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FuPa-Spieler der Woche: Gordan Griebsch mit vier Toren und drei Assist

Der Offensivspieler des SV Frankonia Wernsdorf spricht über die Gegenwart und seine Ziele.

von red · 03.09.2025, 12:00 Uhr · 0 Leser
Foto: SV Frankonia Wernsdorf/FuPa-Grafik
Foto: SV Frankonia Wernsdorf/FuPa-Grafik

FuPa Brandenburg präsentiert den "MVP" – den wertvollsten Spieler – der vergangenen Woche. Nicht nur Tore sind hier entscheidend, auch unsere Community trägt dazu ihren Teil bei: Stimmen für die Akteure, die in den einzelnen Spielberichten abgegeben werden können, fließen in die Bewertung ein ⭐.

Für Gordan Griebsch kam die Ehrung zum FuPa-Spieler der Woche unerwartet. „Vielen Dank für die Glückwünsche, gerechnet habe ich damit nicht, da ja noch der eine oder andere vier Tore gemacht hat an dem Wochenende. Ich freue mich aber natürlich darüber“, sagt der 36-Jährige bescheiden. Doch nach vier Toren und drei Vorlagen beim 7:0-Auswärtssieg beim FV Erkner in der Landesliga Süd war die Wahl eindeutig.

Ein Derby mit besonderer Bedeutung

Der Sieg gegen Erkner war für Griebsch und den gesamten SV Frankonia Wernsdorf mehr als nur drei Punkte. „Erkner ist für Wernsdorf immer ein besonderes Spiel, da es ein Derby ist“, erklärt er. „Man hat einfach von Anfang an gemerkt, dass wir es wollten und dass wir gierig sind. Wir kamen gut ins Spiel und haben uns dann besonders in der zweiten Halbzeit in einen Rausch gespielt.“ Dieser Rausch führte zum hohen Sieg – und einer überragenden Vorstellung des Routiniers.

Tore ohne Anspruch auf Schönheit

Wie er seine Tore erzielt, ist Griebsch egal. „Das ist mir eigentlich egal, Hauptsache der Ball ist im Netz“, sagt er. Ob Abstauber oder Distanzschuss – was zählt, ist der Erfolg. Dass er in Erkner viermal traf, unterstreicht seine Kaltschnäuzigkeit und sein Gespür für die entscheidenden Räume.

Wernsdorf als zweite Familie

Was den Verein für ihn so besonders macht, beschreibt Griebsch voller Emotionen. „Wernsdorf ist für mich mehr als nur ein typischer Fußballverein, mittlerweile kann man sagen, Wernsdorf ist schon ein Stück weit Familie geworden.“ Diese Verbundenheit zeigt sich auf und neben dem Platz: in den engen Kontakten zu Mitspielern, dem Vertrauen innerhalb des Teams und der Unterstützung aus dem Umfeld.

Vorbild Roberto Carlos

Einen aktuellen Lieblingsspieler im Team nennt Griebsch nicht, aber einen Profi, der ihn geprägt hat: „Mein Lieblingsspieler ist, auch wenn er nicht mehr spielt, Roberto Carlos. Sein linker Fuß und seine Schnelligkeit waren für mich immer beeindruckend.“ Diese Mischung aus Power und Technik sieht er als Inspiration – auch wenn er selbst längst seine eigene Rolle als erfahrener Führungsspieler gefunden hat.

Offensive als Heimat

Seine Lieblingsposition ist klar. „Am liebsten bin ich in der Offensive, egal ob als Stürmer oder über die Außen“, sagt er. Dort kann er seine Stärken ausspielen: Geschwindigkeit, Übersicht und die Fähigkeit, in entscheidenden Momenten präsent zu sein.

Anspruch: ein Platz unter den Top 5

Der SV Frankonia Wernsdorf steht aktuell auf Rang fünf der Landesliga Süd – und genau dort will Griebsch mit seinem Team bleiben. „Wir haben schon den Anspruch, unter die ersten fünf zu landen“, betont er. Mit dem klaren Sieg gegen Erkner unterstreicht das Team, dass dieser Anspruch keine Träumerei ist.

Gesund bleiben und weiterspielen

Auch mit 36 Jahren denkt Griebsch nicht ans Aufhören. „Ich möchte so lange es geht und der Körper es mitmacht, spielen – da steht für mich die Gesundheit im Vordergrund“, erklärt er. Und dann fügt er hinzu: „Aber so ein Aufstieg, natürlich mit einem Lächeln auf den Lippen, wäre was Feines.“ Dieser Ehrgeiz, gepaart mit der nötigen Gelassenheit, macht ihn zu einem unverzichtbaren Teil der Mannschaft.

Familie als Rückhalt

Abseits des Platzes steht für Griebsch die Familie im Mittelpunkt. „Außerhalb des Fußballs steht meine Familie im Vordergrund, daher ist es immer schön, neben dem Fußball Zeit mit der Familie zu verbringen“, sagt er. Die Balance zwischen Leistungssport im Amateurbereich und dem privaten Leben gelingt ihm so, dass er auf beiden Ebenen präsent bleibt.

Beruflich erfolgreich im Außendienst

Auch im Berufsleben ist Griebsch fest verankert. „Ich arbeite im Außendienst und vertreibe Wärmepumpen“, berichtet er. Der Job verlangt viel Flexibilität – eine Eigenschaft, die er auch aus dem Fußball kennt.

Ein Routinier mit Torinstinkt und Teamgeist

Gordan Griebsch verkörpert, was einen erfahrenen Führungsspieler ausmacht: Torgefahr, Spielintelligenz und eine enge Bindung zum Verein. Sein Viererpack und die drei Vorlagen beim Derby in Erkner sind ein Ausrufezeichen – nicht nur für seine persönliche Klasse, sondern auch für die Ambitionen des SV Frankonia Wernsdorf. Die Wahl zum FuPa-Spieler der Woche ist deshalb mehr als verdient: eine Würdigung für einen Spieler, der mit Erfahrung, Leidenschaft und Loyalität vorangeht.