der Deckel schon drauf. Von Gondelsheim kam über die gesamte Spielzeit nur sehr wenig Gegenwehr. Die Gondelsheimer haben uns den Ball überlassen und sich Mitte der zweiten Halbzeit dann etwas aufgegeben. Bei uns hat einfach alles funktioniert und wir konnten noch vier weitere Treffen erzielen. Da wir auch noch weitere gute Chancen nicht verwerten konnten, geht der Sieg in dieser Höhe auch völlig in Ordnung.“
Die Mannschaft der Stunde scheint aktuell nur schwer aufzuhalten. Im Aufstiegsrennen will und muss der VfB II seine Serie fortsetzen, doch Prüfer warnt vor einem ebenfalls gut aufgelegten Gegner Untergrombach II: „Am Sonntag beim Heimspiel gegen Untergrombach wollen wir natürlich weiter Punkten. Einfach wird das sicherlich nicht. Der FCU ist super aus der Winterpause gekommen und hat in den letzten Wochen sehr gute Ergebnisse erzielt. Wir sind deshalb gewarnt und müssen uns wieder optimal auf das Spiel vorbereiten.“ In seine Mannschaft hat er vollstes Vertrauen: An der Einstellung meiner Mannschaft wird es auf jeden Fall nicht scheitern, die ist zurzeit einfach überragend. Die Jungs haben richtig Bock zu kicken und sind Spiel für Spiel hoch motiviert. Wenn wir unsere Leistung wieder abrufen und so konzentriert und fokussiert weiterspielen, dann können wir auch den fünften Sieg in Folge erreichen.“

Auf dem besten Weg zu einem klaren Sieg war der FC Untergrombach II, als er in der 49. Minute das 3:0 gegen Gölshausen erzielte. Am Ende stand es aber tatsächlich 3:3 und so musste Jan Becker erklären, wie man diesen komfortablen Vorsprung verspielen konnte. „Das Gölshausen-Spiel war natürlich unterm Strich recht ärgerlich. Wir waren das bessere Team und hatten auch mehr Chancen. Die späten Gegentore sind natürlich ärgerlich“, so Becker, der angesichts zuletzt guter Ergebnisse nachsichtig war: „Zum Glück haben wir in den vorherigen Spielen gut gepunktet, sodass sich der ‚Verlust‘ von zwei Punkten mit Blick auf die Tabelle verkraften lässt.“
Nun steht das schwere Auswärtsspiel in Bretten an. Ohne großen Druck will sich der FCU II dort teuer verkaufen, wie Christian Zipperle verspricht: „Gegen Bretten II tun wir uns immer extrem schwer. Um gegen Bretten II zu bestehen und Punkte mitzunehmen, muss am Sonntag alles für uns laufen. Trotzdem werden wir wie jeden Sonntag alles geben und uns mit allem was wir haben wehren.“

Prognose:
Sieben Siege aus den letzten acht Spielen, in den letzten vier Spielen stolze 17 Tore - wer soll die VfB-Reserve stoppen? Der FC Untergrombach II wird es am Wochenende zwar versuchen, doch auch für die Untergrombacher dürfte die Prüfer-Elf zu stark sein.

FC Östringen II
14:2
Dürrenbüchig

Nicht über ein 2:2 kam der FC Östringen II in Gochsheim hinaus. Dabei lag der Aufstiegsanwärter sogar zweimal zurück und vermied am Ende nur knapp eine Niederlage. „Es ist sehr frustrierend. Ähnlich wie in Gölshausen hat der Platz keinen guten Fußball zugelassen“, bemerkte Thore Jung, dem auch die Leistung des Schiedsrichters ein großes Ärgernis war: „Was erschwerend dazu kam, war eine unterirdische Schiedsrichterleistung. Das war wirklich Wettbewerbsverzerrung, was der Schiedsrichter betrieben hat. Ein geschenkter Elfmeter, ein Freistoß, der kurz vor Schluss zum 1:2 geführt hat, den er aus dem Nichts in den Strafraum legen lässt, weil unser Torwart sich wegen des Zeitspiels beschwert hatte, und ein zu Unrecht nicht gegebener Elfmeter beim Stand von 1:1, bei dem sogar unser gefoulter Mitspieler die gelbe Karte bekommt. Ich betone immer wieder, wie wichtig die Schiedsrichter sind und wir uns glücklich schätzen müssen, dass noch jemand diese undankbare Aufnahme übernimmt. Wenn aber jemand dermaßen in ein Spiel eingreift, um sich selbst darstellen zu können, sich bei den Gegnern nach Abpfiff herzen lässt und mit dieser Leistung auch noch eine Meisterschaft beeinflusst, fehlt mir jegliches Verständnis. Ich hoffe sehr, dass wir endlich verschont bleiben von weiteren ähnlichen Schiedsrichtern. Denn so macht Fußball definitiv keinen Spaß mehr.“ Weitere Selbstkritik fügte Jung allerdings auch noch an: „Wir waren zwar die bessere Mannschaft, konnten uns dennoch zu wenig klare Chancen rausspielen.“
Die Östringer wissen folglich, an welcher Stelle sie sich verbessern müssen. „Da müssen wir gegen Dürrenbüchig zwingender werden, dann holen wir auch wieder drei Punkte“, meint Jung, der den Gegner aber nicht unterschätzt: „Wie stark der Gegner jedoch sein kann, zeigte er im Vorspiel bei unserem schmeichelhaften Sieg.“

