2024-07-22T11:49:03.802Z

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Der SC Gräselberg ist in der Relegation durch ein 6:0 beim SC Kohlheck aufgestiegen.
Der SC Gräselberg ist in der Relegation durch ein 6:0 beim SC Kohlheck aufgestiegen. – Foto: Willi Roth

Furioses 6:0 im Rückspiel: Gräselberg steigt in die Kreisoberliga auf

SC biegt 2:3-Niederlage aus dem Hinspiel um und kann den zweiten Aufstieg in Folge feiern +++ Kohlheck trotz verlorener Relegation mit Resthoffnung

Wiesbaden. Der SC Gräselberg hat eine überragende Rückrunde mit dem Aufstieg in die Kreisoberliga gekrönt. Im Rückspiel der Relegation beim SC Kohlheck bogen die Gräselberger eine 2:3-Niederlage aus dem Hinspiel um und feierten einen klaren 6:0-Erfolg. Kohlheck dagegen steigt in die Kreisliga A ab - voraussichtlich.

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"Im Endeffekt hat gestern die hungrigere Mannschaft gewonnen. Wir waren im Vergleich zum Sonntag blutleer. Vielleicht waren Druck und Nervosität zu hoch. Wobei der Hartplatz für die spielerisch starken Gräselberger eher ein Nach- als ein Vorteil war", sagte Kohlhecks Trainer Denis Gladitz.

Den Abstieg macht er jedoch nicht am Spiel vom Donnerstagabend fest. "Die Hypothek aus der Hinrunde war zu groß. Wenn du aus den ersten 21 Spielen nur sechs Punkte holst, hast du es auch nicht verdient in der Kreisoberliga zu bleiben", sagt Gladitz. Dennoch sieht er den SCK als "familiären Verein" gut aufgestellt. "Der Umbruch läuft schon. Elf Spieler aus der Hinrunde sind schon länger nicht mehr dabei. Wir setzen stattdessen auf Spieler, denen der Verein am Herzen liegt. Der Kader bleibt unabhängig von der Liga zu 98 Prozent bestehen, hier geht es nicht den Bach runter."

Kohlheck kann Kreisoberligist bleiben

Wobei es noch die Möglichkeit gibt, dass Kohlheck in der Kreisoberliga bleibt. Nämlich dann, wenn der SV Erbenheim in die Gruppenliga aufsteigen sollte. Das könnte bereits am Sonntag feststehen, wenn gleichzeitig auch Germania Okriftel den Verbandsliga-Aufstieg packen könnte. Mehr zu dieser Konstellation haben wir euch in diesem Artikel ausführlich erklärt. "Wir drücken jetzt Erbenheim und Okriftel die Daumen", sagt Gladitz.

Aufstieg für Gräselberg "ein Riesenerfolg"

Bereits sicher für die Kreisoberliga planen kann nun der SC Gräselberg. "Das ist ein Riesenerfolg für unseren Verein. Wir hatten vor ein paar Jahren nicht mal mehr wirklich eine Mannschaft und sind nun in die Kreisoberliga durchmarschiert. Das ist ein ganz großer Verdienst von Nima Khanbareh, der hier nicht nur Trainer, sondern absolute Identifikationsfigur ist", sagt SC-Abteilungsleiter Tobias Podstawa. Im kleinen Kreis feierte man bereits am Abend nach dem Spiel, die große Aufstiegsfeier findet in den nächsten Tagen auf dem Sportplatz am Kallebad statt.

Hartplatz-Hypothek bleibt vorerst

Nun gelte es, den sportlichen Erfolg zu nutzen, um den Verein weiter strukturell besser aufzustellen, hofft Podstawa darauf, "dass vielleicht noch der ein oder andere mehr den Weg auf den Sportplatz findet". Der größte Nachteil, nämlich der Hartplatz, wird jedoch noch mindestens drei Jahre bleiben. Auf der einen Seite limitiert er die spielerisch starke Mannschaft in ihren Möglichkeiten, auf der anderen Seite schreckt er viele potenzielle Spieler im Aktiven-, aber vor allem im Jugendbereich ab. Besonders bitter, da im neu entstehenden Kärtner Viertel derzeit viele Neubürger den Weg in die Siedlung finden. Von den zwei noch im Stadtgebiet befindlichen Hartplätzen wird zunächst der Rambacher Hartplatz (Baubeginn voraussichtlich im kommenden Jahr) umgewandelt. Der Gräselberger Hartplatz am Kallebad ist dann als Letzter dran. Geplant ist ein Umbau im Jahr 2027, bestätigt Dennis Jantz aus dem Wiesbadener Sportamt.

Aufrufe: 07.6.2024, 17:30 Uhr
Philipp DurilloAutor