
Formstarke Ansbacher zu Gast im Grünwalder Stadion: Der TSV 1860 München ließ im Heimspiel die erste Löwen-Pleite vergessen machen.
Der TSV 1860 München will die erste Saisonniederlage schnell vergessen machen: Am Samstag (14 Uhr) empfangen die Löwen im Grünwalder Stadion die SpVgg Ansbach zum letzten Wiesn-Heimspiel des Jahres. Nach dem aus Löwensicht unnötigen 1:3 bei Wacker Burghausen ist für die Mannschaft von Cheftrainer Alper Kayabunar ein Sieg Pflicht, soll der Anschluss an die Tabellenspitze der Regionalliga Bayern nicht verloren gehen.
In der Pressekonferenz vor dem Spiel wurde die Pleite von Burghausen noch einmal aufgearbeitet, bevor der Blick nach vorne gerichtet wurde. „Die Wut ist sehr groß“, brachte Kayabunar die Stimmung im Team auf den Punkt. Der Ärger ist nachvollziehbar: Nach Auswertung aller Statistiken seien die Löwen „eindeutig das bessere Team“ gewesen – neun klare Torchancen in der Box habe man gezählt, verwertet wurde davon jedoch zu wenig. „Trotzdem haben wir ein gutes Gefühl, dass wir auch in diesem Spiel Fortschritte gemacht haben“, erklärte der Coach und gab die Marschroute für das Ansbach-Spiel vor: „Wir wollen jetzt einfach den nächsten Heimsieg einfahren.“
Trotz des eigenen Chancenplus warnte Kayabunar davor, den Gast aus Mittelfranken zu unterschätzen, der von rund 600 mitgereisten Fans ins Grünwalder Stadion begleitet wird. „Ich habe schon oft gegen Ansbach gespielt. Sie sind sehr gut im Umschaltspiel und haben eine gefestigte Regionalliga-Mannschaft“, so der 1860-Trainer über die Stärken des Kontrahenten.
Zu den sportlichen Vorzeichen kommen für die Löwen erhebliche Personalsorgen. Wie Kayabunar auf der Spieltags-Pressekonferenz mitteilte, stehen gleich vier Stammkräfte auf der Kippe: Torhüter Vitus Eicher, Innenverteidiger Lasse Faßmann, Kapitän Dennis Dressel und Torjäger Michael Eberwein. Gerade der Ausfall von Eberwein würde schwer wiegen, machte der Trainer deutlich: „Er fehlt uns natürlich in der Offensive.“
Besondere Aufmerksamkeit gilt auch Stürmer Florian Niederlechner. Der 35-Jährige läuft enorm viel, hatte zuletzt vor dem gegnerischen Tor aber Ladehemmung. Kayabunar nimmt seinen Angreifer in Schutz und zeigt Verständnis: „Flo will der Mannschaft unbedingt helfen. Er weiß, dass er in Burghausen viele Möglichkeiten hatte. Wir haben darüber gesprochen.“ Niederlechner kenne solche Phasen, so der Trainer weiter, und werde alles daransetzen, der Mannschaft mit Toren zu helfen. Nächste Chance: Heimspiel gegen zuletzt starke Ansbacher. (mig)