Im Büchiger Bürgerwaldstadion holte sich der TSV Dürrenbüchig den dritten Sieg in Folge. „Wir sind froh darum, die drei Siege tun uns gut auf jeden Fall, auch was die Auswärtsbilanz betrifft. Die wir ja vorher nicht so mit Erfolg gekrönt. Ich muss sagen, das Spiel war jetzt kein so gutes Spiel. In der ersten Halbzeit war es eine sehr schwache Partie. Wir machen uns das Leben selbst schwer, in der ersten Halbzeit waren wir einfach nicht lauffreudig genug. Trotzdem bin ich der Meinung, dass wir verdient 2:1 gewonnen haben, wenn man das Spiel so bis zum Ende betrachtet“, kommentierte Daniel Kreuzer den Derbysieg.
Am spielfreien Wochenende hat der TSV zudem etwas für den Mannschaftsgeist getan. „Wir waren am Wochenende spielfrei. Ich habe da ein Fest organisiert für die Jungs, was ganz gut angekommen ist. Wir haben schön gefeiert, auch auf die drei Siege. Das ist ja auch nicht alltäglich und hat uns gutgetan“, berichtet Kreuzer, der mit der Serie im Rücken sich auch der favorisierten Östringer Reserve stellt: „Klar, Östringen II ist Favorit gegen uns, aber trotzdem fahren wir da gestärkt hin und versuchen da, das Bestmögliche rauszuholen, das ist ganz klar. Wir werden sehen, was passiert. Wir sind da guter Dinge. Natürlich müssen wir personell mal schauen, wie's bei uns ausschaut. Trotz der drei Siege haben wir personelle Beanstandungen gehabt, aber das haben ja die anderen auch. Die drei Siege, die kann uns keiner mehr nehmen, die tun uns gut und wir fahren nach Östringen mit bei der Brust. Wir wollen da natürlich gerne für eine Überraschung sorgen.“

Prognose:
Nach drei Unentschieden in den letzten vier Partien ist der FC Östringen II im Aufstiegsrennen etwas ins Hintertreffen geraten und kann sich keine weiteren Punktverluste leisten. Auf der anderen Seite kommt der TSV Dürrenbüchig mit einigem Aufwind zur Landesligareserve. Wohl ist der FCÖ II favorisiert, aber eine spannende Partie verspricht diese Ausgangslage allemal.

