2024-04-15T13:50:30.002Z

Allgemeines
– Foto: FuPa-Grafik

FuPa-Medizincheck: Der Nasenbeinbruch

FuPa-Serie / Regelmäßige Tipps und Infos rund um Verletzungen im Sport

Im FuPa-Medizincheck berichtet Dr. Simeon Geronikolakis über Verletzungen im Sport und wie diese behandelt werden können. In dieser Ausgabe geht es um den Nasenbeinbruch.

Entstehung

Der Nasenbeinbruch, auch Nasenbeinfraktur genannt, ist eine relativ häufige Gesichtsverletzung, die mehr als die Hälfte aller Gesichtsfrakturen ausmacht. Meistens ist er die Folge direkter stumpfer Gewalteinwirkung auf die Nase, wie zum Beispiel bei Kampf- und Kontaktsportarten durch einen Schlag, Tritt oder durch den Ball.

Symptome

Es kommt oft zu starkem Nasenbluten und das druckschmerzhafte evtl. überbewegliche Nasengerüst kann verformt sein. Eine Schiefstellung oder Verbreiterung der Nase deutet relativ sicher auf einen Nasenbeinbruch hin, kann aber aufgrund einer begleitenden Schwellung schlecht zu erkennen sein. Weitere mögliche Symptome sind eine Hämatomverfärbung und die Beeinträchtigung der Nasenatmung oder des Riechvermögens.

Diagnostik

Bei typischer Symptomatik kann durch eine Röntgenuntersuchung die Diagnose gesichert werden. Da bei Nasenbeinbrüchen immer wieder zusätzlich auch ein sogenanntes Septumhämatom auftritt, erfolgt ebenfalls eine Nasenspiegelung (Rhinoskopie).

Eine Komplikation: Das Septumhämatom

Beim Septumhämatom handelt es sich um eine Einblutung zwischen dem Knorpel der Nasenscheidewand und deren Schleimhaut. Diese hebt sich somit vom Knorpel, den sie normalerweise durch Diffusion versorgt, ab und wird das Hämatom nicht zeitnah über einen kleinen Schnitt entlastet, kann es in der Folge zu einem Absterben der Nasenscheidewand (Septumnekrose) mit Einsenkung des Nasenrückens kommen. Zusätzlich besteht dadurch eine erhöhte Infektionsgefahr mit Ausbildung eines Abszesses und weiteren sich daraus ergebenden ernsthaften Komplikationen wie zum Beispiel einer Hirnhautentzündung.

Therapie

Unverschobene Nasenbeinbrüche können mittels einer vorübergehenden externen Schienung behandelt werden und bedürfen keiner weiteren besonderen Therapie. Sind die einzelnen Bruchstücke verschoben, werden sie, im Idealfall innerhalb der ersten fünf bis sechs Tage nach der Verletzung, durch einen kleinen operativen Eingriff vom Naseninneren aus ausgerichtet.

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Informationen zu Dr. Simeon Geronikolakis

Der in der Privatpraxis Dr. Geronikolakis in Ludwigsburg praktizierende und nicht nur in Fußballerkreisen bekannte Sportmediziner und Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie kümmert sich schon seit vielen Jahren um die Betreuung von Spitzensportlern und Vereinen aus unterschiedlichen Sportarten und Klassen.

Große Erfahrung und spezielle Kenntnisse beruhen bei Dr. Geronikolakis auch auf seine langjährige und sehr intensive sowie umfangreiche Tätigkeiten im Fußball, zum Beispiel als Verbandsarzt des württembergischen Fußballverbandes (WFV), Referent in der Fußball-Lizenztrainerausbildung, Mannschaftsarzt beim VfB Stuttgart und Nationalmannschaftsarzt der DFB Junioren (u.a. Team-Arzt der deutschen U15-, U18-, U19- und U20-Nationalmannschaft).

Über Jahre wirkte Dr. Geronikolakis auch als betreuender Arzt der Kaderathleten des Olympiastützpunktes Stuttgart, Nationalmannschaftsarzt der deutschen Mannschaft der rhythmischen Sportgymnastik und leitender Arzt des entsprechenden Nationalmannschaftszentrums.

Ferner übernahm er die medizinische Betreuung von mehreren nationalen und internationalen Sportereignissen (u.a. Welt- und Europameisterschaften in vielen unterschiedlichen Sportarten) und ist als Universitätsdozent und Referent in der Ausbildung von Sportphysiotherapeuten tätig sowie als ärztlicher Leiter beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB).

Nähere Infos über Dr. Geronikolakis unter www.dr-geronikolakis.de oder www.fussballarzt.de

Hierüber oder unter mail@dr-geronikolakis.de ist für unsere FuPa-Leser auch eine Terminvereinbarung möglich.

Aufrufe: 028.3.2024, 17:00 Uhr
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