
Bergstraße. (jz/net/ü/niwa/ü). Der SV Fürth hat es geschafft, die Relegation im Rennen um den Klassenerhalt in der Gruppenliga ist erreicht. Die Mannschaft von Trainer Jochen Ingelmann gewann ihr letztes Saisonspiel gegen Viktoria Griesheim mit 4:3 und hat nun den Vizemeister der Kreisoberliga Dieburg/Odenwald, TSG Steinbach, als Gegner. Da nutzte dem Rivalen im Abstiegskampf, FC 07 Bensheim, der deutliche Erfolg beim Vierten Dersim Rüsselsheim nichts. Die Nullsiebener steigen in die Kreisoberliga ab. Der FC Fürth hat nach dem 0:6 Tabellenplatz drei an Gegner TS Ober-Roden verloren.
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SVF-Sportchef Valeri Biljuk sprach von einem kämpferischen Auftritt seiner Mannschaft, die früh durch Lars-Eric Schwinn in Führung ging. Schwinn profitierte beim 1:0 von gelungener Vorarbeit durch Patrik Babic und Leon Weise. Und nur zehn Minuten später erhöhte Schwinn auf 2:0 nach ähnlicher Situation. Das 3:0 wiederum durch Schwinn sorgte vermeintlich für Sicherheit bei den Gastgebern. Doch Griesheim kam zurück. „Das ist eine abgezockte Mannschaft mit vielen Brasilianern im Team“, sagte Biljuk. So machten die Gäste die Partie trotz 1:4-Rückstand nach der Pause wieder spannend. Und Fürth musste zittern. Doch am Ende hat es gereicht für die Relegation. Biljuk: „Da müssen wir jetzt aber noch mehr bringen, dürfen nicht so halbgar rumeiern – wir müssen jetzt alles auf den Platz bringen und zeigen, dass wir bereit sind für die Relegation.“ Mannschaft und Verein müssten zusammenstehen. „Wir dürfen den Fokus nicht verlieren – daran müssen wir arbeiten“, so der SVF-Sportchef auch mit Blick aufs Griesheim-Spiel, als der SVF fast eine 3:0-Führung noch verspielt hätte. Tore: 1:0, 2:0, 3:0 Schwinn (2., 6. 17.), 3:1 Bilmez (34.), 4:1 Eckstein (69.), 4:2, 4:3 Stumpf (76., 79.). – Schiedsrichter: Amend (KSV Haingrund). – Zuschauer: 120. – Bester SVF-Spieler: Schwinn.
Den Nullsiebenern konnte man nicht viel vorwerfen. In der zweiten Halbzeit gestalteten sie das Ergebnis deutlich. Innerhalb von 15 Minuten fiel Rüsselsheim auseinander. Budimir traf doppelt, obwohl er das Spiel wie gegen Auerbach auf der Innenverteidigung begann. „Wir haben das Spiel am Ende klar und ordentlich runtergespielt“, berichtete Bensheims Trainer Constantin Renner nach Spielende. Er musste jedoch eingestehen, dass „die Tabelle nach 34 Spieltagen nicht lügt. Wir sind nicht heute und hier abgestiegen“. Dass es am Ende ein Punkt ist, der dem Klassenverbleib im Wege stand, sei „extrem bitter“. Die Ursache für den Abstieg ist vor allem in der fehlenden personellen Konstanz zu sehen. „Das hat uns am Ende das Genick gebrochen“, sagte Renner. Tore: 0:1 Claus (17.), 0:2 Niclas Blüm (48.), 0:3, 0:4 Budimir (57., 62.), 0:5 Köhler (80.), 1:5 Celik (85.). – Schiedsrichter: Walter (Wiesbaden). – Zuschauer: 200. – Beste Spieler: Tayboga/Budimir, Albrecht.
Die Mannschaft von Trainer Ralf Ripperger geriet in der 17. Minute nach einem Konter in Rückstand. Und das Gegentor warf die Gäste aus der Bahn. Nur zwei Minuten später erhöhten die Gastgeber etwas glücklich auf 2:0, und von diesem Schlag erholte sich der FC nicht mehr wirklich. Fürth wurde mit Wiederanpfiff besser, hatte Chancen unter anderen durch Andreas Adamek, konnte dem Spiel aber keine Wende geben Tore: 1:0 Mustafa (17.), 2:0 Yildirim (19.), 3:0 Roth (31.), 4:0 Szollar (45.), 5:0, 6:0 Roth (67., 85.). – Schiedsrichter: Kakmaci (SG Aarbergen). – Beste FC-Spieler: keine.
Rene Salzmann verabschiedete sich mit einem Traumtor. Der langgediente FSG-Spieler beendet seine aktive Laufbahn und wurde gestern offiziell verabschiedet. Auch David Ataman und Robin Weidner verlassen Riedrode. „Es wurde noch mal emotional nach Abpfiff“, sagte Thorsten Göck, der Sportliche Leiter. Das Spiel: eher durchschnittlich von Seiten der Gastgeber. Göck war trotzdem zufrieden mit der Saison: „Wir konnten in der Rückrunde zwar nicht mehr an die Leistung der Vorrunde anknüpfen, haben aber mehr Punkte als vergangene Saison geholt.“
Der VfR lieferte eine überragende erste Halbzeit ab, aus diesem Grund hätte die Pausenführung von 4:1 noch deutlicher ausfallen können. In der Halbzeit setzte Trainer Sebastian Lindner bewusst auf die Rotation, um so zum einen Spieler für die anstehenden Aufstiegsspiele ein wenig zu schonen und zum anderen auch Spielern von der Bank Einsätze zu geben. Durch die Wechsel kam es aber ein wenig zum Bruch im Spiel des VfR, der zwar immer noch optisch überlegen, aber vor dem Tor nicht mehr so zwingend war. „Das war ein verdienter Sieg und in der ersten Halbzeit auch eine überzeugende Vorstellung meiner Mannschaft. Wir sind jetzt elf Spiele in Folge ungeschlagen. Diesen Flow gilt es nun mit in die Relegation zu nehmen“, zog Lindner ein zufriedenes Fazit. Tore: 0:1, 0:2 Perchner (3., 5.), 1:2 Salzmann (16.), 1:3, 1:4 Perchner (37., 39.), 2:4 Akcan (90.+2). – Schiedsrichter: Wiesner (Frankfurt). – Zuschauer: 170. – Beste Spieler: Salzmann/Perchner, Petrica, Grajcevci, Politakis.