Münzesheim II
4:1
Menzingen II

Die erwartete Niederlage kassierte die FzG Münzesheim II in Rinklingen, auch wenn sie sich zum Schluss nochmal kräftig aufbäumte. „Das Spiel gegen Rinklingen war wie erwartet: Rinklingen hat das Spiel bestimmt und wir - so gut es ging - uns dagegen gewehrt. Bei einem schwer spielbaren Boden haben die Zuschauer dennoch ein gutes Spiel sehen können. Die Zahl der Gegentreffer geht vollkommen in Ordnung, die Entstehung natürlich nicht. Ich kann es nicht ändern, Glück haben wir diese Saison nicht wirklich gehabt. Dass wir am Ende nochmal rangekommen sind, hat mir und der Mannschaft gezeigt, dass wir auch gegen die starken Mannschaften uns nicht zu verstecken brauchen. Trotz Niederlage bin ich mit einem sehr positiven Gefühl aus dem Spiel gegangen“, bewertete Murat Ayhan den Auftritt seiner Schützlinge durchaus gut. Daneben richtete er sich auch an den Gegner: „Glückwunsch an Rinklingen und viel Glück im Aufstiegskampf!“
Nach dem Duell mit dem Ligaprimus geht es nun in ein ganz anderes Spiel, denn es steht das Kellerduell mit Menzingen II an. „Ein Derby mit einer ganz besonderen Note... Gegen Menzingen II haben wir nun unser Hop-oder-Top-Spiel. Bei einer Niederlage wird es bei dem Restprogramm fast unmöglich sein, den Rückstand nochmal aufzuholen. Daher werden wir gegen Menzingen mehr kämpfen und marschieren als zuvor. Jeder kennt die enorme Wichtigkeit des Spiels. Jeder will mitspielen und drängt sich im Training auf. Die Mannschaft ist on fire und das müssen wir am Sonntag auf den Platz bringen“, weiß Ayhan, was die Stunde geschlagen hat. Er selbst wird die Partie wohl „nur“ von der Seitenlinie aus verfolgen können: „Für mich persönlich ist es ärgerlich, dass ich wahrscheinlich nicht spielen kann.“

Die fünfte Niederlage hintereinander musste der SV Menzingen II hinnehmen, denn mehr als den Anschlusstreffer schaffte der SVM II nach dem 0:2-Rückstand gegen Bauerbach nicht mehr. Dabei trauerte Jan Bergmann einer in seinen Augen verpassten Gelegenheit hinterher: „Gegen Bauerbach hätten wir die Punkte absolut verdient gehabt. Mit einem verschossenen Strafstoß und zwei Lattentreffern hat uns vorne leider einfach das Glück gefehlt.“
Schnell muss man aber wieder den Blick nach vorne richten, denn nun folgt das Abstiegs(end)spiel. „Gegen Münzesheim II steht jetzt ein absolut richtungsweisendes Spiel an. Die Jungs wissen um die Bedeutung des Spiels und werden deshalb am Sonntag besonders motiviert in das Spiel gehen“, so Bergmann, der mit einer klaren Ansage schließt: „Wenn uns vorne noch das Glück zur Seite steht, werden wir die drei Punkte nach Menzingen holen.“

Prognose:
Ein hochspannendes Derby steht zwischen den abgeschlagenen Kraichtaler Reserven an. Menzingen II kann mit einem Sieg einen großen Schritt zum Klassenerhalt machen, Münzesheim II will nach dem letzten Strohhalm greifen. Es zählt für beide der Sieg - und wer sich für diesen mehr einsetzt, wird ihn bekommen.

Kick. Büchig II
3:4
Rinklingen

Zumindest den Humor hatte Sebastian Becker nach dem 0:6 gegen Flehingen II nicht verloren. „Knappe Kiste. Hätte genauso gut für uns ausgehen können“, kommentierte er die hohe Niederlage mit einigem Sarkasmus. Für die eigentliche Analyse reichte er dann aber an Lukas Lohkemper weiter. „Wir haben einfach eine verdammte Saison. Mit dem Kader war es fast klar, dass wir in Flehingen scheitern werden. Trotzdem sind wir eigentlich ordentlich ins Spiel gekommen. Mit dem Ergebnis können wir ja noch froh sein. Flehingen II hat in der zweiten Halbzeit ja auch nichts mehr gemacht. Wir waren durch Verletzungen schon in Unterzahl“, meinte dieser mit Blick auf den äußerst knapp besetzten Kader.
Der zwischenzeitliche Aufwind nach dem Remis gegen Gölshausen ist also wieder verflogen und nun wartet auch noch Tabellenführer Rinklingen. „Wir hoffen, dass wir zum Wochenende wieder besser besetzt sind. Sonst wird es auch gegen die Rinklingen ganz schön bitter für uns“, so Lohkempers düstere Prognose.

