
Mit einem furiosen 5:0-Heimsieg gegen die SG TSG Gretesch/Osnabrücker SC haben sich die Fußballerinnen des SV Heidekraut Andervenne am letzten Spieltag die Vizemeisterschaft in der Oberliga Niedersachsen West gesichert. Punktgleich mit Jesteburg entschied am Ende exakt ein Tor in der Tordifferenz zugunsten der Gastgeberinnen und machte damit eine beeindruckende Aufholjagd perfekt.

Doppelschlag bringt Andervenne früh auf Kurs
Die Ausgangslage vor dem Saisonfinale war kompliziert, aber klar: Andervenne benötigte einen eigenen Sieg und gleichzeitig Schützenhilfe im Fernduell um Platz zwei. Trotz der hohen Belastung durch den ungewohnten Doppelspieltag – erst zwei Tage zuvor hatte die Mannschaft bereits einen 3:1-Erfolg gegen A/O gefeiert – präsentierte sich das Team von Beginn an hochkonzentriert.
In der 20. Minute brachte Elisa Holstein die Gastgeberinnen nach Vorarbeit von Emma Gersema mit einem sehenswerten Treffer in Führung. Nur zwei Minuten später legte Holstein nach einer Hereingabe von Marie Schimanski direkt das 2:0 nach. Andervenne spielte sich nun in einen Rausch und erhöhte bereits in der 28. Minute durch Innenverteidigerin Marlen Heft nach einer Ecke auf 3:0.
Starke Defensive und perfekter Abschluss
Nach dem Seitenwechsel versuchte Gretesch/OSC noch einmal zurückzukommen, doch Andervenne ließ defensiv kaum etwas zu. Stattdessen sorgte erneut ein Doppelschlag für die endgültige Entscheidung: Zunächst traf Kapitänin Louisa Hoff in der 63. Minute mit einer scharfen Hereingabe von der Grundlinie, die über die Torhüterin hinweg im Netz landete. Nur zwei Minuten später schnürte Marlen Heft nach einem Freistoß ihren Doppelpack zum 5:0-Endstand.
Dieser deutliche Sieg sollte schließlich Gold wert sein. Weil das Parallelspiel zwischen Jesteburg und Hollage unentschieden endete, zog Andervenne dank der um genau ein Tor besseren Tordifferenz noch auf Rang zwei vorbei.
Die Vizemeisterschaft krönt damit eine starke Saison, in der sich die Mannschaft vor allem durch Teamgeist, Zusammenhalt und konstante Leistungen ausgezeichnet hat. Überschattet wurde die Partie lediglich von der Verletzung einer Spielerin von Gretesch/OSC, die während des Spiels mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden musste. Andervenne richtete im Anschluss beste Genesungswünsche aus.
