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Allgemeines

FuPa-Medizincheck: Der Medizincheck

FuPa-Serie / Regelmäßige Tipps und Infos rund um Verletzungen im Sport

von red · 30.07.2025, 14:00 Uhr · 0 Leser
– Foto: FuPa-Grafik

Im FuPa-Medizincheck berichtet Dr. Simeon Geronikolakis über Verletzungen im Sport und wie diese behandelt werden können. In dieser Ausgabe geht es um den Medizincheck.

Zur Erbringung des Nachweises der Sporttauglichkeit müssen sich in vielen Sportarten professionelle Sportler vor jeder Saison einem Medizincheck unterziehen. Dieser ist oft zwingend vorgeschrieben und umso umfangreicher, je höher die Spielklasse.

Auch vor jedem Vereinswechsel wird in der Regel ein Medizincheck absolviert, wobei in diesem Fall dieser vom jeweiligen Mannschaftsarzt individuell gestaltet werden kann, da es hierfür keine Vorgaben gibt.

Doch auch im Breitensport ist der Medizincheck immer mehr ein Thema. Insbesondere der Laufsport erfreut sich heutzutage großer und immer steigender Beliebtheit und mit der steigenden Zahl der Läufer nehmen auch die Laufumfänge und Intensitäten zu. Dabei wagen sich immer mehr Läufer auch an die Marathondistanz, die eine große sportliche Herausforderung darstellt und viel Trainingsfleiß sowie eine sehr lange und gezielte Vorbereitung erfordert.

Um aber zu prüfen, inwieweit und wie schnell man seinen Körper ans Limit bringen kann, sollte sich vor Beginn des Trainings jedermann, insbesondere jedoch Laufanfänger und über 35-Jährige, einer sportärztlichen Vorsorgeuntersuchung, dem sogenannten Medizincheck, unterziehen. Dieser ist in einem internistischen sowie einem orthopädischen Teil unterteilt und dient in erster Linie dazu mögliche, klinisch evtl. inapparente, Vorerkrankungen zu erkennen und die damit verbundenen Risiken bei sportlicher Belastung zu limitieren.

Der internistische Teil

Durch die internistische Untersuchung sollen speziell das Herz-Kreislauf-System, die Lunge und der Stoffwechsel überprüft werden. Dabei können vorhandene, vielleicht sogar angeborene (und somit möglicherweise auch schon Jugendliche betreffende) krankhafte Veränderungen detektiert werden, die erst recht bei körperlicher Aktivität die Gesundheit des Sportlers gefährden könnten.

Wesentliche Inhalte des internistischen Check-Ups sind neben der Anamnese und der klinischen Untersuchung, das Ruhe-EKG und das Blutbild. Fakultativ können, teilweise auch aus leistungsdiagnostischen Gesichtspunkten, eine Herzechokardiografie, ein Belastungs-EKG, eine Laktatuntersuchung und eine Spiroergometrie ergänzt werden.

Der orthopädische Teil

Beim orthopädischen Teil des Medizinchecks findet zunächst eine ausführliche Befragung des Sportlers statt und es wird eine Verletzungshistorie erstellt. In der nachfolgenden körperlichen Untersuchung werden Gelenke, Bänder, Knochen, Sehnen sowie Muskeln getestet und es wird Ausschau auf Haltungsschwächen, muskuläre Ungleichgewichte, Defizite und Asymmetrien gehalten. Aktuelle Beschwerden können gezielt untersucht werden und bei Notwendigkeit kann durch entsprechende bildgebende Verfahren, wie zum Beispiel der Ultraschalluntersuchung, dem Röntgen oder der Kernspintomographie (MRT) eine weitere Abklärung stattfinden.

Es wird somit ein Status und Ausgangsbefund erhoben, der bei einer späteren Verletzung oder sonstigen Beschwerden hilfreiche Hinweise liefern kann. Gleichzeitig können die erhobenen Befunde dann als Referenz bei der Entscheidung über eine Rückkehr zum Sport nach einer Verletzung herangezogen werden.

Ferner können die Auffälligkeiten angesprochen und direkt sowie vor allem im Rahmen einer individuell abgestimmten Verletzungsprophylaxe angegangen werden, um das Risiko für Folgeschäden und Überlastungsbeschwerden zu reduzieren.

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Informationen zu Dr. Simeon Geronikolakis

Der in der Privatpraxis Dr. Geronikolakis in Ludwigsburg praktizierende und nicht nur in Fußballerkreisen bekannte Sportmediziner und Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie kümmert sich schon seit vielen Jahren um die Betreuung von Spitzensportlern und Vereinen aus unterschiedlichen Sportarten und Klassen.

Große Erfahrung und spezielle Kenntnisse beruhen bei Dr. Geronikolakis auch auf seine langjährige und sehr intensive sowie umfangreiche Tätigkeiten im Fußball, zum Beispiel als Verbandsarzt des württembergischen Fußballverbandes (WFV), Referent in der Fußball-Lizenztrainerausbildung, Mannschaftsarzt beim VfB Stuttgart und Nationalmannschaftsarzt der DFB Junioren (unter anderem Team-Arzt der deutschen U15-, U18-, U19- und U20-Nationalmannschaft).

Über Jahre wirkte Dr. Geronikolakis auch als betreuender Arzt der Kaderathleten des Olympiastützpunktes Stuttgart, Nationalmannschaftsarzt der deutschen Mannschaft der rhythmischen Sportgymnastik und leitender Arzt des entsprechenden Nationalmannschaftszentrums.

Ferner übernahm er die medizinische Betreuung von mehreren nationalen und internationalen Sportereignissen (u.a. Welt- und Europameisterschaften in vielen unterschiedlichen Sportarten) und ist als Universitätsdozent und Referent in der Ausbildung von Sportphysiotherapeuten tätig sowie als ärztlicher Leiter beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB).

Nähere Infos über Dr. Geronikolakis unter www.dr-geronikolakis.de oder www.fussballarzt.de

Hierüber oder unter mail@dr-geronikolakis.de ist für unsere FuPa-Leser auch eine Terminvereinbarung möglich.