Gegen Schlusslicht Münzesheim II holte der TSV Rinklingen einen weiteren Sieg. „Von der 1. bis zur 85. Minute hatten wir das Spiel und unseren Gegner auf dem Trainingsplatz total im Griff. Der Ball lief souverän durch unsere Reihen und zwangsläufig ergaben sich Torchancen. Drei von ihnen haben wir auch genutzt. Ein Tor hat uns der bis dahin sehr gute Schiedsrichter auf Verdacht abgepfiffen. Na ja, damit konnten wir recht gut umgehen. Münzesheim II hatte nicht den Hauch einer Torchance, wir hingegen haben leider die ein oder andere Möglichkeit ausgelassen“, berichtete Josef Nikolic vom lange Zeit klaren Ergebnis. In den Schlussminuten kassierte der TSV aber noch zwei Gegentreffer. Dazu äußerte sich der Trainer jedoch nur sehr knapp: „Die letzten Minuten werden wir wohl nicht so schnell vergessen. Was den Schiri da geritten hat, bleibt wohl sein Geheimnis und von mir unkommentiert!“
Den vierten Sieg in Folge kann sich Rinklingen bei Büchig II holen. Mit Blick auf das Klassement sollte das gut machbar sein, doch Nikolic hebt den mahnenden Zeigefinger: „Das Derby in Büchig werden wir sehr konzentriert angehen. Wir wissen, wie gefährlich die Büchiger sein können. Auch wenn die Runde nicht so läuft wie erwartet, haben sie gute Fußballer in ihren Reihen, die jeder Mannschaft gefährlich werden können.“ Sein Ziel ist allerdings klar: „Wir haben dann nach Ostern spielfrei, also werden wir am Sonntag alles raushauen, um drei Punkte mit nach Rio zu nehmen.“

Prognose:
Dreimal so viele Punkte wie Büchig II hat der TSV Rinklingen bisher gesammelt. Gegen die arg gebeutelte Büchiger Reserve ist der Spitzenreiter turmhoher Favorit. Für Büchig II geht es nach der klaren Niederlage in Flehingen im Derby aktuell wohl um Schadensbegrenzung.

Gölshausen
2:5
Gochsheim

Aus einem 0:3 machte der SV Gölshausen bei Untergrombach II noch ein Remis. Die Aufholjagd kleidete Dominik Rebmann in knappe Worte, die auch Kritik beinhalteten: „Nach sehr schwachen 60 Minuten konnten wir mit einer deutlichen Leistungssteigerung in der letzten halben Stunde und etwas Spielglück einen Punkt mitnehmen.“
Mit diesem Zähler hat sich der SVG auf Rang sieben vorgeschoben und erwartet nun den anderen SVG aus Gochsheim. Verhalten äußert sich Mario Bertino zur Partie: „Gegen Gochsheim erwarte ich ein enges und kampfbetontes Spiel. Personell müssen wir aktuell von Spiel zu Spiel schauen, wer letztendlich am Spieltag einsatzbereit ist.“

Zweimal führte der SV Gochsheim gegen Östringen II, am Ende trennte man sich 2:2 von der Landesligareserve. Gerne hätte Mustafa Kilic gewonnen, insgesamt zeigte er sich aber zufrieden: „Ich hatte es ja vor dem Spiel gesagt: Wir wollten unseren Heimvorteil mit unseren Zuschauern im Rücken nutzen. Ich denke, dass ist uns auch über weite Strecken des Spiels gelungen. Wir waren unheimlich griffig in den Zweikämpfen, taktisch sehr diszipliniert und hatten nach vorne immer wieder Nadelstichen. Ich denke, im Gesamten war es durch die kämpferische Leistung ein gerechtes unentschieden. Östringen II hatte in der zweiten Halbzeit mehr Ballbesitz und mehr Torgefahr, aber dass das Gegentor kurz vor Ende fällt, tut natürlich auch ein bisschen weh. Trotzdem war es das vierte Spiel in Serie ohne Niederlage, da möchte ich nicht meckern.“
Die Gochsheimer verteidigen den neunten Rang, der am Ende das beste Ergebnis seit der Saison 2009/10 bedeuten würde. Mit einem Sieg in Gölshausen würde man die 20-Punkte-Marke überschreiten. „Beim SVG wird es bestimmt nicht einfacher, aber wir haben noch was gut zu machen aus dem Hinspiel. Da waren wir gar nicht auf dem Platz und verloren verdient gegen starke Gölshäuser“, brennt Kilic auf Revanche für das 0:3 in der Hinrunde.

Prognose:
Zwei Plätze und fünf Punkte trennen die beiden SVG's. Gegen zuletzt gut aufgelegte Gochsheimer wird es für Gölshausen schwer, die eigene Sieglos-Serie (fünf Spiele) zu stoppen. In einem Duell auf Augenhöhe ist das aber dennoch möglich.

