
Nach der 1:3-Pleite im Landesligaderby zwischen Union Schafhausen und dem SV Helpenstein haben sich beim Gast weitere Probleme eingestellt. Mit der 15. Saisonniederlage blieb das Team nur hauchdünn über dem Strich. Es blieb den Gästen versagt, mit einem Sieg an den Sportfreunden Uevekoven vorbeizuziehen. Außerdem kam Viktoria Arnoldsweiler mit einem Erfolg über Brand drei Punkte näher. Sieger Schafhausen hat bei zehn Punkten Vorsprung auf die Abstiegsplätze wohl keine Sorgen mehr.
SV-Trainer Dominik Hahn zog in diesem Spiel selbst nochmal die Fußballschuhe an und übernahm die Sechserposition im Team. Das flotte Spiel der beiden Heinsberger Clubs hätte schon in der 5. Minute 1:0 für Schafhausen stehen können. Aber Felix Grafens Abschluss war zu schwach. In diesem von beiden Seiten sehr offensiv geführten Spiel überlistete Union-Stürmer Leon Valicek nach einer Viertelstunde Spielzeit sowohl drei Abwehrspieler als auch den SV-Torhüter Noah Patza. Der Schafhausener, neben Felix Grafen einer der auffälligsten Spieler in seinem Team, schoß aus 25 Metern den Ball flach ins Netz.
Der Gast wirkte aber nicht geschockt und blies direkt zum Gegenangriff. Vor allen Dingen der pfeilschnelle Hope Edwyn Bate überrannte seine Gegenspieler mehrfach, war aber im Abschluss ungefährlich. Dagegen setzte Union Schafhausen durch Yves Henkens das zweite Ausrufezeichen. In der 28. Minute landete sein Freistoß an der Querlatte des Helpensteiner Tores.
Aber auch Helpenstein blieb gefährlich. Zuerst vergab Mohamed Mankou (31.) den möglichen Ausgleich, aber der zweite Versuch saß dann doch. Auf Vorlage von Dominic Sinanoglu traf der SV-Akteur aus spitzem Winkel (36.) zum 1:1. Das putschte die Gäste merklich auf, denn nun wuchs der Helpensteiner Druck. Vor allem über die rechte Seite durch Hope blieben die auf dem 13. Tabellenplatz stehenden SV-Akteure sehr aktiv.
Das Bild änderte sich auch nach der Pause nicht. Helpenstein wirkte weiterhin (vor allem bei Standards) gefährlich, Schafhausen hielt kämpferisch sehr stark dagegen. Zweimal rettete Unions Keeper Niklas Giesen. Dann half ein Helpensteiner Abwehrspieler den Platzherren zur Führung. Aus dem Getümmel heraus war Issa Issaka der Unglücksrabe. Trotz Schafhausener Führung blieb die Partie weitgehend fair. Die Vorentscheidung verhinderte Helpensteins Torwart Noah Patza, in dem er einen Freistoß von Henkens (73.) hielt. Auf der anderen Seite entschärfte Niklas Giesen einen Freistoß von Erdem Acikgöz (85.) Der gerade eingewechselte Unioner Eli-Paul Katalingi sorgte in der Schlussminute für das 3:1 (90.).
Union-Trainer Jörg Halfenberg hatte selbstverständlich nichts zu meckern. „Wir haben Helpenstein kämpferisch den Schneid abgekauft“, freute er sich. Wobei er einräumte, „das 1:2 war für den SV natürlich sehr unglücklich“.
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