2024-07-17T10:40:36.325Z

Allgemeines
– Foto: FuPa-Grafik
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FuPa-Medizincheck: Der Außenbandriss am Knie

FuPa-Serie / Regelmäßige Tipps und Infos rund um Verletzungen im Sport

Im FuPa-Medizincheck berichtet Dr. Simeon Geronikolakis über Verletzungen im Sport und wie diese behandelt werden können. In dieser Ausgabe geht es um den Außenbandriss am Knie.

Wo befindet sich das Außenband am Knie und welche Funktion hat es?

Das Außenband verläuft auf der Außenseite des Kniegelenkes zwischen dem Oberschenkel und dem Wadenbeinköpfchen. Anders als das Innenband, ist das kräftige Außenband nicht mit der Gelenkkapsel sowie dem Meniskus verwachsen. Es hat die Funktion das Kniegelenk gegen die Seitneigung nach außen (O-Bein-Stellung) und in gebeugter Stellung in der Rotation zu stabilisieren.

Wie kommt es zu einem Riss des Außenbandes am Knie?

Zum Außenbandriss am Knie, auch Außenbandruptur genannt, kommt es meistens durch Verdrehen und/oder Abknicken des Kniegelenkes nach außen, wie dies zum Beispiel bei einem Sportunfall passieren kann.

Welche Symptome treten auf?

Typisch sind Schmerzen an der Außenseite des Kniegelenkes, manchmal auch mit begleitender sicht- und tastbarer lokaler Weichteilschwellung. Bei höhergradiger Verletzung kann ebenso eine Instabilität hinzukommen.

Wie wird der Außenbandriss am Knie festgestellt?

Der Arzt tastet die Spannung und Kontinuität des Außenbandes, prüft seine Druckempfindlichkeit und letztendlich auch seine Stabilität, indem er im Vergleich zum unverletzten Knie auf der Gegenseite die Aufklappbarkeit des äußeren Gelenkspaltes testet. So kann bereits nach der körperlichen Untersuchung der erste Verdacht über Art und Ausprägung der Verletzung geäußert werden. Hierbei liefert auch die Ultraschalluntersuchung (Sonographie), die ebenfalls einen Seitenvergleich erlaubt, weitere Hinweise. Durch eine Röntgenuntersuchung wird eine begleitende knöcherne Verletzung ausgeschlossen und schließlich kann die Kernspintomographie (MRT) die Diagnose sichern.

Wie sieht die Behandlung eines Knie-Außenbandrisses aus?

In der Erstversorgung werden die üblichen Sofortmaßnahmen (Pause, Kühlung, Kompression und Hochlagerung) angewendet. Nach gesicherter Diagnose einer isolierten Verletzung des Außenbandes richtet sich die nachfolgende Therapie nach dem Verletzungsausmaß, das nie einzeln, sondern immer in Korrelation zu den Befunden aus der körperlichen Untersuchung und der Bildgebung beurteilt werden sollte. So ist in erster Linie zu entscheiden, ob eine konservative Therapie, die meistens neben der Physiotherapie auch eine Schienenversorgung mit einer Bewegungslimitierung nach einem vorgegebenen Schema beinhaltet, eingeleitet wird oder gar eine operative Versorgung notwendig ist.

Die Therapie richtet sich somit immer nach dem Ausprägungsgrad der Verletzung und ist abhängig von verschiedenen individuellen Faktoren, die in der Aufstellung der Prognose und dann insbesondere in der weiteren Nachbehandlung und dem ggf. sportartspezifischen Aufbauprogramm, vor allem bei Sportlern, explizit berücksichtigt werden müssen. Darüber hinaus sollte unbedingt auch eine Rezidivprophylaxe durch entsprechende Eigenübungen stattfinden.

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Informationen zu Dr. Simeon Geronikolakis

Der in der Privatpraxis Dr. Geronikolakis in Ludwigsburg praktizierende und nicht nur in Fußballerkreisen bekannte Sportmediziner und Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie kümmert sich schon seit vielen Jahren um die Betreuung von Spitzensportlern und Vereinen aus unterschiedlichen Sportarten und Klassen.

Große Erfahrung und spezielle Kenntnisse beruhen bei Dr. Geronikolakis auch auf seine langjährige und sehr intensive sowie umfangreiche Tätigkeiten im Fußball, zum Beispiel als Verbandsarzt des württembergischen Fußballverbandes (WFV), Referent in der Fußball-Lizenztrainerausbildung, Mannschaftsarzt beim VfB Stuttgart und Nationalmannschaftsarzt der DFB Junioren (u.a. Team-Arzt der deutschen U15-, U18-, U19- und U20-Nationalmannschaft).

Über Jahre wirkte Dr. Geronikolakis auch als betreuender Arzt der Kaderathleten des Olympiastützpunktes Stuttgart, Nationalmannschaftsarzt der deutschen Mannschaft der rhythmischen Sportgymnastik und leitender Arzt des entsprechenden Nationalmannschaftszentrums.

Ferner übernahm er die medizinische Betreuung von mehreren nationalen und internationalen Sportereignissen (u.a. Welt- und Europameisterschaften in vielen unterschiedlichen Sportarten) und ist als Universitätsdozent und Referent in der Ausbildung von Sportphysiotherapeuten tätig sowie als ärztlicher Leiter beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB).

Nähere Infos über Dr. Geronikolakis unter www.dr-geronikolakis.de oder www.fussballarzt.de

Hierüber oder unter mail@dr-geronikolakis.de ist für unsere FuPa-Leser auch eine Terminvereinbarung möglich.

Aufrufe: 027.6.2024, 18:00 Uhr
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