Keinen Sieger gab es zwischen Biberach (hier Ramon Diamant) und Albstadt. Foto: Volker Strohmaier
Keinen Sieger gab es zwischen Biberach (hier Ramon Diamant) und Albstadt. Foto: Volker Strohmaier

Ein Klassespiel findet keinen Sieger

Fußball, Landesliga: Biberach und Albstadt trennen sich 1:1

Biberach / sz - Der FV Biberach hat gegen FC Albstadt einen dreifachen Punktgewinn verpasst. Der Tabellenführer der Fußball-Landesliga entführte beim 1:1 auf dem Kunstrasenplatz am Erlenweg einen wichtigen Zähler im Titeltrennen gegen den VfB Friedrichshafen. Biberach rutschte durch das Unentschieden auf den fünften Platz ab. Die Treffer erzielten Biberachs Spielertrainer Florian Treske nach einer knappen Stunde und Gil Rodriguez gut zehn Minuten später für die Gäste.

Das Spiel vor mehr als 250 Zuschauern am Erlenweg hielt über die gesamte Spielzeit was die Tabellensituation und die Leistungen der vergangenen Wochen versprochen hatten. Hohes Tempo, individuelle Qualität und unterschiedliche Spielideen machten die Partie zu einem Landesligaspiel, was man auf diesem Niveau selten sieht. Der FV Biberach versuchte sich durchzukombinieren, um zum Erfolg zu kommen. Albstadt setzte dagegen eher auf lange Diagonalpässe auf die Flügel.

In Sachen Niveau waren sich die Trainer einig, beim Ergebnis gab es dann doch unterschiedliche Auffassungen. "Dieses Klassespiel hat keinen Sieger verdient, das Unentschieden ist unter dem Strich ein gerechtes Resultat", resümierte Albstadts Coach Alexander Eberhart. Dagegen haderte Treske vor allem mit den beiden vergebenen Großchancen nach der Pause. "Aufgrund der besseren Chancen hätten wir das Spiel gewinnen müssen", schwankte Treske zwischen Zufriedenheit über die Leistung und Enttäuschung über die verloren Punkte. Und tatsächlich hätten Kapitän Andreas Wonschick und Jonathan Hummler weitere Treffer für den FV Biberach schießen können.

Wonschick scheiterte nach 46 Minuten am Pfosten, als er eine Flanke von Ramon Diamant direkt abnahm. Nach einer guten Stunde stand Hummler frei vor Albstadts Keeper Chris-Ian Leitenberger und brachte den Ball nicht im Tor unter. Das wäre das 2:0 für den FV Biberach gewesen, weil Treske seine Mannschaft nach 56 Minuten nach einer Ecke in Führung gebracht hatte. Der Stürmer, der auch in diesem Spiel wieder als Abwehrorganisator überzeugte, spitzelte den Ball an Leitenberger vorbei ins Netz. Proteste der Albstädter wegen angeblichem gestreckten Bein von Treske prallten am guten Schiedsrichter Anis Ramic aus Ulm ab.

Chancen auf beiden Seiten

Schon vor der Pause hatten Raphael Geiger (25.) und zwei Minuten später Diamant Leitenberger mit Distanzschüssen geprüft. Allerdings musste Timo Heimpel bereits nach 16 Minuten einen Kopfball von Andreas Endriss von der Biberacher Linie kratzen, gleiches gelang Fabian Scheffold auch noch in Durchgang zwei. Auch der Tabellenführer hatte durchaus noch mehr Chancen auf ein Tor, als die von Rodriguez nach 69 Minuten zum Ausgleich genutzte. Wieder einmal landete ein langer Ball auf seinen Füßen, der Außenstürmer kurvte nach innen und ließ mit einem präzisen Schuss ins lange Eck Florian Fritzenschaf im Biberacher Kasten keine Abwehrmöglichkeit. "Das war ein schönes Tor, das wir allerdings viel früher verteidigen müssen", sagte Treske.

Albstadt nahm einen wichtigen Punkt mit und bleibt Tabellenführer, ist aber wieder punktgleich mit dem VfB Friedrichshafen, der in Mengen mit 2:0 gewann. Aber auch der FV Biberach kann selbstbewusst in die Rückrunde blicken, vorausgesetzt am kommenden Samstag gelingt an gleicher Stelle ein Sieg gegen den FV Rot-Weiß Weiler. "Wir haben heute erneut fußballerisch überzeugt und man sieht, dass sich die Mannschaft weiterentwickelt", bilanzierte Treske – schwankend zwischen hoher Zufriedenheit mit der Leistung und Enttäuschung über das Ergebnis.

Aufrufe: 024.11.2019, 18:24 Uhr
Schwäbische ZeitungAutor