Angeschlagen: Hinter dem Einsatz von Reda Chkifa (links) steht bei der TSG Pfeddersheim ein dickes Fragezeichen.
Angeschlagen: Hinter dem Einsatz von Reda Chkifa (links) steht bei der TSG Pfeddersheim ein dickes Fragezeichen. – Foto: BK/Axel Schmitz (Archivbild)

Nur Oliver Kirch hat keine Sorgen

Uwe-Becker-Stadion der TSG ist für 350 Zuschauer gewappnet +++ Verletztenliste ist lang

Pfeddersheim. Tief sind die Sorgenfalten, mit denen Daniel Wilde auf das erste Heimspiel der neuen Saison in der Fußball-Oberliga schaut. Der FV Eppelborn gastiert am Dienstagabend ab 19.30 Uhr im Uwe-Becker-Stadion. Und schon nach dem ersten Spiel mit der 0:3-Niederlage bei Arminia Ludwigshafen befürchtet der TSG-Trainer, mit arg gerupftem Kader ins Spiel gehen zu müssen.

Angeführt wird die Ausfallliste durch Sebastian Kaster, der seine Probleme im Adduktorenbereich ausheilen muss. Und weil auch Marcel Öhler nach seiner Roten Karte gegen die Arminia nicht ohne Sperre davonkommen wird, steht ein zweiter Aktivposten speziell fürs Offensivspiel nicht zur Verfügung. In Ludwigshafen musste auch Reda Chkifa raus. Und: „Luftrim Kodraliu, Melchisedec Yeboah und Maurice Müller darf man auch nicht vergessen“, verweist der Coach auf drei weitere Ausfälle im Offensivbereich. Bei allen macht das Knie nicht mit.

In Ludwigshafen vorzeitig raus mussten auch Benjamin Himmel (Fuß) und Mathias Tillschneider, mit dem Wilde noch am ehesten rechnet. Gegen den Aufsteiger, der zum Start sein Heimspiel gegen den FV Diefflen mit 2:4 verlor, stellt sich die erste Elf der TSG aber fast von selbst.

Zumindest ein zweites Thema, das die Zeit prägt, haben die Pfeddersheimer im Griff: Die Umsetzung der Hygienevorschriften in Sachen Corona-Virus. Als Hygienebeauftragter hat sich Oliver Kirch in den vergangenen Wochen umgeschaut und das Uwe-Becker-Stadion in drei Zonen eingeteilt. Als großes Vorbild nennt der TSG-Vorstand dabei den SV Horchheim: „Ich habe mir das dort bei der Stadtmeisterschaft angeschaut. Wir haben vieles übernommen.“

Für die Zuschauer entscheidend: Geöffnet ist das Kassenhäuschen am Haupteingang, davor stehen Tische bereit, an denen der Zettel mit den Kontaktdaten ausgefüllt werden kann. Auch die TSGler haben ein entsprechendes Formular im Internet bereitgestellt, das so schon vorab ausgefüllt werden kann. „Geht vielleicht etwas schneller“, mutmaßt Kirch, der auf Abstandsregeln, Maskenpflicht in geschlossenen Räumen und bereitstehende Desinfektionsmittel verweist. Zugelassen ist das Stadionrund für 350 Zuschauer. „Wie das bei Außenveranstaltungen nach der Rechtsverordnung gestattet ist.“

Für die Zuschauer geschlossen bleiben der Bereich vor den Gästekabinen sowie Kabinengang im Untergeschoss und natürlich Spielfeld. „Hinter der Reservebank haben wir noch einen zusätzlichen Bereich abgesperrt“, erklärt Kirch. Die geforderten 1,50 Meter sind da das Thema.

Der Rahmen für eine erfolgreiche Heimspielpremiere steht. Rein sportlich sieht die Sache komplizierter aus.

Aufrufe: 07.9.2020, 16:00 Uhr
Carsten SchröderAutor

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