
FuPa Brandenburg präsentiert die wertvollste Spielerin der vergangenen Woche. Nicht nur Tore sind hier entscheidend, auch unsere Community trägt dazu ihren Teil bei: Stimmen für die Spielerinnen, die in den einzelnen Spielberichten abgegeben werden können, fließen in die Bewertung ein ⭐.
Livia Bauer trifft dreifach und führt die BSG Stahl Brandenburg zum Kantersieg. Die 21-Jährige überzeugt beim 7:0-Heimerfolg und wird FuPa-Spielerin der Woche.
Überraschung über die Auszeichnung
Für Livia Bauer kam die Ehrung zur FuPa-Spielerin der Woche unerwartet. „Dankeschön, nein, damit hab ich ehrlicherweise nicht gerechnet, umso mehr freue ich mich natürlich darüber“, sagt die 21-Jährige. Beim 7:0-Heimerfolg in der Frauen-Landesliga gegen die SpG Ludwigsfelder FC/RSV Eintracht 1949 glänzte sie mit drei Treffern und wurde zur Matchwinnerin.
Eine schwierige erste Halbzeit
Der Kantersieg täuschte über die Mühen hinweg, die die BSG Stahl Brandenburg zu Beginn hatte. „Unser Spiel war anfangs noch sehr träge und wir hatten große Probleme, aufgrund des tiefstehenden Gegners zu erfolgreichen Torchancen zu kommen“, beschreibt Bauer. Erst nach der Pause fand das Team den Schlüssel. „Zum Beginn der zweiten Halbzeit haben wir es aber geschafft, uns durch viele Läufe freie Räume zu schaffen und diese auch zu nutzen. Zudem verfügen wir mit Marlen Sommerlatte und Vanessa Bürger über sehr schnelle Flügelspielerinnen, die mit ihren Läufen immer wieder mit Vorlagen dienten.“
Die richtige Einstellung machte den Unterschied
Entscheidend war für Bauer die Mentalität der Mannschaft. „An diesem Tag stimmte einfach die Einstellung der Mannschaft, die Box unbedingt besetzen zu wollen und somit zu Torabschlüssen zu kommen“, betont sie. Ihre eigene Ausbeute von drei Toren bewertet sie im Teamkontext: „Ich freue mich natürlich, mit meinen drei Toren zu dem Sieg in dieser Höhe beigetragen zu haben, das ging aber nur durch Zuarbeit der gesamten Mannschaft.“
Torinstinkt in entscheidenden Momenten
Bei ihren Treffern legt Bauer keinen Wert auf eine bestimmte Art des Abschlusses. „Ich hab kein favorisiertes Körperteil, mit dem ich ein Tor erziele, Hauptsache der Ball ist im Tor“, sagt sie. Besonders gerne trifft sie aber in engen Situationen: „Am liebsten erziele ich Tore bei knappen Spielständen.“
Enge Bindung an den Heimatverein
Die Verbindung zur BSG Stahl Brandenburg ist für Bauer etwas Besonderes. „Ich hab bei der BSG Stahl Brandenburg das Fußballspielen gelernt, weshalb ich mit dem Verein sehr verbunden bin“, erklärt sie. Vor allem aber sei es die Mannschaft, die den Verein so einzigartig mache: „Es ist vor allem die Mannschaft, die es so besonders macht.“
Erfahrung und blindes Verständnis im Team
Ein festes Idol hat Bauer nicht. „Ich hab keinen Lieblingsspieler, zu dem ich besonders aufschaue oder mir etwas abschaue. Als Kind habe ich mir aber oft Videos von Iniesta angeschaut und heutzutage schaue ich gerne Spiele von Angelo Stiller.“ Auf dem Platz profitiert sie besonders von der Zusammenarbeit mit einer erfahrenen Mitspielerin: „Ich habe mit Anja Seelhoff eine Spielerin vor mir, die ich schon sehr lange kenne. Aus diesem Grund macht es immer besonders Spaß, mit ihr zu spielen, denn sie kennt meine Stärken bestens und ich ihre, was das Zusammenspielen besonders leicht fallen lässt.“
Wohlfühlposition im defensiven Mittelfeld
Auf dem Feld fühlt sich Bauer im Zentrum am wohlsten. „Ich spiele besonders gerne auf der Sechs. Dort habe ich das Spiel vor mir und kann es aufbauen, Zweikämpfe führen und vorne torgefährlich sein.“ Ihre Vielseitigkeit macht sie zu einer Schlüsselfigur, die sowohl defensiv stabilisiert als auch offensiv Akzente setzt.
Große Ziele mit Stahl Brandenburg
Der perfekte Start in die Saison hat der Mannschaft Rückenwind gegeben. „Der 7:0-Erfolg war für uns wichtig, um Selbstvertrauen zu sammeln und gut in die Saison zu starten“, erklärt Bauer. Die Ziele sind ambitioniert: „Wir haben für diese Saison das klare Ziel, auf einen der ersten zwei Plätze zu landen und natürlich das Pokalfinale zu erreichen.“
Blick in die Zukunft
Auch für sich selbst hat Bauer klare Vorstellungen. „Ich habe das Ziel, in den nächsten Jahren einmal in der Regionalliga zu spielen, und hoffe, dass ich das mit meinem Verein, der BSG Stahl Brandenburg, schaffen kann.“ Damit verbindet sie ihre persönliche Entwicklung mit dem Weg des Vereins.
Fußball auch außerhalb der eigenen Karriere
Bauer beschränkt ihre Leidenschaft für den Fußball nicht nur auf das eigene Spiel. „Ich verbringe meine freie Zeit auch außerhalb meiner Trainingszeiten und Spiele viel auf dem Fußballplatz, denn ich trainiere zudem die D-Juniorinnen der BSG“, erzählt sie. Außerdem sei es ihr wichtig, Zeit mit Freunden und Familie zu verbringen.
Studium und Werkstudententätigkeit
Neben dem Fußball verfolgt Bauer zielstrebig ihren beruflichen Weg. „Ich studiere Wirtschaftspsychologie im ersten Semester und arbeite nebenbei als Werkstudentin“, berichtet sie. Zwischen Studium, Arbeit und Fußball hat sie einen vollen Kalender, doch die Freude am Sport bleibt ihr Antrieb.
Eine Führungsspielerin der neuen Generation
Livia Bauer verkörpert die neue Generation im Frauenfußball bei der BSG Stahl Brandenburg: engagiert, ehrgeizig und gleichzeitig fest verwurzelt in ihrem Heimatverein. Mit ihren drei Toren beim 7:0 gegen die SpG Ludwigsfelde/RSV hat sie ihre Qualität eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Ihre Wahl zur FuPa-Spielerin der Woche ist Ausdruck dieser Leistung – und ein Zeichen dafür, dass sie noch viele weitere Erfolge feiern könnte.