
Rüsselsheim. Nach einer guten Hinrunde mit 17 Punkten hat es für die Fußballerinnen des SC Opel Rüsselsheim nach der Winterpause nur noch zu sieben Zählern gereicht. Am Ende mussten sie sich im Zwölfer-Feld der Verbandsliga Süd mit dem achten Tabellenplatz begnügen – eigentlich war Rang fünf das Ziel. In der kommenden Saison soll es aber wieder besser laufen. Dann gehen die Rüsselsheimerinnen mit einem neuen Trainer an den Start.
Mit Soto Basis aus Frankfurt-Griesheim haben sie einen erfahrenen Mann verpflichtet, der seit 2010 im Mädchen- und Frauenfußball in der Verbands-, Hessen- und Regionalliga tätig war und dabei drei Meistertitel holte. Zuletzt betreute der 33-jährige C-Lizenz-Inhaber die Damen des SV Ober-Olm. Trotz Angeboten aus der Hessenliga entschied sich Basis für den SC Opel, wo er nach einem Probetraining vom Verbandsliga-Team und dem Umfeld überzeugt war.
Die bisherigen Erstmannschaftstrainerinnen bleiben dem Verein aber erhalten. „Ich will nach zehn Jahren Pause wieder aktiv spielen“, erklärt Jessica Klement. Ihre Mutter Jasmine Wismar wird mit Andreas Hoppenstedt die zweite Mannschaft in der Kreisoberliga betreuen.
Wie Jessica Klement berichtet, wird es zwei Abgänge geben: „Leonie Michels geht in die USA und hat dort ein Stipendium bekommen. Justine Becker wechselt den Verein.“ Mit neuen Spielerinnen sei man bereits in Gesprächen. „Einige haben schon mündlich zugesagt. Das freut uns. Denn unser großes Ziel ist es, den Kader zu vergrößern“, betont Klement. Das sei nach den Erkenntnissen aus der zurückliegenden Rückrunde auch dringend nötig. „Da hatten wir sehr viele Ausfälle, mussten regelmäßig mit Spielerinnen aus der zweiten Mannschaft auffüllen und konnten keine Kontinutiät reinbringen. Der Kader war zum Ende der Saison hin immer mehr ausgedünnt."
Goalgetterin Suzan Pekgüzelyigit hatte bereits zur Winterpause aus privaten Gründen aufgehört. Auch Marlene Banse stand körperlich angeschlagen nicht mehr in der Rückrunde zur Verfügung. Zudem fiel Nadine Müller nach einem Kapselriss am Fuß, den sie sich im Januar beim eigenen Hallenturnier zugezogen hatte, bis zum Saisonende aus.
Darüber hinaus war Leonie Michels mit einem gebrochenen Finger sechs Wochen nicht einsatzfähig. Dazu musste Keeperin Annika Peschke wegen einer Ellbogenprellung dreimal pausieren. Jessica Losert, mit elf Treffern beste Torschützin der Opel-Frauen, fehlte krankheitsbedingt ebenfalls für drei Spiele. Und gegen Ende der Runde schied auch noch Janine Hanke mit einer Fußgelenksverletzung aus.
So sollten den Rüsselsheimerinnen nach sieben Punktgewinnen bis Mitte April dann keine weiteren mehr gelingen. Nach fünf Niederlagen in Folge fielen sie in den letzten Spielen auf den achten Platz zurück – nur vier Zähler von der Abstiegszone entfernt.
Doch nun soll es beim ehemaligen Regionalligisten, der im vergangenen Jahr nach zwei Abstiegen nur knapp dem dritten entgangen war, auf jeden Fall wieder aufwärts gehen. „Wir wollen in der Verbandsliga im oberen Tabellenfeld mitspielen“, erklärt Jessica Klement. „Dafür müssen wir aber unbedingt torgefährlicher werden. Denn die Chancenverwertung war unser großes Manko in der letzten Saison.“