2026-01-09T09:36:09.492Z

Allgemeines
Vorwürfe, Rücktritte, ein Urteil: Ein südbadischer Schiedsrichter fühlt sich benachteiligt.
Vorwürfe, Rücktritte, ein Urteil: Ein südbadischer Schiedsrichter fühlt sich benachteiligt. – Foto: Claus Bergmann (Imago)

Fußball-Schiedsrichter erwirkt Urteil des südbadischen Verbandes

Jan Beck darf weiter Landesliga pfeifen

Diskriminierung? Beleidigung? Eine Fehde zwischen einem südbadischen Fußballschiedsrichter und seinem Boss zieht Kreise. Nun hat der Verband ein erstes Urteil gefällt.

Jan Beck spricht schnell und viel, er ist aufgebracht, er sagt, er ist Schiedsrichter aus Leidenschaft, doch so könne das alles nicht weitergehen. Mit 14 Jahren stand der Referee aus Baden-Baden zum ersten Mal mit der Pfeife auf einem Fußballfeld, der Personalleiter eines Karlsruher Unternehmens ist bis in die Landesliga aufgestiegen, die siebthöchste Klasse in Deutschland. 650 Partien habe er auf dem Buckel. Allein vergangene Saison seien es "an die 100 Spiele" gewesen. "Ich liebe mein Hobby", sagt Beck. Seine Zuneigung hat zuletzt allerdings gelitten.

Beck spricht von Machenschaften, von Mobbing und Diskriminierung, gar "mafiaähnlichen Strukturen" im südbadischen Fußball-Verband (SBFV). Man nehme, so Beck, "äußerst engagierten Schiedsrichtern bewusst die Motivation", man möchte sie "fast schon rausekeln und rausmobben". Das schrieb der 32-Jährige in einer epischen Beschwerde an die Vorstände der südbadischen und badischen Fußballverbände, die sich laut Beck lange zierten, dann aber ein Verfahren einleiteten. Er holt weit aus in seiner Beschwerde. Es sei zum Beispiel mit Blick auf das Alter "eine Diskriminierung, dass eine Frau, die einen deutlich schlechteren Notenschnitt aufweist, in der Liga verbleiben darf". Doch im Kern geht es ihm um etwas anderes. Mehr bei BZ-Plus.

Aufrufe: 04.8.2024, 15:42 Uhr
Uwe Rogowski und Stefan Kech (BZ)Autor