Für Bayer Leverkusen geht es um den Einzug in die nächste Runde.
Für Bayer Leverkusen geht es um den Einzug in die nächste Runde. – Foto: Heiko Ludwig

Fußballerinnen erhalten eine zweite Chance bei der TSG

Frauen-DFB-Pokal: Die Frauen von Bayer Leverkusen müssen zur TSG Hoffenheim.

Örtlich machen Bayers Bundesliga-Fußballerinnen am Sonntag (13 Uhr) dort weiter, wo sie vor der jüngsten Länderspielpause aufgehört haben. Zum DFB-Pokal-Achtelfinale bei der TSG Hoffenheim geht es für sie erneut ins Dietmar-Hopp-Stadion nach Sinsheim. Sportlich wollen sie es dabei allerdings deutlich besser machen als bei der 1:3-Niederlage im Liga-Duell an gleicher Stelle etwas mehr als zwei Wochen zuvor. „Wir haben in der Pause an den Dingen gearbeitet, die wir zuletzt nicht so gut gemacht haben. Gegen Hoffenheim hatten wir Bälle verloren, manche Situationen nicht erkannt und uns nicht gut am Gegner orientiert“, betonte Trainer Robert de Pauw.

Er ist ein ausgesprochener Fan des Wettbewerbs, in dem die Leverkusenerinnen in den vergangenen drei Jahren zweimal erst im Halbfinale scheiterten und auf dem Weg dorthin jeweils überraschend Hoffenheim bezwangen – einmal nach Verlängerung, einmal im Elfmeterschießen. „Bei einem Pokalspiel kann alles passieren, es geht um alles oder nichts, das macht diese Spiele so großartig.“

Dazu passt ganz gut eine niederländische Redensart, die de Pauws Landsmann Louis van Gaal in seiner Zeit als Bayern-Coach in Deutschland bekannt gemacht hat: „Tod oder Gladiolen“. Welche der Möglichkeiten der Leverkusener Trainer für Sonntag bevorzugt, ist klar: „Wir wollen die Gladiolen.“

Vom schnellen Wiedersehen mit der TSG verspricht er sich deutliche Verbesserungen. „Wir wollen zeigen, dass wir es besser können als beim letzten Mal. Dazu müssen wir besser verteidigen und Gefahren schneller erkennen“, fordert er. Eine weitere wichtige Zutat ist die starke Mentalität, die Bayer im Pokal in den vergangenen Spielzeiten mehrfach zeigte. „Die Mannschaft kämpft um jeden Meter auf dem Platz. Das muss sie nun wieder zeigen. Wenn es nicht mit schönem Fußball klappt, dann kommen wir eben über das Kämpfen.“

Deutlich besser als im letzten Duell ist es um die Kaderbreite der Leverkusenerinnen bestellt. De Pauw, dem vor zwei Wochen noch sieben Spielerinnen fehlten, muss nur noch auf vier verzichten. Es fehlen die verletzten Verena Wieder, Sylwia Matysik und Ivana Ferreira Fuso sowie kurzfristig auch die erkrankte Selina Ostermeier. Das heißt: Melissa Friedrich, Lara Marti, Milena Nikolic und Anna Klink stehen wieder zur Verfügung.

Ob den Bayer-Frauen der erste Sieg jemals in Hoffenheim gelingt, können die Fans des Werksklubs live im Internet verfolgen. Die Partie wird auf dem vereinseigenen Youtube-Kanal übertragen.

Aufrufe: 019.11.2022, 22:00 Uhr
RP / Tobias KrellAutor