
In den beiden Staffeln der Frauen-Landesliga war einiges geboten. Hier gibt es den ausführlichen Rückblick und den Service für jede Staffel.
In Nürtingen bekamen die Zuschauer eine erste Halbzeit geboten, die fast schon für das gesamte Spiel reichte. Die Heimelf legte eine beeindruckende Schlagzahl an den Tag und suchte konsequent den direkten Weg zum Tor. In der 28. Minute belohnte Anna Grezinger diesen Aufwand mit dem Führungstreffer. Nur wenig später wurde es kurios, als Judith Alt (32.) ein unglückliches Eigentor unterlief, was den Vorsprung der Nürtingerinnen verdoppelte. Kurz vor dem Pausenpfiff schien die Vorentscheidung bereits gefallen, als Cecilia Mauthe (43.) auf 3:0 erhöhte. Doch der SV Hoffeld bewies Moral und schlug noch vor dem Gang in die Kabinen zurück: Pauline Weber (45.) verkürzte auf 3:1. Im zweiten Durchgang investierte Hoffeld viel Leidenschaft, um den Anschluss zu erzwingen, doch die Nürtinger Defensive agierte äußerst abgeklärt und verteidigte den Vorsprung bis zum Schlusspfiff.
Das Spiel wurde abgesagt.
Diese Begegnung wurde maßgeblich von der individuellen Klasse einer einzelnen Akteurin geprägt. In einer zunächst ausgeglichenen Partie, in der die Defensive von Münchingen II stabil stand, war es Kim Redelfs (41.), die kurz vor der Pause die entscheidende Lücke fand und Nellmersbach in Front schoss. Der psychologische Vorteil lag nun aufseiten der Heimelf, und sie nutzte ihn unmittelbar nach dem Seitenwechsel perfekt aus: In der 46. Minute war erneut Kim Redelfs zur Stelle und schnürte ihren Doppelpack. Münchingen bemühte sich in der Folge um Entlastung, doch Nellmersbach blieb spielbestimmend und kontrollierte das Geschehen auf dem Rasen. Janina Jänel (64.) sorgte nach einer Stunde für den dritten Treffer und besiegelte damit den souveränen Heimsieg.
Vor 20 Zuschauern entwickelte sich in Bellenberg ein zähes Ringen um jeden Meter Boden. Die Heimelf erwischte den besseren Start und konnte sich früh über die Führung durch Lisa Hügler (18.) freuen. Satteldorf wirkte nach dem Gegentreffer jedoch keineswegs geschockt und hielt mit viel körperlicher Präsenz und taktischer Disziplin dagegen. In der zweiten Halbzeit erhöhten die Gäste spürbar den Druck auf den gegnerischen Strafraum. Bellenberg verteidigte lange Zeit leidenschaftlich, musste aber in der 75. Minute den Ausgleich durch Sonia Munz hinnehmen. In der Schlussphase suchten beide Teams die Entscheidung mit offenem Visier, doch letztlich blieb es bei einer leistungsgerechten Punkteteilung in einem Spiel, das vor allem durch Kampfgeist geprägt war.
In Ulm sahen die Fans eine klassische Nullnummer, die jedoch keineswegs arm an Spannung war. Beide Mannschaften legten den Fokus auf eine extrem disziplinierte Abwehrarbeit und ließen kaum nennenswerte Torchancen zu. Das Geschehen spielte sich primär im Mittelfeld ab, wo leidenschaftlich um die Spielkontrolle gefightet wurde. Da keine der beiden Offensivreihen an diesem Tag die nötige Kreativität entwickelte, um den gegnerischen Riegel zu knacken, endete die Partie torlos mit einem Unentschieden, mit dem beide Seiten am Ende wohl leben konnten.
In einer hochemotionalen Begegnung in Crailsheim gab ein einziger Treffer den Ausschlag. Sarah Herrmann (37.) erzielte noch vor der Pause die Führung für die Hausherrinnen, was der Partie eine taktische Prägung verlieh. Wendlingen kam mit viel Elan aus der Kabine und drängte auf den Ausgleich, doch die Aufgabe wurde in der 64. Minute erheblich erschwert: Sabrina Trampitsch sah die Rote Karte und musste den Platz vorzeitig verlassen. In Unterzahl warf Wendlingen in den letzten Minuten dennoch alles nach vorne, doch Crailsheim bewies Nervenstärke und brachte den knappen Vorsprung mit viel Herzblut über die Zeit.