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Allgemeines

Futsal-Chancenwahnsinn in Bielefeld-Sennestadt

Der MCH FC vollbringt ein wahres Kunststück, 
als er die Partie gegen Liria trotz allerbester Möglichkeiten verliert.

von Nicole Bentrup · 06.10.2025, 18:09 Uhr · 0 Leser
– Foto: Marlon Hammoudeh

„Wenn wir zu Hause vier Tore schießen, dürfen wir das Spiel niemals verlieren“, sagte MCH-Kicker Fouad Aghnima. Der Futsal-Bundesligist aus dem Bielefelder Süden hat aber genau das hinbekommen. Eine 4:6-Heimniederlage gegen den FC Liria. Zur Pause hatte der MCH noch 2:0 geführt.

Die Anfangsphase gehörte klar den Bielefeldern, die sich wieder einmal etliche teils hochkarätige Chancen erarbeiteten. Aisa Mohand Arifi hatte in den ersten sieben Minuten zwei dicke Möglichkeiten, vergab aber beide (2., 7.). Dann aber sollte mit einem Doppelschlag durch Robert Ljubic und Aisa Mohand Arifi binnen weniger Sekunden (11.) der Knoten platzen. Das schnelle 2:0 verunsicherte die Berliner, gab dem MCH allerdings nicht den gewünschten Aufschwung. Zwar hatten die Hausherren in der Folge wieder etliche Möglichkeiten durch Gabriel Oliveira (12.) und Aisa Mohand Arifi (17.), doch ein weiterer Treffer sollte vor der Pause einfach nicht fallen. Die Berliner hingegen durften sich bei ihrem stark aufspielenden Torwart Jean-Michel Göde bedanken, dass der Rückstand nicht deutlich höher ausgefallen war. Göde zeigte diverse starke Paraden und brachte den MCH-Angriff damit häufig zu einer gewissen Verzweiflung.
Der zweite Abschnitt wurde wild und torreich. Nach dem 1:2-Anschlusstreffer (24.) traf Oliveira den Pfosten (24.). Berlin gelang der Ausgleich (28.). Aghnima schoss daneben (30.), Mohand Arifi an den Pfosten (30.), Oliveira vergab ebenfalls (31.), dann aber traf Memos Sözer zum 3:2 (31.), doch Berlin glich postwendend aus (32.). Es folgte wieder ein wahrer Chancenwahnsinn für den MCH: Sözer an den Pfosten (33.), Ljubic knapp am Tor vorbei (36.), Sözer daneben (36.). Dafür traf Liria zum 4:3 (37.). Nun blieb dem MCH nur noch die Option des fünften Feldspielers. Gecim zog sich das Flying-Goalie-Trikot über und traf zum 4:4 (38.). Doch die Variante ohne Keeper zu spielen birgt immer auch Gefahr. So nutzte Berlin das verwaiste MCH-Tor gleich zwei Mal und zog auf 6:4 davon (40.). Fouad Aghnima resümierte: „Das war eine total unnötige Niederlage, die uns extrem ärgert.“