Schon über einen Torerfolg würden sich die Wilferdinger gegen den haushohen Favoriten FC Nöttingen wohl riesig freuen. Foto: PZ-Archiv, Ripberger
Schon über einen Torerfolg würden sich die Wilferdinger gegen den haushohen Favoriten FC Nöttingen wohl riesig freuen. Foto: PZ-Archiv, Ripberger

Zwei Pokal-Wettbewerbe, ein heißes Derby: Kann Wilferdingen die Nöttinger ärgern?

Spannende Duelle auch im Kreispokal

Enzkreis/Pforzheim. Während im badischen Fußballpokal die dritte Runde auf dem Programm steht, bestreiten die meisten Mannschaften im Kreispokal Pforzheim am Wochenende ihr erstes Pflichtspiel in der neuen Saison. Für die Kicker ist es somit auch das erste Pflichtspiel nach fast fünf Monaten Pause. Die vergangene Saison wurde ja Anfang März wegen der Corona-Pandemie abgebrochen.

BFV-Pokal

Dieses Spiel stellt am Wochenende wohl alles in den Schatten. Nicht weil, es ein Knallerspiel zweier gleichwertiger Mannschaft ist, sondern, weil es ein Lokalderby durch und durch ist. Der FC Alemannia Wilferdingen empfängt am Sonntag um 17 Uhr den FC Nöttingen. Kreisligist gegen Oberligist. Die Favoritenrolle ist klar verteilt. Dennoch freut man sich in Wilferdingen auf dieses ganz besondere Spiel. Wilferdingens Coach Denis Baccarella: „Ich bin ein sehr ehrgeiziger Trainer und rechne mir auch gegen den FC Bayern München Chancen aus. Wer weiß – im Pokal passieren ja immer wieder verrückte Dinge. Allerdings sind wir im Spiel gegen Nöttingen urlaubsgeschwächt. Mir fehlen einige Spieler. Doch wir haben schon jetzt Historisches geschafft: Alemannia Wilferdingen stand noch nie in der dritten Runde des BFV-Pokals.“ Ein bisschen ärgern wolle man den FCN schon, so Baccarella.

Auch die Nöttinger, die am Sonntag in den Wettbewerb einsteigen, fiebern dem Derby entgegen. „Für uns ist es das erste Pflichtspiel in dieser Saison. Wir wollen das Derby natürlich gewinnen, zumal es für uns auch ein Nachweis ist, wie es dann in den kommenden Spielen weitergehen kann. Wir haben gut und viel gearbeitet und freuen uns, dass es jetzt endlich um etwas geht“, so der Nöttinger Coach Marcus Wenninger. Mit einem Sieg will der FCN natürlich auch wieder den ersten Schritt Richtung Finale machen. Ziel ist es wieder in den DFB-Pokal einzuziehen. Die Chance ist ja auch noch aus der vergangenen Runde da. Hier muss noch das Endspiel am Finaltag der Amateure am 22. August gegen Waldhof Mannheim oder den ASC Neuenheim in Sinsheim ausgetragen werden.

Von den insgesamt 15 Pforzheimer Vertretern im BFV-Pokal sind in der dritten Runde außerdem noch der 1. FC Ispringen und der TuS Bilfingen übrig geblieben. Die Ispringer sind zu Beginn der Saison in einer guten Verfassung und wollen diese auch nun im Landesliga-Duell gegen den TSV Oberwittstadt (Odenwald) bestätigen. Nach dem Coup gegen den Verbandsligisten Fortuna Kirchfeld in der Verlängerung peilt nun auch Bilfingen den Einzug ins Achtelfinale ein. Dafür muss allerdings der Landesligist VfL St. Leon aus dem Weg geräumt werden.

Kreispokal Pforzheim

Auch im Kreispokal stehen am Wochenende zahlreiche packende Duelle an. Ein Kreisliga-Duell steigt dabei zwischen der Spvgg Conweiler-Schwann und dem FV Göbrichen. Für beide Teams ist der Pokalhit eine erste Standortbestimmung vor dem Ligastart Ende August.

Da zu Beginn einer Saison viele Teams ihren Rhythmus erst noch finden müssen, rechnet sich auch der 1. FC Kieselbronn als A-Ligist und somit vermeintlicher Underdog gegen den Kreisligisten FSV Buckenberg etwas aus.

Viel vorgenommen hat sich auch der TuS Ellmendingen für die neue Runde. Das Team der bedien Spielertrainer Ken Hoffmann (24 Jahre) und Marius Diebold (26) hat Ambitionen in der A2 vorne mitzuspielen. Voll motiviert gehen die „Winzer“ deshalb auch ins Pokalduell gegen den Ligarivalen FC Calmbach. Hier will der TuS gleich mal ein Zeichen setzen.

Aufrufe: 013.8.2020, 15:30 Uhr
Pforzheimer Zeitung / Dominique JahnAutor

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