2024-04-12T13:41:07.504Z

Ligabericht
Gute Präsenz: Die SG Fürfeld (graue Trikots) ließ Tabellenführer Schmittweiler-Callbach wenig Platz zum Spielen.	Foto: Sebastian Bohr
Gute Präsenz: Die SG Fürfeld (graue Trikots) ließ Tabellenführer Schmittweiler-Callbach wenig Platz zum Spielen. Foto: Sebastian Bohr

Fürfelder Kampfgeist wird belohnt

SG ringt Primus Schmittweiler-Callbach beim 0:0 auf eigenem Platz einen Punkt ab +++ Siege für Winterbach und Planig +++ Traumtor rettet SG Weinsheim

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Region. Der FC Schmittweiler-Callbach, souveräner Tabellenführer der Fußball-Bezirksliga Nahe, musste sich beim derzeit Tabellendritten SG Fürfeld/Neu-Bamberg/Wöllstein mit einem Punkt begnügen. Das umkämpfte Duell auf dem Neu-Bamberger Hartplatz endete zur großen Freude der Gastgeber torlos. Verfolger SV Winterbach setzte sich beim TuS Hoppstädten deutlich durch (5:0), während die TSG Planig sich nach dem 0:4-Debakel der Vorwoche rehabilitierte (3:1 gegen Mörschied). Die SG Guldenbachtal (1:1 beim Bollenbacher SV) und die SG Weinsheim (1:1 gegen Niederwörresbach) spielten Remis. Der TuS Waldböckelheim (1:2 beim SC Idar-Oberstein II) ging diesmal leer aus.

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Keine Tore aber dafür ein riesengroßer Kampf der Hausherren, die sich gegen den Aufstiegsaspiranten mit einem Punkt belohnten. Entsprechend glücklich war SG-Spielertrainer Maurice Fischer: „Trotz Hartplatz war es eine gute Bezirksligapartie, beide Teams fleißig gewesen, viel gekämpft und teilweise schöne spielerische Passagen gehabt. Wir sind superhappy mit dem Punkt, haben einiges richtig gemacht. Beide Teams hatten ihre Chancen, das geht also schon in Ordnung.“

„Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir gegen einen guten Gegner einfach zu wenig auf den Platz bekommen“, fasst TuS-Spielertrainer Simon Schmidt zusammen. Der Rückstand sei verdient gewesen, wenngleich sich die Gäste nach dem Seitenwechsel klar steigerten. „15 Minuten vor dem Ende haben wir die Riesenchance zum Anschluss, dann hätte nochmal was gehen können. So kam das Tor aber zu spät“, gesteht Schmidt ehrlicherweise: „Insgesamt war es heute einfach zu wenig.“ Torfolge: 1:0 Maximilian Kuhn (28./FE), 2:0 Tim Oberländer (58.), 2:1 Kieran Gätcke (90.).

Der Kunstrasenplatz kam der Spielweise der Gäste sehr entgegen. „Wir haben über das gesamte Spiel gesehen keine gefährliche Offensivaktion zugelassen“, berichtet ein zufriedener SVW-Coach Michael Minke. „Der einzige Makel war, dass wir schon vor der Halbzeit sehr viele Chancen liegengelassen haben“, sagt Minke für dessen Mannschaft Elias Pfenning (6./60./62.) sowie Matteo (12.) und Jonas Kunz (87.) trafen. „Wir mussten schon etwas investieren, haben es aber auch einfach gut gemacht“, spiegele das Ergebnis auch das Kräfteverhältnis wieder. „Heute muss ich meinen Jungs ein Kompliment machen, das war ein sehr ordentliches Spiel von uns“, schließt Michael Minke sein Fazit ab.

Selbst in Unterzahl – erst bekam SVN-Kicker Tom Hartenberg eine Zehn-Minuten-Strafe (51.), später dann Andre Weber (82.) – hielten die Gäste stark dagegen. „Man hat einfach gemerkt, dass sie wollten. So haben sie uns etwas den Schneid abgekauft“, gesteht Weinsheims Trainer Detlev Christmann, dessen Spieler das Selbstvertrauen vermissen ließen. „Der Gegner hat genau so gespielt, wie wir es erwartet haben. Aber wir hatten dem nicht viel entgegenzusetzen und einfach einen gebrauchten Tag erwischt“, so „Junior“. Nach dem Rückstand durch Andre Weber (61.) könne man froh sein, dass man noch zum Ausgleich getroffen habe. „Dank eines Traumtores von Jeffrey Thiel von der 16er-Ecke ins lange Eck haben wir noch einen Punkt mitgenommen. Anders hätten wir heute kein Tor gemacht“, freut sich Christmann für den Torschützen, der in Minute 70 einnetzte: „Ich habe es noch nie erlebt, dass er ein Tor schießt, daher wurde es Zeit. Ich gönne ihm das von Herzen und es ist schön, dass wir selbst aus einem schlechten Spiel einen Punkt mitnehmen.“

Auf dem Bollenbacher Hartplatz zeigten die Gäste aus dem Guldental eigentlich eine spielerisch ansehnliche Leistung. „Wenn man nach den Chancen geht, müssen wir das Spiel gewinnen“, hadert Selim Darcan mit der Ausbeute. „Wir haben einfach das Tor nicht getroffen.“ Den Pausenrückstand egalisierte Lars Flommersfeld nach einer Eckballflanke von Stefan Luge (71.), mehr brauchten die Kombinierten jedoch nicht zustande. „Man hat schon gesehen, dass wir wollen, aber wir haben einfach das zweite Tor nicht gemacht“, berichtet der Sportliche Leiter der SGG. Ein Lattentreffer und einige weitere Hochkaräter seien dabei gewesen. „Lauter solche Geschichten, aber es fällt uns aktuell einfach schwer, uns zu belohnen“, sagt Darcan.

Von Beginn an übernahmen die Hausherren die Spielkontrolle und wollten unbedingt die Pleite der Vorwoche vergessen machen. „Der Gegner hat tief gestanden und gut verteidigt“, berichtet TSG-Trainer Christoph Schenk. „Wir haben uns zunächst schwergetan, klare Chancen zu erspielen.“ Dafür wurden die Planiger direkt nach Wiederanpfiff kalt erwischt, als ein abgefälschter Schuss im eigenen Tor landete. „Aber davon haben wir uns nicht aus der Ruhe bringen lassen, waren weiterhin klar die spielbestimmende Mannschaft“, berichtet Schenk, dass man den Ball weiterhin gut laufen gelassen habe und den Gegner so müde spielte. „Irgendwann haben wir unsere Torchancen dann auch genutzt“, freut sich der Trainer über einen verdienten Sieg, den Jeremias Thill (58.), Dogukan Tasyürek (71.) und Dennis Mastel (85.) herausschossen.

Weitere Spiele im Steno

Tore: 0:1 Fabian Kilp (12.), 0:2, 1:3 Dorian Glaser (37./78.), 1:2 Angel-Antonio Kunz (48.).

Tore: 0:1 Dennis Schug (3.), 1:1, 2:1 Christian Jahn (17./22.), 3:1 Daniel Sommer (30./FE), 3:2 Tim Risch (57.), 3:3 Florian Borr (65.).



Aufrufe: 03.3.2024, 19:09 Uhr
Martin ImruckAutor