FV Bauerbach
0:1
Gondelsheim

Nach vier Niederlagen am Stück feierte der FV Bauerbach beim SV Menzingen II endlich wieder einen Sieg. Dieser hing aber am seidenen Faden, wie ein erleichterte Serhan Sezer nach dem 2:1 eingestand: „Die Erleichterung ist groß nach den ersten drei Punkten in der Rückrunde. Dennoch muss ich gestehen, dass es ein glücklicher Sieg war am Ende. Wir hatten wieder nur lediglich einen Zwölf-Mann-Kader, da ein Spieler sich beim Warmmachen bereits verletzt hat und drei weitere kurzfristig wegen Krankheiten ausgefallen sind. Dann haben wir noch ca. 20 Minuten in Unterzahl gespielt und unser Torhüter Nunzio hat einen Elfmeter pariert. Alles in allem hatten wir Glück, dass die Menzinger eher mit dem souveränen Schiri beschäftigt waren als mit dem Spiel.“
Nach dem wichtigen Sieg möchte der FVB Rang fünf verteidigen. Nötig dafür ist ein guter Auftritt gegen Gondelsheim. „Wir möchten den Rückenwind mitnehmen und definitiv auch daheim punkten. Nur wird die Personalsituation nicht besser, da unser Stürmer Frederico nun auch noch gesperrt ist. Wir hoffen, dass wir nach Ostern letztendlich eine entspanntere Personallage haben. Am Sonntag gilt es definitiv unser Punktestand zu erhöhen, dafür erwarte ich von jedem anwesenden Spieler, dass er an seine Grenzen geht. Anderseits erwarte ich gegen die Gondelsheimer eine Partie auf Augenhöhe“, blickt Co-Trainer Sezer gespannt voraus.

Eine Niederlage, die gerade nach der Pause krachend ausfiel, handelte sich der FV Gondelsheim gegen Bretten II ein. Das räumte Maximilian Antony unumwunden ein: „Ja, eine herbe Niederlage, die wir da kassiert haben.“ Zum Spielverlauf äußerte er sich folgendermaßen: „Grundsätzlich ging die erste Hälfte noch in Ordnung. In der zweiten wurden wir dann für jeden Fehler bestraft. Bretten II hat uns klar aufgezeigt, dass wir noch einiges zu verbessern haben. Ebenfalls meinen Respekt vor der abgerufenen Leistung der Brettener. Fußballerisch sowie läuferisch war das schon sehr, sehr gut. Da wir einige Treffer selbst leichtfertig verschuldet haben und sehenswerte Treffer der Brettener-Elf erzielt wurden, die eventuell auch nicht jede Woche gelingen, hätte das Ergebnis auch etwas niedriger ausfallen können - so ist das eben. Jetzt heißt es Mund abwischen und weitermachen.“
Im größeren Zusammenhang sieht Antony aber einen guten Auftakt nach der Winterpause: „Nichtsdestotrotz werte ich, das Bretten-Spiel ausgenommen, unseren Saisonstart als positiv. Wir haben bereits drei der vier Erstplatzierten bespielt und nun kommen die Gegner, gegen die wir punkten können und auch wollen.“ Der erste dieser Gegner, mit denen man sich in Gondelsheim auf Augenhöhe sieht, ist der FV Bauerbach. Antony ist für das Spiel optimistisch: „Gegen Bauerbach wollen wir auf jeden Fall punkten und grundsätzlich auch gewinnen. Ich glaube, dass wir hier durchaus als leichter Favorit wahrgenommen werden. Bauerbach scheint schwierige Wochen hinter sich zu haben, dennoch gehe ich von einem durchaus guten Gegner aus. Rufen wir unsere Leistung ab, ist ein Sieg aber machbar.“

Prognose:
Das Zahnfleisch, auf dem der FV Bauerbach seit Wochen geht, erweist sich als sehr zäh, das zeigt der Sieg in Menzingen. Dieser Dreier dürfte nun Rückenwind geben. Doch auch gegen Gondelsheim braucht es eine kämpferisch überzeugende Leistung, um die Ausfälle zu kompensieren. Gelingt diese nicht, nehmen die Gäste die Punkte mit.

Aufrufe: 07.4.2022, 10:00 Uhr
Florian WittmannAutor