2026-01-09T09:36:09.492Z

Spielbericht
Die Frauen von Bayer 04 Leverkusen mischen in der Bundesliga oben mit.
Die Frauen von Bayer 04 Leverkusen mischen in der Bundesliga oben mit. – Foto: Pressefoto Eibner

Fußballerinnen von Bayer 04 Leverkusen halten Erfolgskurs

Beim 3:0 gegen Aufsteiger Turbine Potsdam sorgt das Frauen-Team von Bayer 04 Leverkusen früh für Sicherheit und bleibt der Spitzengruppe der Tabelle auf den Fersen.

Bayer Leverkusens Fußballerinnen bleiben auf Tuchfühlung mit der Tabellenspitze der Bundesliga. Beim 3:0 (2:0) gegen Schlusslicht und Aufsteiger Turbine Potsdam gaben sich die Leverkusenerinnen keine Blöße und profitierten dabei von einem Patzer des FC Bayern.

Punktgleich mit dem Titelverteidiger und Eintracht Frankfurt – allerdings mit dem klar schlechteren Torverhältnis – liegt das Team von Coach Roberto Pätzold zwei Spieltage vor Ende der Hinrunde auf Rang vier, nur zwei Zähler hinter Spitzenreiter Wolfsburg, der zum Abschluss der Halbserie noch nach Leverkusen muss.

Was gut lief Endlich machte Bayer es gegen einen der vermeintlich kleinen Gegner nicht unnötig spannend. Die Gastgeberinnen ließen im Ulrich-Haberland-Stadion keine Zweifel aufkommen, dass sie das Feld als Sieger verlassen würden. Die Tore von Kristin Kögel per Lupfer (4.) und Cornelia Kramer nach feinem Zuspiel von Nicole Bender (13.) sorgten früh für Klarheit. Danach kontrollierte der Favorit die Partie, ließ so gut wie nichts zu und machte schließlich alles klar, als Lilla Turanyi nach einer Ecke mit einem Kopfball zur Stelle war (62.). Das war kein Zufall. „Wir hatten eine Extra-Einheit zu Standards, die sich bezahlt gemacht hat“, verriet Pätzold, der die Partie aufgrund einer Gelb-Roten Karte aus dem Derby-Sieg in Köln in der Vorwoche nicht auf der Trainerbank verfolgte.

Zu wenige Tore für die Dominanz

Woran es haperte Die Leverkusenerinnen müssen sich vorwerfen lassen, aus der großen Dominanz nicht noch mehr Treffer generiert zu haben. „Wir haben unsere Pflichtaufgabe souverän gelöst, auch wenn wir es uns in beiden Halbzeiten phasenweise unnötig schwer gemacht haben. Das 3:0 hätte gerne auch früher fallen können“, sagte der unter dem Strich zufriedene Hauptübungsleiter.

Bestmarke Von bislang neun Partien in der Liga hat Bayer sechs gewonnen und erst eine knapp gegen die Bayern verloren. 20 Punkte sind jetzt schon die beste Halbserie in der Geschichte des Frauen-Fußballs unterm Bayer-Kreuz. Alle Rechnungen sind jedoch nach wie vor mit einem „Aber“ versehen. Denn einer der Siege und drei der Punkte resultieren aus dem Auftaktsieg in Freiburg, über dessen Gültigkeit oder eine drohende Wiederholung die Sportgerichtsbarkeit noch nicht abschließend entschieden hat.

Historisches Momentum

So geht es weiter „Wir haben mit der bisherigen Punkteausbeute ein historisches Momentum geschaffen und uns eine sehr gute Ausgangslage für die letzten beiden Partien der Hinrunde erspielt“, betonte Pätzold. Diese Begegnungen haben es in sich: Bevor die Leverkusenerinnen gegen Wolfsburg antreten, reisen sie zunächst zum Fünften RB Leipzig, den sie mit einem Auswärtssieg auf Distanz halten möchten. Zwischen beiden Partien steht noch ein Wiedersehensehen mit Potsdam an, das im Achtelfinale des Pokals erneut nach Leverkusen muss. Zum Jahresausklang steht schließlich das durchaus brisante Rückspiel gegen Freiburg auf dem Programm.

Bayer 04 Repohl – Menglu (59. Merino Gonzalez), Ostermeier (67. Bragstad), Turanyi, Levels (81. Vidal) - Zdebel, Piljic - Bender (59. Vilhjalmsdottir), Kögel - Kramer, Kehrer (59. Boboy).

Aufrufe: 012.11.2024, 17:00 Uhr
RP / Tobias KrellAutor