
Der FV Bad Schussenried überwintert als Schlusslicht der Landesliga, Staffel 4. Acht Punkte aus 17 Spielen, 52 Gegentore – die Bilanz ist ernüchternd. Trainer Martin Schmid spricht offen über Defizite, aber auch über den Willen, sich in der Rückrunde nicht aufzugeben.
Die nackten Zahlen lassen wenig Spielraum für Beschönigungen. Mit zwei Siegen, zwei Unentschieden und 13 Niederlagen steht der FV Bad Schussenried nach 17 Spieltagen auf dem letzten Tabellenplatz. „Natürlich liegen wir weit hinter unseren Erwartungen“, sagt Trainer Martin Schmid. „Wir wussten, dass es schwer wird, hätten uns aber schon einige Punkte mehr erhofft.“ Der Aufsteiger zahlt in der Landesliga bislang viel Lehrgeld.
Auf die Frage, was besser gelaufen sei als erwartet, antwortet Schmid deutlich: „Als Letzter gibt’s da wohl nicht viel, was gut geklappt haben kann.“ Es ist eine Einschätzung, die den bisherigen Saisonverlauf treffend beschreibt.
Die Ursachen für den Absturz sieht der Trainer klar benannt. „Vor allem die Effizienz vor dem Tor und zu viele individuelle Fehler, die zu Gegentoren geführt haben“, seien entscheidend gewesen. 21 erzielte Treffer stehen 52 Gegentoren gegenüber – ein Verhältnis, das in einer engen Landesliga kaum zu kompensieren ist.
Trotz der schwierigen Lage verzichtet Schmid auf Durchhalteparolen ohne Substanz. „Die Zeit zum Aufgeben ist noch nicht gekommen“, sagt er. „Wir werden versuchen, eine erfolgreichere Rückrunde zu spielen.“ Gleichzeitig macht er klar, dass der Klassenerhalt nicht mehr allein in der eigenen Hand liegt. „Dann müssen wir natürlich auch hoffen, dass der ein oder andere vor uns schwächelt.“
Die Wintervorbereitung beginnt am 19. Januar. Große Maßnahmen sind nicht geplant. „Es ist nichts Spezielles geplant“, erklärt Schmid, „aber je nachdem, was das Wetter und die Platzverhältnisse machen, werden wir auch improvisieren.“
Personelle Veränderungen wird es nicht geben. „Nein“, antwortet Schmid knapp auf die Frage nach Zu- oder Abgängen. Der FV Bad Schussenried setzt darauf, mit dem vorhandenen Kader Lösungen zu finden.
In der Frage nach dem Meister zeigt sich der Trainer eindeutig. „Türkspor Neu-Ulm ist auf jeden Fall der Favorit auf den Titel. Sie waren für mich die stärkste Mannschaft“, sagt Schmid. Einzig dem FC Blaubeuren traut er noch zu, Druck auszuüben: „Ich denke, wenn überhaupt, kann der FC Blaubeuren ihnen noch gefährlich werden. Ab Platz 8 muss man sich mit dem Abstiegskampf beschäftigen.